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Kreis Neu-Ulm

10.04.2015

Bei Senden, Vöhringen und auf der A7 drohen Mega-Staus

An der Hauptverkehrsdrehscheibe im Sendener Norden wird es in den nächsten Wochen eng. Das Staatliche Bauamt in Krumbach lässt dort den Fahrbahnbelag austauschen.
Bild: Alexander Kaya

Bauarbeiten auf der Autobahn A7, der Staatsstraße 2031 und an der B28 bringen Straßensperrungen und Umleitungen mit sich. Von dem Ergebnis sollen aber auch Pendler profitieren.

Autofahrern im Illertal drohen in den nächsten Wochen und Monaten lange Staus: Auf zwei Hauptverkehrsadern rücken Baumaschinen an und tauschen die Fahrbahnbeläge aus. Mit erheblichen Verkehrsbehinderungen ist ab der kommenden Woche auf der Staatsstraße zwischen dem Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld und Vöhringen zu rechnen, ebenso auf der Autobahn A7 zwischen Vöhringen und Illertissen.

Der Grund ist in beiden Fällen der gleiche: Die im Laufe der Jahre marode gewordenen Fahrbahnen müssen erneuert werden, weil die Spurrillen nicht nur bei Nässe eine erhebliche Unfallgefahr darstellen. Die größten Behinderungen dürfte es in den kommenden drei Wochen zwischen der Inhofer-Kreuzung und Gerlenhofen geben.

Los geht es dort am kommenden Montag, wenn auf einer Länge von rund einem Kilometer die Fahrbahn auf der gesamten Länge und Breite erneuert wird, sagte der für den Landkreis Neu-Ulm zuständige Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt in Krumbach, Bastian Wufka.

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Das überdurchschnittlich hohe Verkehrsaufkommen von rund 25.000 Fahrzeugen am Tag im Bereich der sogenannten Inhofer-Kreuzung hat dem Asphalt in den vergangenen Jahren arg zugesetzt.

Die Staatstraße zwischen Vöhringen und Neu-Ulm wird zum Nadelöhr

Gleichzeitig werden die Bauarbeiter auch die Fahrbahnschichten auf den Zu- und Abfahrtsrampen von der B 28 von und nach Senden erneuern. Deshalb werden diese hochfrequentierten Anschlussäste zeitweilig für den gesamten Verkehr gesperrt und der Verkehr großräumig über Neu-Ulm und Vöhringen umgeleitet, was nach Einschätzung von Experten nicht nur zu den Stoßzeiten zu erheblichen Staus führen dürfte. Wuffka schätzt, dass die Arbeiten bis zum 1. Mai abgeschlossen sein dürften.

Es werden rund 8000 Tonnen Asphalt verbaut, die Gesamtkosten belaufen sich auf 650.000 Euro. Während der gesamten Bauzeit wird die Staatsstraße 2031 halbseitig für den Verkehr gesperrt. Dadurch kann je Fahrtrichtung nur eine Fahrspur benutzt werden. Die Anschlussstelle Senden im Zuge der Bundesstraße 28 ist dagegen während der gesamten Bauzeit für den Verkehr gesperrt. Des Weiteren ist die Einmündung der Danziger Straße in die Staatsstraße während der Bauarbeiten gesperrt.

Der Verkehr von der B28 in Fahrtrichtung Süden wird über die Autobahnanschlussstelle Vöhringen, umgeleitet. Die Umleitung der Verkehrsteilnehmer auf der B 28 in Fahrtrichtung Norden erfolgt über die Anschlussstelle Neu-Ulm/Mitte nach Senden.

Durch die Sperrung der Anschlussstelle Senden können die Ampeln an den beiden Knotenpunkten der Staatsstraße mit den Anschlussstellenrampen der B 28 abgeschaltet werden. „Dadurch steht den Verkehrsteilnehmern trotz einstreifiger Verkehrsführung auf der Staatsstraße 2031 eine leistungsfähige Verbindung zur Verfügung,“ glaubt Wuffka.

Deutlich länger dauern die geplanten Arbeiten auf der Autobahn A7 zwischen Vöhringen und Illertissen sowie in Richtung Süden. Dort haben mehrere Wochen lang die Baumaschinen Vorfahrt. Die Autobahndirektion Südbayern lässt zwischen Montag, 13. April, und Samstag, 11. Juli, auf diesem Abschnitt die Fahrbahn sanieren.

Dabei wird die obere Asphaltschicht auf rund 7,5 Kilometern Länge erneuert und auch ein Bypass am westlichen Kreisverkehr der Anschlussstelle Vöhringen gebaut. Damit soll der Verkehrsfluss von der Autobahn in Richtung Weißenhorn verbessert werden, damit Rückstaus künftig der Vergangenheit angehören.

An der Autobahn A7 soll ein neuer Parkplatz entstehen

Die Bauarbeiten beginnen zunächst mit dem Neubau eines Pendlerparkplatzes östlich der A7 auf der Nordseite der Kreisstraße NU14. Dieser neue Parkplatz mit 41 Autostellplätzen ersetzt künftig den bestehenden kleineren Pendlerparkplatz an der Anschlussstelle Vöhringen, der vom Bypass überbaut wird.

Es wird laut Autobahndirektion sichergestellt, dass der neue Parkplatz vor Rückbau des alten fertiggestellt ist, sodass die Parkmöglichkeit während der Bauzeit ohne Einschränkung zur Verfügung steht.

Ab Montag, 4. Mai, beginnen dann die Arbeiten auf der A7 in Fahrtrichtung Füssen. Der Verkehr wird in der Bauzeit, bis voraussichtlich 15. Juni, auf der Fahrbahn Richtung Ulm geführt. Dabei stehen für jede Fahrtrichtung zwei Spuren zur Verfügung.

Bei der Fahrbahnerneuerung werden rund 88.000 Quadratmeter der alten Asphaltschicht abgefräst und ein neuer lärmmindernder Dünnschichtbelag aufgebracht. Für den Bau des Bypasses und für die Asphaltarbeiten auf den Auf- und Abfahrtsrampen der Anschlussstelle Vöhringen muss diese in Fahrtrichtung Kempten vom 26. bis 31. Mai gesperrt werden.

Vom 15. Juni bis voraussichtlich 11. Juli wird dann die Mittelleitplanke erneuert. Das heißt, es gibt eine Wanderbaustelle. Die Baukosten betragen rund drei Millionen Euro.

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