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14.06.2009

Bekenntnis zum Wohl des Heiligen Lands

Ziemetshausen/Augsburg Einmal im Jahr steht der Wallfahrtsort Maria Vesperbild im Zeichen edlen Rittertums. Damen, Confratres und Consorores der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem unternehmen eine Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes, um bei ihrer Schutzpatronin Hilfe und Beistand zu erflehen.

Die vier Damen trugen schwarze Mäntel mit einem fünffachen, tiefroten Kreuz an der linken Schulter. Die 15 Männer kleidete ein weißer Umhang, auf dem Kopf ein schwarzes Barett. Zwölf der Ritter und drei Damen kommen von der Komturei St. Ulrich und Afra in Augsburg des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, die Übrigen waren Gäste aus München und Ravensburg.

Bei der Fatimagrotte sprach Gastgeber Prälat Dr. Wilhelm Imkamp, der seit 1987 dem Orden angehört, das traditionelle Dankgebet, gemeinsam wurde die Muttergottes um Schutz und Hilfe gebeten. Mit dem Lied "Maria, breit den Mantel aus" endete die Zeremonie. Nach einer meditativen Betrachtung von Pater Gerhard Löffler bei der Station auf dem Kirchenplatz zogen die Damen und Ordensritter in die Wallfahrtskirche ein, die voll besetzt war.

Vier Einsätze in drei Tagen

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Zur Begrüßung verlas der Prälat ein Grußwort von Großprior Erzbischof von München und Freising, Dr. Reinhard Marx. Augsburgs Komturleiter Dr. Donaubauer trug beim Pilgergottesdienst Lesung und Fürbitten vor. Prälat Imkamp sagte zu Beginn seiner Predigt, dass zwar heuer an Fronleichnam die Prozession ausgefallen sei. Er habe sie allerdings zuvor schon gehabt, als er den Leib des Herrn in der Hostie zu einer Sterbenden trug, damit sie in Frieden zu Jesus heimkehren könne. Die Augsburger Grabesritter hatten in den vergangenen Tagen gleich mehrere Einsätze: Zum einen waren sie bei der Fronleichnams-Prozession in Augsburg dabei. Dies sei für sie selbstverständlich, da Papst Urban IV, der Patriarch von Jerusalem und ebenfalls Grabritter war, 1264 das Fronleichnamsfest in Kraft setzte. Außerdem wurde vergangenen Freitag die Ordensdame Veronika von der Werf unter starker Beteiligung in Augsburg zu Grabe getragen. Dr. Imkamp nannte sie eine "große Wohltäterin des Ritterordens". Der dritte Einsatz der Grabesritter sei die Wallfahrt in Maria Vesperbild. Abschließend sagte der Prälat, dass die Damen und Ritter nicht nachlassen sollen, das Lehramt von Petrus auch weiterhin wahrzunehmen und ihrem Eid getreu nach den fünf Tugenden Wohltätigkeit, Höflichkeit, Haltung, Treue und Großzügigkeit zu handeln.

Besonders legte er seinen Ordenskollegen die Treue zum Papst ans Herz, denn die Ritter vom Heiligen Grab seien ein päpstlicher Orden.

Nach der Kommunion beteten die Ordensleute: "Herr, wir sind berufen, Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein". Es war ein Hilferuf an Christus und zugleich ein Versprechen der Grabesritter, sich mit aller Kraft ihren Aufgaben getreu zu werden und sich besonders für das Wohl und der Menschen des Heiligen Landes und die Erhaltung des Heiligen Grabes in Jerusalem einzusetzen.

Prälat Imkamp kündigte an, dass zum Auszug die Ziemetshauser Kapelle die Papsthymne spielen werde.

Dieser soll die Grabritter an den Auszug in alle Welt erinnern und eine Huldigung an Papst Benedikt XVI. sein.

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