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Deisenhausen

21.07.2019

Beliebte Rektorin in Deisenhausen verabschiedet

Konrektorin Maria Anna Kremser, Schulverbandsvorsitzender Norbert Weiß, Bürgermeisterin Ilse Thanopoulos (Wiesenbach), Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler (Breitenthal), Elternbeiratsvorsitzende Petra Mayr und Schulamtsdirektor Thomas Schulzebereiteten zusammen mit den Kindern der Grundschule Deisenhausen Rektorin Ursula Fleischmann einen schönen und herzlichen Abschied.
Bild: Emil Neuhäusler

Plus Ursula Fleischmann wirkte 17 Jahre in Deisenhausen. Herzen symbolisierten den Abschied.

Nach 17 Jahren als Konrektorin und zehn Jahren Rektorin an der Grundschule Deisenhausen wurde nun Ursula Fleischmann von der „Schulfamilie“ verabschiedet. „Die Kinder kamen bei mir immer an erster Stelle, und mir war wichtig, dass sie gerne zur Schule kommen und sich dort wohlfühlen“, bekannte die Pädagogin. Für diese Einstellung wurde sie von den Schülern, wie diese mit vielen symbolhaften Herzen demonstrierten, geliebt und von den Eltern geschätzt.

Das erste „große“ Dankeschön sangen der scheidenden Rektorin die über 100 Schüler der Grund-schule mit einem begeisterten „Merci“. Was ihnen an der Schulleiterin besonders in Erinnerung bleiben wird, verriet anschließend die Klasse 4a mit ihren Lehrerinnen Roswitha Fischer und Sonja Stammel: den Elan, mit dem sie ihr Amt sowohl in guten wie auch schlechten Tagen gemeistert habe, das offene Ohr für jeden in einem „Einsatz ohne Schranken“, die erfolgreiche Wissensvermittlung, die Wertschätzung der religiösen Bildung und die Sorge für den Schulgarten. Von Querflöten begleitet, sang dann die Klasse 4b (Leitung: Konrektorin Maria Anna Kremser) ihr Loblied. Dass sie die Rektorin nur sehr ungern gehen lassen, brachte die Arbeitsgemeinschaft Theater und Musik mit der Lehrerin Petra Jeckle schwungvoll in Gesang und Rhythmusinstrumenten zum Ausdruck. Am Schluss zeigten die Schüler genau auf, warum das Wort „Liebe“ so gut zu Fleischmann passt, und es gab für jedes Argument einen Luftballon in Herzform: die Beliebtheit bei Schülern und Lehrern, die naturnahe Gestaltung des tollen Schulgeländes und des einzigartigen Pausenhofes, die Faschingsfeiern mit der obligatorischen Polonaise, die Organisation toller Projekte wie Sportolympiaden oder Kino- und Theaterbesuche, das Mitfiebern bei Fußballspielen und die Begleitung von Schulfeiern mit dem Lieblingsinstrument Akkordeon.

In der Anwesenheit aller amtierenden und auch ehemaligen Schulräte spiegelt sich das über die Schule hinausgehende Ansehen Fleischmanns. Schulamtsdirektor Thomas Schulze, Leiter des Schulamts im Landkreis Günzburg, kleidete seine Laudatio über ihre schulische Laufbahn in ein Zahlenrätsel für die Schüler. Auf ihre pädagogischen und menschlichen Fähigkeiten eingehend, charakterisierte er die Geehrte als „hochintelligente und hoch sympathische Frau“, die mit Hingabe, Freude und Verantwortung für die Kinder da gewesen sei und ebenso freudig alle Dienstaufgaben erfüllt habe. Für den Vorsitzenden des Schulverbandes Deisenhausen, Norbert Weiß, war Fleischmann, bezogen auf ein Lied von Helene Fischer, „irgendwie ein Phänomen, ein positives Phänomen“.

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Schule hat in der Region einen guten Ruf

Zusammen mit dem Kollegium habe sie die Grundschule Deisenhausen zu dem gemacht, was sie heute sei: eine Grundschule, die in der Region einen guten Ruf habe und hohe Anerkennung genieße. Heraus stellte Weiß die Schulhausgestaltung, das Schulmilchprogramm, Arbeitsgemeinschaften wie Musik und Theater, Computer und moderne Medien, die zukunftsgerichtete Einführung der Offenen Ganztagsschule und die Tatsache, dass Deisenhausen als eine der ersten Schulen im Bayern die Anerkennung als Inklusionsschule erhielt. Und noch etwas fand die besondere Erwähnung des Bürgermeisters: Seit Fleischmann in Deisenhausen sei, begleite und fördere sie mit viel Geschick, Ausdauer und großem persönlichen Einsatz den als Arche Noah bezeichneten Schulgarten, welcher mit dem bayerischen Staatspreis „Lebendiges Grün und Lebens(t)räume“ ausgezeichnet wurde.

Mit der „Elternbeiratspralinenschachtel“ sagte Elternbeiratsvorsitzende Petra Mayr „Merci“. Neben dem offenen Ohr für alle und alles, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Flexibilität, Engagement und Offenheit für Neues hob sie vor allem hervor, dass von der Rektorin die Arbeit des Elternbeirats immer gewürdigt wurde und sich das Elterngremium nie von oben herab behandelt fühlte. Die Wertschätzung des Lehrerkollegiums fassten Konrektorin Kremser und Förderlehrerin Nicole Rodriguez in Versform zusammen: Das Lehrerkollegium sei in Entscheidungen eingebunden worden und habe sich stets auf sie verlassen. Sie habe geschuftet wie ein Kämpfer und habe auch in schwierigen Situationen ihren Elan und ihre Leidenschaft für Schule und Schüler nicht verloren. Mit allen Schülern und Gästen ließen sie die Schulleiterin hochleben und beschenkten sie zum verdienten Ausruhen mit einer „Ökobank“ für ihren heimischen Garten, in dem bekanntermaßen viele Partys stattfinden. Die Schüler steuerten zum Feiern eine große gebastelte und gemalte Girlande bei.

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