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Weihnachten

19.12.2019

Besinnlich, heiter und kraftvoll

In der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt fand das jährliche Kirchenkonzert der Musikvereinigung Thannhausen statt.
Bild: Verena Lang

Festliches Kirchenkonzert mit der Musikvereinigung Thannhausen

Zum jährlichen Kirchenkonzert lud die Musikvereinigung seit 1749 Thannhausen in die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt ein. Diese entspannte Stunde Musik am dritten Advent steht inzwischen in der hektischen Vorweihnachtszeit bei vielen Thannhauser Bürgern fest im Terminplan.

Nach der Eröffnung mit „The Golden Year“ von Alfred Reed, das anlässlich des 50-jährigen Bestehens einer Junior High School in Japan komponiert wurde, eröffnete der Vorsitzende Dr. Werner Gryksa das Konzert. Hierbei betonte er die Kostbarkeit der Zeit, die die Besucher heute der Musikvereinigung schenken. Danach übernahm gekonnt Herbert Kramer die zum Nachdenken anregende Einleitung der folgenden Musikstücke.

Anlässlich des schmerzlichen Verlustes des langjährigen Musikers und Ehrenmitglieds Walter Sonnleitner widmeten die Musikerinnen und Musiker ihm das nachfolgende Stück „Canterbury Chorale“ von Jan van der Roost, das anlässlich einer Besichtigung der wunderschönen Kathedrale der englischen Stadt Canterbury entstand. Es enthält sehr stille Momente, wie auch die Freude über die Schönheit der Kathedrale, welche zum Schluss in schierer Unendlichkeit verschwindet. Sehr bewegend für Musiker und Zuhörer interpretierte das Orchester unter der Leitung von Marina Beer dieses Stück.

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Nun wurde es gewaltig, heiter, ängstlich und traurig in dem Stück: „La Legende de Sainte Odile“ von Mario Bürki, der das Leben der heiligen Odilia vertonte. Besonders das hohe und tiefe Blech wurden im ersten Teil des Stücks gefordert, gefolgt von einem leisen Solo im Tenor-Saxofon, das in eine andächtige Holzmelodie überging. Auch das schöne, tanzende Leben der Odilia wurde durch lockere Klarinetten und Trompeteneinwürfe wiedergegeben. Durch kräftiges Schlagwerk und dunklere Töne des Orchesters wurden aber auch die schweren Zeiten des Lebens dargestellt.

Mit „Greensleeves“ arrangiert von Chip Davis war die Verknüpfung zur bevorstehenden Weihnachtszeit deutlich zu spüren. Jeder Gast der gut besuchten Pfarrkirche konnte dieses Lied leise mitsummen. „With Trumpets and Drums“ oder wie Herbert Kramer assoziierte „mit Pauken und Trompeten“ von Alfred Reed machte seinem Namen alle Ehre und erfüllte die Kirche mit einem voluminösen Klangvolumen. Dies war auch das Pflichtstück des Oberstufenwettbewerbs des ASM, bei welchem sich die MV mit einem sehr guten dritten Platz für den Bayernentscheid in 2020 qualifizierte.

Weihnachten hat eine ganz besondere Stimmung – überall auf der Welt. Um internationale Weihnachtsstimmung nach Thannhausen zu holen, intonierten die Musiker „Polish Christmas Music“ von Johan de Meij. Das von Fanfaren des hohen Blechs eingeleitete Weihnachtsstück wurde immer wieder durch witzige Holzmelodien unterbrochen und zu andächtigen Passagen geleitet und endete in der großen Freude des Weihnachtsfests, dargestellt durch die Fülle des gesamten Orchesters.

Eine ganz andere Seite zeigten die Musikerinnen und Musiker mit ihrer Dirigentin Marina Beer bei „Sound of Silence“ im Arrangement von James L. Hosay. Dieser interpretierte das Cover der amerikanischen Band „Disturbed“, die eigentlich deutlich härtere Töne anstimmen, für ein klangstarkes Blasorchester.

Diese Mischung sorgte für die besondere Stimmung in der Stadtpfarrkirche Thannhausen. Als Zugabe dieses besonderen Konzerts, das von Besinnlichkeit, Heiterkeit und kraftvollen Tönen alles beherbergte, spielte die MV „Christmas Declaration“ von Robert Smith, das auf traditionellen Weihnachtsliedern beruht.

Bei einem warmen Feuer, Weihnachtsliedern gespielt von einer kleinen Besetzung der Musikvereinigung Thannhausen und einem heißen Glühwein oder Punsch konnte man das Konzert zusammen mit den Musikern neben dem leuchtenden Tannenbaum der Stadtpfarrkirche ausklingen lassen. (pm)

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