1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Besonderes Finale für Krumbachs Rektor Wolfgang Fendt

Krumbach

18.07.2019

Besonderes Finale für Krumbachs Rektor Wolfgang Fendt

15 Jahre war Wolfgang Fendt Rektor der Krumbacher Grundschule. Nun wird er in den Ruhestand verabschiedet.
Bild: Peter Bauer

Plus Nach 15 Jahren an der Spitze der Krumbacher Grundschule wird der bisherige Schulleiter verabschiedet. Rückblick auf eine Zeit im Zeichen rascher Veränderung.

Wolfgang Fendt ist keiner, der um seine Person viel Aufhebens macht. Aber als er „ich habe es sehr gern gemacht“ sagt, ist intensiv zu spüren, wie viel ihm die Zeit als Rektor der Krumbacher Grundschule bedeutet. 15 Jahre war der 64-Jährige Schulleiter in Krumbach, nun geht er in den Ruhestand. Nachfolgerin ist die bisherige Konrektorin Simone Micheler (42).

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Wenn Fendt auf die 15 Jahre als Schulleiter in Krumbach zurückblickt, dann spricht er auch immer wieder über die Rasanz des gesellschaftlichen Wandels, der den Schulalltag maßgeblich beeinflusst. Digitalisierung, veränderte Unterrichtsformen, die Herausforderungen des demografischen Wandels. All das prägt auf eine vielfältige Weise auch den täglichen Ablauf in einer Grundschule.

Der Unterricht sei in den vergangenen Jahren viel „offener“ geworden. Es gebe weniger den althergebrachten „Frontalunterricht“, immer mehr sei Teamarbeit gefragt. „Es reicht nicht mehr, als Lehrer einfach vorne zu stehen“, erklärt Fendt. Die individuelle Förderung der Schüler rücke immer mehr in den Vordergrund. Notwendig sei eine entsprechende Förderung auch mit Blick auf die Tatsache, dass eine zunehmende Zahl von Schülern Sprachprobleme habe.

Besonderes Finale für Krumbachs Rektor Wolfgang Fendt

Die Migration, auch die Öffnung hin nach Osteuropa, mache sich hier bemerkbar, sagt Wolfgang Fendt, der sich darüber freut, mit welchem Engagement die Lehrerinnen und Lehrer ihre vielfältigen Aufgaben angehen. Dazu gehört es auch, den technischen Wandel zu meistern. Overheadprojektoren gehören der Vergangenheit an. Dokumentenkameras und Laptops gehören längst zum Schulalltag.

Fit gemacht für die Zukunft

Im Zuge der Generalsanierung vor einigen Jahren wurde die Schule sozusagen fit gemacht für die Zukunft. Rund 400 Schüler werden derzeit in der Krumbacher Grundschule betreut, etwa 100 Schüler nehmen Ganztagsangebote wahr. Die Tendenz zur Ganztagesbetreuung wird in den kommenden Jahren wohl weiter zunehmen. Als Fendt im Jahr 2004 seine Tätigkeit als Leiter der Grundschule begann, wurden in der Schule noch etwa 480 Schüler unterrichtet. Jetzt sind es circa 400 und viele gingen noch vor nicht allzu langer Zeit von einem weiteren Rückgang aus. Doch die Zahlen werden, so Fendt, in den kommenden Jahren wieder steigen. Es gebe wieder mehr Geburten. Zudem hat auch die Stadt Krumbach in den vergangenen Jahren um rund 1000 Einwohner auf etwa 13500 Einwohner zugelegt. Großes Lob gibt es von Fendt für die Stadt Krumbach, die bei der Entwicklung der Grundschule eine maßgebliche Rolle spielt.

Seine berufliche Laufbahn als Lehrer begann der gebürtige Krumbacher Fendt nach dem Studium in Augsburg (1976 bis 1979) im Jahr 1979 als Lehrer an der Hauptschule Ichenhausen. Zwölfeinhalb Jahre war er als Konrektor und später Rektor an der Grund- und Teilhauptschule in Ziemetshausen. 2004 wurde Fendt als Leiter der Krumbacher Grundschule Nachfolger von Josef Seibold, der ins Staatliche Schulamt wechselte.

Nun der Ruhestand – welche Gefühle sind damit verbunden? Natürlich freue er sich auf eine Zeit, in der er weniger an Termine gebunden sei, auch mehr Zeit für seine Familie zu haben.

Seine Frau ist Konrektorin in Ichenhausen

Seine Frau ist Konrektorin an der Ichenhauser Grundschule und noch drei Jahre im Dienst. Die beiden haben einen 30-jährigen Sohn und eine 25-jährige Tochter. Fendt sagt aber auch, dass er den Grundschulalltag, den „Umgang mit den Menschen“ sicherlich vermissen werde. Am Montag wird Fendt schulintern offiziell verabschiedet. Die Veranstaltung wird maßgeblich von seiner Nachfolgerin Simone Micheler organisiert. Sie ist seit drei Jahren Konrektorin in Krumbach und wird zum 1. August offiziell die Nachfolge übernehmen.

Was wird Fendt am Montag sagen? Seine Rede habe er noch nicht vorbereitet, erklärt er. Aber möglicherweise wird er wieder den Satz sagen, der für seine 15 Jahre an der Spitze der Krumbacher Grundschule steht: „Ich habe es gern gemacht.“


Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren