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18.03.2009

Betrieb Ganser: Jetzt haben die Bürger das Wort

Edenhausen (pb) - Wie geht es weiter mit dem Bagger- und Fuhrbetrieb von Helmut Ganser? Diese Frage könnte bei der Bürgerversammlung am Montag, 23. März, um 20 Uhr im Gasthof Günzer in Edenhausen für Diskussionen sorgen. Zuletzt hatte es im Ort eine Unterschriftensammlung gegen eine Betriebsverlagerung aus der Ortsmitte in den Osten des Ortes gegeben. Nach Auskunft von Initiatoren haben 140 Personen unterschrieben. In der jüngsten Krumbacher Bauausschusssitzung wurde eine Entscheidung in Sachen Ganser bis nach der Bürgerversammlung zurückgestellt.

Ganser hatte bereits vor einigen Monaten erläutert, dass er seinen Betrieb aus dem Zentrum des Ortes nach Osten verlagern wolle. Dort könnten bis zu 15 Lkw stationiert werden. Ferner sei der Einsatz einer mobilen Brechanlage denkbar, die Zahl der Mitarbeiter der Firma könne langfristig eventuell gar bis auf 20 erhöht werden. Zuletzt waren nach Auskunft von Ganser bei der Firma rund acht bis neun Mitarbeiter beschäftigt. Der Betrieb führe Erdarbeiten wie Kanalbau oder Abbrucharbeiten aus. Auch am Bau des neuen Edenhauser Feuerwehrhauses sei die Firma beteiligt gewesen. Zum Betrieb hätten zuletzt sechs Lkw und drei Bagger gehört. Derzeit ist der Betrieb auf einem Gelände neben der Kirche untergebracht. Katrin Oppelt, Geschäftsbereichsleiterin für Bauwesen und Umweltschutz im Landratsamt, hatte wiederholt betont, dass für diesen Betrieb keine Baugenehmigung vorliege.

Umfangreiche Bedenken

Gegen eine von Ganser anvisierte Verlagerung in den Osten des Ortes haben aber zahlreiche Anwohner Bedenken. Sie verweisen auf die Nähe des Friedhofes und die Lourdesgrotte, die möglicherweise durch den Betrieb beschädigt werden könne. Befürchtet wird, dass sich Ganser nicht an Auflagen halten würde. Immer wieder wurden Bedenken gegen einen möglichen Einsatz einer Brechanlage geäußert. Gegen Gansers Planung gab es schließlich eine Unterschriftensammlung. 140 Unterschriften seien zusammengekommen, berichtet Bruno Horber, einer der Initiatoren. Er geht davon aus, dass die Mehrheit im Dorf die Planungen Gansers ablehne. Horber verweist darauf, dass auf dem Ganser-Areal bereits eine Brechanlage stehe. Auch Werner Thalhofer, ein weiterer Anwohner, bekräftigte im MN-Gespräch noch einmal die Vorbehalte.

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Ganser hatte die Bedenken von Anwohnern wiederholt zurückgewiesen. Bei der Brechanlage, die im Osten des Ortes zum Einsatz kommen könne, würde es sich lediglich um eine kompakte Kleinanlage handeln. Deren Einsatzzeit sei auf circa 30 Tage im Jahr beschränkbar. Ein großer Erdwall könne überdies für Lärmschutz sorgen. Ganser räumte aber auch ein, dass es nach wie vor Vorbehalte gegen seine Planung gebe. Er habe sich daher Gedanken über Alternativen gemacht. Nun habe er ein Baugesuch bei der Stadt eingereicht, bei dem es um die Genehmigung des bisherigen Platzes gehe.

Gestaltung durch Eingrünung

Vorgesehen sei unter anderem eine entsprechende Gestaltung durch eine Eingrünung. Denkbar sei es ferner, den alten Bauernhof seiner Familie nach der Kirche abzureißen und den Stall zu einer Maschinenhalle umzubauen. Ergänzend könnten Flächen in Thannhausen oder Memmenhausen genutzt werden. Dort könnten die Brechanlage und der Lagerplatz für Baumaterial untergebracht werden. Entsprechende Verhandlungen würden laut Ganser gerade laufen. Die beste Lösung wäre aber nach wie vor die Konzentration des Betriebes an einem Standort. Ganser geht davon aus, dass es bei der Bürgerversammlung Diskussionen geben wird. Er habe aber auch zahlreiche Befürworter auf seiner Seite.

Gansers Baugesuch wurde im Krumbacher Bauausschuss auf Antrag von Christoph Helmes (SPD) einstimmig zurückgestellt. Nun haben am Montag, 23. März, um 20 Uhr im Edenhauser Gasthof Günzer die Bürger das Wort.

Die nächste Krumbacher Bauausschusssitzung soll dann am 6. April stattfinden.

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