Newsticker
Impfstoff von AstraZeneca wirkt Berichten zufolge bei Senioren kaum
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Bewegender Abschied für Rektorin Gontar-Gründler in Thannhausen

Thannhausen

21.07.2020

Bewegender Abschied für Rektorin Gontar-Gründler in Thannhausen

Sehr bewegende Worte fand Astrid Bruckmann-Bensch (links) für ihre scheidende Chefin Ingeborg Gontar-Gründler bei der Abschiedsfeier an der Anton-Höfer-Grundschule in Thannhausen. Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Plus Das Glück hat Ingeborg Gontar-Gründler an der Anton-Höfer-Grundschule in Thannhausen, die sie neun Jahre leitete. Wie in Corona-Zeiten gefeiert wurde.

Den Regenbogen, das Symbol der Anton-Höfer-Grundschule in Thasnnhausen, hatten die Gäste der feierlichen Verabschiedung von Rektorin Ingeborg Gontar-Gründler mehrfach vor Augen. Er zierte die Kopfseite des Programmhefts, eine Wand des Schulgebäudes und die mobilen Stellwände im überdachten Eingangsbereich der Schule, wo die Feier stattfand. Den Regenbogen deutete die nach neun Schuljahren aus dem Amt scheidende Rektorin als Symbol von Gemeinschaft und Zusammenhalt. In Corona-Zeiten sei die Botschaft des Regenbogens wichtiger denn je. Der allgemeinen Deutung fügte Ingeborg Gontar-Gründler eine persönliche hinzu. Ein Märchen verkünde, am Ende des Regenbogens befinde sich ein Goldschatz. Diesen habe sie gefunden als eine Fülle von glücklichen Tagen, die sie während ihrer Zeit als Rektorin inmitten einer intakten Schulgemeinschaft erleben durfte, erklärte Ingeborg Gontar-Gründler in ihrer Abschiedsrede.

Künstlerische Akzente in Thannhausen

Keine leichte Aufgabe hatten die für Planung und Durchführung der Feier Verantwortlichen angesichts der vielen Unwägbarkeiten in Corona-Zeiten gehabt. Ihnen gelang eine abwechslungsreiche, lebendige und bewegende Feierstunde, in der nicht die Einschränkungen, sondern die menschlichen und künstlerischen Akzente dominierten und der Geist der Schule für alle Gäste spürbar wurde. Allerdings hatten die Feierlichkeiten geteilt werden müssen. Die Rektorin hatte sich bereits von ihren Schülerinnen und Schülern verabschiedet und im Rahmen dieser Feier ein von den Schülern vorbereitetes Fahrrad-Puzzle zusammengefügt.

Die zweite Feier galt dem Abschied von der Öffentlichkeit. Sie gewann trotz des Fehlens der Schülerinnen und Schüler ein vitales Flair durch die Instrumentalmusik, die Tanzeinlage „Azonto“ von vier Schülerinnen, zwei Auftritte des Lehrerchors und vor allem die Donizetti-Arie, gesungen Georg Sonner. Der Hausmeister, der in der Lage ist, eine der großen Arien der Opernliteratur mit so viel Klang und Gespür für den emotionalen Gehalt von „Ach, einer Träne Zauberglanz“ zu singen, das ist von den vielen Besonderheiten dieser Grundschule gewiss die auffälligste.

Rektorin meisterte Herausforderungen an Anton-Höfer-Grundschule

Die Schulen müssten viel auffangen, wenn sich die Gesellschaft zu ihrem Nachteil verändere, erklärte Schulrat Robert Kaifer in seiner Laudatio. Eine Fülle an weiteren Aufgaben, etwa Inklusion, neue Lehrpläne, Schulversuche, Digitalisierung, Migration, Kooperationspartner und nicht zuletzt die Pandemie, sorge dafür, dass Schulleitung alles andere als ein Job sei. Erstaunlich sei, wie Ingeborg Gontar-Gründler all den Herausforderungen gerecht worden sei und es überdies schaffte, durch beispielhafte Projekte die Schule lebendig zu halten.

Mehrfach Blumen erhielt die scheidende Rektorin der Anton Höfer-Grundschule in Thannhausen Ingeborg Gontar-Gründler bei der Abschiedsfeier, hier im Bild von Schulrat Robert Kaifer: Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Bürgermeister Alois Held konnte auf persönliche Erfahrungen mit der scheidenden Rektorin zurückgreifen. Seine beiden Kinder hätten sich hier ausgesprochen wohl gefühlt. Die Gespräche mit der Schulleitung hätten ihm stets vermittelt, mit wie viel „Herzblut“ Ingeborg Gontar-Gründler ihre Schule vertrete.

Ein besonders schönes und aufschlussreiches Bild nutzte Elternbeiratsvorsitzende Kathrin Kiechle, um die Arbeit der Rektorin zu würdigen. Eine Schule sei wie ein Baum mit vielen, in alle Richtungen ausgreifenden Ästen. Ein gesunder Baum brauche ein Wurzelwerk, das alles zusammenhalte und als solch eine Wurzel habe sie die Schulleiterin stets empfunden.

Thannhauser Konrektorin Bruckmann-Bensch war sehr bewegt

Konrektorin Astrid Bruckmann-Bensch meinte, sichtlich bewegt, Ingeborg Gontar-Gründler hinterlasse viele Spuren, solche an und im Gebäude, vor allem aber Spuren in den Herzen aller Mitglieder der Schulgemeinschaft. Sie habe ihre Vorgesetzte über all die Jahre hinweg als Chefin, Mensch und Freundin in einer Person erlebt.

Mehrfach nahmen die Redebeiträge Bezug auf die Mosaikbank, die eine besondere Hinterlassenschaft der scheidenden Rektorin für ihre Schule hätte werden sollen, aber coronabedingt nicht realisiert werden konnte. Ingeborg Gontar-Gründler überreichte am Ende der Feier einen Mosaikstein an ihre Nachfolgerin Tanja Müller, derzeit noch Rektorin in Burtenbach, in der Hoffnung, die neue Leitung werde das Projekt Mosaikbank zu einem guten Ende führen.

Lesen Sie dazu auch:

Grundschule: Thannhauser Rektorin geht in den Ruhestand

Verkehrschaos vor Grundschule soll beseitigt werden

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren