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Jahreskonzert

26.11.2019

Blasmusik trifft Rock im Stadtsaal

Die Musikvereinigung Gaismarkt-Niederraunau-Winzer kann auf ihren Musikernachwuchs stolz sein. Gegenwärtig befinden sich angefangen von den Flötenkindern bis zu den Mitgliedern in der Jugendkapelle 79 Kinder in musikalischer Ausbildung. Die Jugendkapelle beteiligte sich auch am diesjährigen Jahreskonzert und überzeugte mit einem hohen Leistungsstand. Unser Bild zeigt die knapp 30 jungen Musiker mit ihrer Dirigentin Carolin Blösch auf der nach dem Motto „Blasmusik trifft Rock“ gestalteten Bühne im Krumbacher Stadtsaal.
Foto: Werner Glogger

Mit Ungewöhnlichem wartete die Musikvereinigung Gaismarkt-Niederraunau-Winzer beim Konzert auf. Auch die Jugendkapelle steuerte ihren Part dazu bei, dass die Zuhörer begeistert waren

Einen neuen Weg bei der Gestaltung ihres Konzertprogrammes beschritt am Wochenende die Musikvereinigung Gaismarkt-Niederraunau-Winzer zusammen mit ihrer Jugendkapelle. Mit dem Motto „Blasmusik trifft Rock“ lud das Blasorchester zum Jahreskonzert ein und die Besucher kamen in Scharen, sodass der Krumbacher Stadtsaal voll besetzt war.

Der Bühnenaufbau und Nebelschwaden ließen erahnen, dass es sich dieses Mal um einen ungewöhnlichen Konzertabend handeln wird, obwohl die Jugendkapelle unter Leitung von Carolin Blösch mit „Ein junger Egerländer“, einer frischen Polka, klassisch startete. Doch bereits beim nächsten Stück änderte sich die Musik in eine ganz andere Richtung, denn begleitet von Lichteffekten, gaben die jungen Musici eine Kostprobe aus dem Album der US-amerikanischen Metal-Band Metallica. „Enter Sandman“ (Der Sandmann tritt auf) ist ein Lied mit der düsteren Geschichte eines Kindes. Auf launige, aber informative Art erklärten Ida Ritter und Hannah Veitleder, aus den Reihen der Musiker kommende Moderatorinnen, den Inhalt der Vortragsstücke und kündigten mit „21 Guns“ (21 Kanonen) eine Ballade der amerikanischen Rockband Green Day an. Drei Autoren, Steve Perry, Neal Schon und Jonathan Cain, schrieben den Rocksong der Musikband Journey „Don’t Stop Believin“, bei dem das Schlagwerk dominierte, das Publikum im Takt mitklatschte und das in einem gewaltigen Schlussakkord endete.

Das spannende Medley „Queen on Stage“ der Rockband Queen mit den zeitlosen Hits „Another One Bites The Dust“, „We Are The Champions“ und „We Will Rock You“ bildete eine mitreißende Musik am Ende des ersten Konzertteiles, worauf eine Zugabe, der Polka „Omi und Opi“ als Hommage an die anwesenden Opas und Omas, die auf ihre musizierenden Enkel stolz sein können, folgte. Der in Blasmusikkreisen bekannte und gleichermaßen beliebte Komponist Kurt Gäble versucht in seinem Konzertmarsch „Allgäuland“ die Schönheit und Einzigartigkeit seiner Heimat zum Ausdruck zu bringen, was auch dem 45 Musiker zählenden Orchester der Aktiven bestens gelang. Eine klangvolle Melodie, gemischt mit Basssoli und pfiffigen Einlagen ließ schon beim Einstieg in den zweiten Teil des Programms die beste Spiellaune der Musiker erkennen, die danach mit dem „Bon Jovi Hit Mix“ in eine ganz andere Welt der Musik entführten. In diesem Pop-Rock-Genre schuf Wolfgang Wössner ein neues Medley mit vier Stücken der amerikanischen Rockband Bon Jovi: „Runaway“, „It’s my Life“, „Livin on a Prayer“ und dem Lied „You Give Love a Bad Name“.

„Lasst uns jetzt die Bühne rocken und den Stadtsaal zum Beben bringen“, kündigte die charmante Moderatorin Anna Zell an, was die Musiker unterstützt von Lichteffekten, gleißenden Scheinwerferpunkten und Nebel, der über die Bühne waberte, gekonnt in Szene setzten. Dabei entpuppte sich Tobias Geywitz, sonst ein klassischer Dirigent, als versierter Bandleader, der die rockige Musikszene stets im Griff hatte. Im Medley „80er Kult Tour“ erinnert Timo Krass an die Zeit der Hits „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ und weiteren an die gefeierten Interpreten „Spider Murphy Gang, Münchner Freiheit oder Falco“. Noch einmal traf die Kapelle unter schummrig wechselnder Beleuchtung und Lichtblitzen bei der fetzigen Musik das Motto des Abends „Blasmusik trifft Rock“ in „Toto in Concert“, das Medley der gleichnamigen Rockband, die 1976 in Los Angeles gegründet, mehrfach aufgelöst und doch äußerst erfolgreich wurde. Genau so gut kamen die daraus stammenden Hits „Child’s Anthem“, „Africa“ oder der Klassiker „Rosanna“ beim Publikum an, das aber danach mit der „Heublumen Polka“ den vertrauten Blasmusikstil zu schätzen wusste. Entgegen diesem Titel in gemütlichem Polkatempo stellte die nachfolgende „Perger Polka“, beide aus der Feder von Kurt Gäble, mit rasantem Tempo und technischen Raffinessen gespickt, hohe Anforderungen an die Musiker.

Zu einem Ohrwurm mit „Hit-Potenzial“ dürfte die neue Polka von Mathias Gronert „Polka ins Glück“ werden, meinte Anna Zell und empfahl, „nehmen Sie neben dem großartigen Eindruck zu diesem Konzert auch etwas Glück mit nach Hause“. Den nicht enden wollenden Beifall und Zugabe-Rufe der Zuhörer belohnten die Musiker mit zwei Zugaben. Im Verlauf des Konzerts nahm Franz Alstetter, Bezirksleiter vom ASM-Bezirk 11, mehrere Ehrungen vor, über die wir gesondert berichten.

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