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Starkbierfest

13.03.2020

Böhmisch-mährische Musik und ein bisschen London

Traditionelles und Modernes spielte der Musikverein Deisenhausen beim Starkbierabend in Ursberg.
Bild: Maria Wiedemann

Der Musikverein Deisenhausen und die Plesser Stroßamusikanta sorgen für gute Unterhaltung

„Dass das Starkbierfest so ein Erfolg wird, hätten wir uns nicht träumen lassen“, freut sich Renate Willbold, Vorsitzende des Deisenhauser Musikvereins, mit Dirigent Konstantin Eheim über den übervoll besetzten Saal des Klosterbräuhauses Ursberg. Dieser hat mit Vorstandsvorgänger Michael Probst das neue Konzept entwickelt: Statt eines klassischen Konzertes im Stadtsaal Krumbach sollte das Publikum Musikgenuss mit einem gemütlichen Bier und Unterhaltung verbinden können. Dirigent Eheim wählte die Musikstücke entsprechend breit gefächert aus. Das Repertoire reichte von böhmisch-mährischer Blasmusik bis hin zu modernen Arrangements. Seit zehn Jahren leitet der beliebte Krumbacher (vielen auch bekannt durch seine Auftritte mit Fun & Brass) die große Kapelle des Musikvereines Deisenhausen, die aus 35 Musikern – ziemlich genau hälftig Frauen und Männer – besteht, die den gewaltigen Altersunterschied von über 40 Jahren umfassen. Die Nachwuchsförderung ab drei Jahren sowie Vereinstätigkeiten wie Probenwochenenden der Kapelle in Marktoberdorf sowie regelmäßige Auftritte zu kirchlichen und weltlichen Anlässen machen den Musikverein zu einer festen Institution im Dorfleben. Zu Gast in Ursberg waren an diesem Abend auch „d’Stroßamusikanta“ Norbert und Manfred Deuring aus Pless zwischen Memmingen und Illertissen. Aber die Musiker hatten da natürlich eine ganz andere Erklärung parat. Pless – „des isch genau zwischa London und Rom, bloß bedeutender“. Und das erregte natürlich die Neugier des Publikums.

Straßenmusikanten? Zehn Jahre traten die Musiker aus Pless tatsächlich auf der Straße von Städten wie Frankfurt und Köln auf, damals noch als Quartett. Doch weil sie, wie sie gut gelaunt erklärten, schon gar nicht verstanden wurden – des Dialektes wegen – wählen diese nun seit weiteren zehn Jahren nur noch Zuhörer aus dem engeren schwäbischen Umkreis aus.

In Ursberg gab es natürlich auch jede Menge Anspielungen auf die anstehende Wahl.

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