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04.11.2007

Böse Überraschung für die TSG Thannhausen

Es war der Tag der unliebsamen und unangenehmen Überraschungen für die TSG Thannhausen. Eigentlich wollte sie im Heimspiel gegen den SV Heimstetten die Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel wieder herstellen. Stattdessen aber sorgte der abstiegsbedrohte Gast mit einem verdienten 1:0-Sieg dafür, dass bei den Mindelstädtern die Bäume in der Bayernliga nicht in den Himmel wachsen.

Die erste Überraschung gab es schon gleich nach Spielbeginn. Nicht, wie von Thannhausens Trainer Oliver Schmid vermutet, betont defensiv ausgerichtet, sondern frech und forsch traten die Gäste auf, wohl wissend, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Die gegenüber den letzten Spielen auf zwei Positionen veränderte TSG-Auftaktformation (Martin Wiesmüller und Franz Stroh mussten Tobias Bugl und Christian Streitel Platz machen) war somit mehr mit Abwehr- denn mit Aufbauarbeit beschäftig. Das 0:0 zur Pause konnten die Thannhauser angesichts der Chancenverteilung als Erfolg werten. Sicherlich keiner unter den rund 550 Zuschauern hätte von Ungerechtigkeit gesprochen, wenn der Gast mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit gegangen wäre. Markus Jörg (14. Minute) hatte nur den Pfosten getroffen, Pascal Rausch (15.) köpfte aus kürzester Distanz freistehend neben das TSG-Gehäuse und Gianfranco Soave (25.) zwang TSG-Keeper Sebastian Steidle mit seiner Direktabnahme zu einer Glanzparade.

Bezeichnend für die nur stotternden Angriffsbemühungen der Thannhauser: Für den einzigen großen Gefahrenmoment vor dem Heimstetter Tor in den ersten 45 Minuten sorgte Marc Hämmerle (40.) mit seinem Kopfball nach Freistoß von Christian Dausel.

TSG-Trainer Oliver Schmid gelang es nicht, sein Team in der Kabine wachzurütteln. Auch die erste Viertelstunde nach Seitenwechsel verlief nach dem alten Muster, so sehr sich Stefan Selig und Christian Dausel auch bemühten, die Offensivleute in Schussposition zu bringen. Die freilich agierten zu eigennützig und rannten sich meist in der gegnerischen Abwehr fest.

Tätlichkeit

Trainer Schmid sah sich zum Handeln gezwungen, wählte - wie er später bei der Pressekonferenz unterstrich - bewusst das Risiko und opferte in der 54. Minute mit Manuel Kirschenhofer einen Abwehrspieler für Offensivmann Bayram Sadrijaj. Der freilich hatte sich sein Heim-Comeback nach langer Verletzungspause anders vorgestellt. Zwar prüfte er gleich bei seinem ersten Ballkontakt mit einem Flachschuss SVH-Torwart Maximilian Riedmüller, doch nach 24 Minuten war sein Auftritt vorbei. Als er bei einem seiner Dribblings wieder einmal von Dominik Haas unsanft gebremst wurde, ließ er sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah die Rote Karte.

Den Bemühungen der Thannhauser, die davonschwimmenden Felle noch zu retten, war dies alles andere als dienlich. Zu diesem Zeitpunkt führte der Gast nämlich mit 1:0. Mit einem Diagonalpass aus dem Mittelfeld wurde die TSG-Hintermannschaft überlistet, Sasa Memisevic (70.) netzte flach ins lange Eck ein und sorgte für die nächste unliebsame Überraschung bei den Hausherren.

Diesen lief nun die Zeit davon, zumal die "Brechstange" auch nicht den gewünschten Erfolg brachte. "Wir waren heute nicht in der Lage, weder im Sturm noch im Mittelfeld Akzente zu setzen", kritisierte ein enttäuschter Abteilungsleiter, Alexander Graf von Schönborn. Dennoch wäre zumindest ein schmeichelhaftes Unentschieden drin gewesen. Aber Mijo Stijepic (85.) - von Joseph Olumide mit einem Pass von der Grundlinie bedient - konnte den vom Karlsruher SC, Bayern München und 1860 München umworbenen 18-jährigen Heimstetter Schlussmann aus fünf Metern nicht überwinden.

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