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28.10.2007

Bürgermeister Rothermel ist jetzt offiziell nominiert

Einstimmig. Das Ergebnis des Abends haben alle erwartet. Mit diesem Ergebnis ist Krumbachs Rathauschef Willy Rothermel von der CSU nun auch offiziell als Kandidat für die im März 2008 anstehende Bürgermeisterwahl nominiert.

Doch bemerkenswert ist die Zahl der Stimmen, die an diesem Abend abgegeben wird. Rothermel wird mit 19:0 Stimmen nominiert. 19 - die Zahl deutet es an: Wer den Ringler-Saal betritt, hat möglicherweise zunächst eher den Eindruck, dass hier ein Stammtisch zusammengekommen ist. Warum diese geringe Beteiligung an einer so wegweisenden Versammlung? "Es war im Vorfeld ganz klar, dass ich wieder kandidieren werde. Deswegen sind wohl viele nicht gekommen", meint Bürgermeister Rothermel im Gespräch.

Aber die Tatsache, dass die CSU an diesem Abend noch nicht ihre Stadtratsliste vorstellt, deutet auch auf etwas anderes hin: Es fällt zunehmend schwer, Menschen für ein Engagement in der Kommunalpolitik zu bewegen. "So schwer war es noch nie", sagen derzeit viele altgediente Kommunalpolitiker. In diese Zeit passt auch die Nachricht aus Jettingen-Scheppach, wo die örtliche SPD ihre Auflösung angekündigt hat. Rothermel: "Viele Menschen ziehen sich zurück. Das macht Sorge."

Für ihn selbst ist der Weg klar. Seine Arbeit im Rathaus möchte er weitere sechs Jahre fortsetzen. Ein Gegenkandidat ist nicht in Sicht. Bei der Powerpointpräsentation der wichtigsten Geschehnisse seiner bisherigen Amtszeit spürt man bei Rothermel Gelassenheit. Er weiß, dass er keine Bewerbungsrede halten muss und so kommentiert er die Stationen seiner Arbeit locker und bisweilen humorvoll. Doch er sagt auch, dass es in seiner Amtszeit bisweilen bittere Momente gegeben habe: Zu Beginn das gewaltige Hochwasser im Juni 2002, später die schwere Erkrankung seines langjährigen politischen Weggefährten Anton Maier.

Bürgermeister Rothermel ist jetzt offiziell nominiert

Aber in knapp sechs Jahren Amtszeit sei viel bewegt worden. Rothermel nennt unter anderem die umfassende Verbesserung des Hochwasserschutzes, die Neugestaltung des Heimatmuseums (mit dem Landkreis), den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Niederraunau, den jüngst abgeschlossenen Bau des neuen Bushaltepunktes am Bahnhof, die Umgestaltung der Munding-Kreuzung in einen Kreisverkehr, das neue Bürgerbüro im Rathaus, die Einrichtung der ersten Kinderkrippe im Landkreis und (zusammen mit dem Landkreis) die Weiterentwicklung des Krankenhauses und des Gymnasiums.

Die Rettungsleitstelle habe man in Krumbach halten können. Der Leitbildprozess habe wichtige Impulse gesetzt, das Kneipp-Projekt sei für Krumbachs Zukunft wegweisend.

Er bleibt seiner Linie treu

Sein Entwurf für die Zukunft? Rothermel bleibt hier seiner Linie treu. Auch an diesem Abend fällt das Stichwort "Mosaiksteinchen", ein Begriff mit dem Rothermel gerne eine kontinuierliche Entwicklung in kleinen, aber wegweisenden Schritten beschreibt. Das Kneipp-Projekt sieht Rothermel als große Chance für Krumbach. In den Bereichen Hochwasserschutz, bei der Dorferneuerung Niederraunau, bei den Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, in der Innenstadtgestaltung, aber auch bei der Entwicklung der Kreis- und Bezirkseinrichtungen gelte es unter anderem, Akzente zu setzen.

Eines müsse weiter gelten: Das "wir" müsse höher stehen als das "ich". Fast beiläufig sagt er dann gegen Ende: "Mir geht es wieder gut." Nach seinem Zusammenbruch im Festzelt 2006 waren auch Zweifel zu hören, ob Willy Rothermel fit sei für eine zweite Amtszeit. An diesem Abend spürt man, dass seine gute Form Willy Rothermel selbst große Freude bereitet. "Ich habe sogar wieder zum Tennisschläger gegriffen", erzählt er.

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