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Bürgermeisterwahl: Warum Krumbach keinen Wechsel wollte

Bürgermeisterwahl: Warum Krumbach keinen Wechsel wollte
Kommentar Von Peter Bauer
16.03.2020

Plus Wie die Wahl zu einem beeindruckenden Vertrauensbeweis für Bürgermeister Hubert Fischer wird. Aufschlussreich ist ein Blick nach Thannhausen.

92,2 Prozent erreichte er im Jahr 2014 als Alleinkandidat. 2008 waren es in der Bürgermeister-Stichwahl gegen den damaligen Amtsinhaber Willy Rothermel (CSU) 58,6 Prozent. Diesmal waren es für Hubert Fischer bei der Krumbacher Bürgermeisterwahl „nur“ 56 Prozent. Doch es spricht sehr viel dafür, dass dies für Fischer das stärkste Ergebnis ist, das er bislang bei einer Bürgermeisterwahl erhalten hat.

Ein Vergleich mit 2014, als Fischer keinen Gegenkandidaten hatte, scheidet von vorne herein aus. So bleibt der Blick auf 2008. Damals war Fischer für viele ein junger, dynamischer Hoffnungsträger. Nun ist er seit mittlerweile zwölf Jahren Bürgermeister. Das Bürgermeisteramt ist bekanntlich ein aufreibender und kräftezehrender Job. So tun sich Bürgermeister, die lange im Amt sind, nicht selten bei Wahlen schwer.

Bild: Alexander Sing

Bereits im November 2018 hatte die CSU angekündigt, dass sie einen formidablen Kandidaten gegen Fischer ins Rennen schicken will. Fischer endlich im Rathaus abzulösen: Das war das Hauptziel der CSU. Doch es gab in Krumbach schlichtweg keine Wechselstimmung, Fischers Politik hat über die Jahre hinweg offensichtlich viele Krumbacher überzeugt. So war die CSU am Ende von einer Ablösung Fischers über 17 Prozent entfernt, der erfahrene Kommunalpolitiker Gerhard Weiß kam gerade auf 32,8 Prozent.

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Verluste für die CSU auch bei der Stadtratswahl

Und es kam noch dicker für die Krumbacher CSU: Bei der Stadtratswahl verlor sie zwei Mandate. Die Jungen Wähler-Offene Liste (JW-OL), denen auch Fischer angehört, sind jetzt mit sechs Sitzen zweitstärkste Kraft. Damit sind sie mit der CSU sozusagen fast auf Augenhöhe. Und damit wird diese Wahl für Fischer zu einem Erfolg, zu einem geradezu kraftvollen Vertrauensbeweis, wie ihn viele im Vorfeld nicht erwartet hatten.

Was ist Thannhausen anders lief

Aufschlussreich ist ein Blick nach Thannhausen. Hier hat die CSU mit Alois Held einen jungen Kandidaten in die Bürgermeisterwahl geschickt, der in der Bevölkerung auf eine bemerkenswerte Weise punkten konnte und in der bevorstehenden Stichwahl nun Favorit ist. Natürlich ist die Situation von Thannhausen (Amtsinhaber Georg Schwarz kandidiert nicht mehr) mit Krumbach nur bedingt vergleichbar. Und doch werden sich bei der Krumbacher CSU wohl einige Gedanken machen, warum das in Thannhausen so viel besser für die CSU gelaufen ist.

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