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Foto: Alexander Kaya
Foto: Alexander Kaya

In der Illertisser Schranne diskutierten die Kandidaten von SPD, Grünen, CSU, FDP, AfD und Linken zu zentralen Fragen der Bundespolitik. Ein wichtiges Thema war die Corona-Krise.

Bundestagswahl 2021
16.09.2021

Wie stehen die Kandidaten im Wahlkreis Neu-Ulm zum Umgang mit Corona?

Von Peter Bauer

Plus Beim Wahlpodium unserer Redaktion in der Illertisser Schranne ist die Corona-Pandemie ein zentrales Thema. Die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten liegen weit auseinander.

All die Belastungen, die mit der Corona-Krise verbunden sind: Das war erwartungsgemäß ein zentrales Thema bei der Podiumsdiskussion mit den Bundestagswahl-Direktkandidaten im Landkreis Neu-Ulm. Ampel-Regelung für die Kliniken oder die Frage, ob der Arbeitgeber wissen darf, ob seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft sind? Die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten lagen weit auseinander.

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Das war die Podiumsdiskussion zum Wahlkreis Neu-Ulm

Im Raum stand an diesem Abend in der Schranne in Illertissen auch die Frage, wie die Folgen der Corona-Pandemie finanziert werden sollen und ob in diesem Zusammenhang eine Vermögenssteuer sinnvoll wäre. Alexander Engelhard, Direktkandidat der CSU, verwies darauf, dass sich die jeweils aktuelle Corona-Lage schnell ändere. Viele würden nach wie vor freiwillig Masken tragen. Unter anderem mit Blick auf den Schulbeginn sei Vorsicht geboten. Es gelte, eine Balance zu finden.

Karl-Heinz Brunner (SPD) betonte, dass Corona keine Ländergrenzen kenne. Es sollte bundesweit möglichst gleiche Vorschriften geben, Unterschiede seien oft nicht nachvollziehbar.

Wer hat sich bei der Podiumsdiskussion am besten geschlagen?

Alexander Engelhard (CSU)
Ekin Deligöz (Die Grünen)
Karl-Heinz Brunner (SPD)
Stimmen Sie ab!
Das Ergebnis ist nicht repräsentativ.

Wer hat sich bei der Podiumsdiskussion am besten geschlagen?

Anke Hillmann-Richter (FDP)
Xaver Merk (Die Linke)
Gerd Mannes (AfD)
Stimmen Sie ab!
Das Ergebnis ist nicht repräsentativ.

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So bewerten Kandidaten aus dem Wahlkreis Neu-Ulm die Corona-Regeln

Soll es gar einen Verdienstausfall für nicht geimpfte Arbeitnehmer geben, die in Quarantäne müssen? Xaver Merk (Linke) sprach von einem massiven Eingriff ins Arbeitsrecht. Eine hohe Impfquote sei wichtig, aber es dürfe nicht diesen indirekten Zwang geben. Ekin Deligöz verwies unter anderem auf die problematische Situation, in der sich Kinder derzeit befinden. Hier sei beispielsweise die Umsetzung einer 2-G-Regel mitunter schwierig. Bei Kindern unter zwölf Jahren sei die Impfung zur Zeit nicht möglich. Kinder hätten in der Pandemie einen hohen Preis bezahlt.

Die Kosten der Corona-Pandemie? Im Raum stehen rund 500 Milliarden Euro. Soll es in diesem Zusammenhang eine Vermögenssteuer geben? Anke Hillmann-Richter (FDP) sprach sich klar dagegen aus. Sie sprach in diesem Zusammenhang von der Bedeutung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Eine Vermögenssteuer sei mit Blick auf einen Schub für die Wirtschaft kontraproduktiv. "Aber wer soll den Schuldenberg bezahlen?", fragte Karl-Heinz Brunner (SPD). Starke Schultern könnten mehr als schwache Schultern tragen. Ekin Deligöz (Grüne) hob hervor, dass es wichtig sei, Steuerflucht zu verhindern.

Das denken die Kandidaten zur Bundestagswahl im Wahlkreis 255

Alexander Engelhard (CSU) war dagegen, den Mittelstand noch weiter zu belasten. Auch Gerd Mannes (AfD) lehnte mit Blick auf kleine und mittlere Unternehmen eine Vermögenssteuer ab. Sie sei schädlich. Ebenso klar sprach er sich gegen eine CO2-Steuer aus.

In der Debatte um das Vorgehen in der Corona-Krise wurde auch die Rolle der sogenannten Querdenker angesprochen. Welche Übereinstimmungen gibt es zwischen den Positionen der Querdenker und der AfD? Gerd Mannes (AfD) erklärte, dass es in der Corona-Krise viele konfuse Regelungen gegeben hätte, die für die Menschen nicht mehr nachvollziehbar gewesen seien.