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03.06.2009

Busunternehmen mit Touristik-Vollsortiment

Krumbach BBS - dieses Kürzel verbindet im Landkreis fast jeder Grundschüler ebenso wie viele Pendler oder zahlreiche Senioren mit den dunkelroten Bussen des gleichnamigen Unternehmens, das im mittelschwäbischen Raum maßgebend für einen reibungslosen Linien- und Ausflugsverkehr sorgt. BBS stand bisher für die Firmenbezeichnung "Brandner, Brugner, Schapfl", also von drei traditionsreichen Busunternehmen, von denen es die beiden Letzteren nicht mehr gibt. Inzwischen heißt die Buchstabenfolge "Brandner Bus Schwaben" oder beim Einsatz der Busse für amerikanische Europatouristen "Bavarian Bus Service".

Das ist nicht die einzige Neuerung, die Geschäftsführer Josef Brandner jun. im 83. Betriebsjahr und in der vierten Generation verantwortet. Sie gehört zur neuen Organisationsstruktur, die das Unternehmen mit seinen drei Standorten Krumbach, Thannhausen und Günzburg, mit 95 modernen Omnibussen und 150 Mitarbeitern in eine sichere Zukunft führen soll. Im Mittelpunkt, so der Firmenchef, stehe dabei der Kunde: "Als Vollsortimenter in Sachen Bus befördern wir Dreijährige in den Kindergarten, Schüler in die unterschiedlichen Unterrichtsstätten, Jugendliche und Berufstätige an ihre Arbeitsplätze und praktisch alle Generationen bei ihren Klassen- und Ausflugsfahrten oder dem öffentlichen Nahverkehr in den Landkreisen Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu." Dies muss nicht auf den Omnibus beschränkt sein. Die Dienstleistungen von BBS schließen die weltweite Vermittlung von Urlaubsfahrten und -flügen im Reisebüro ebenso ein, wie Touristinformationen allgemeiner Art und die Übernachtungsreservierung von Besuchern des Legoland-Freizeitparks.

Josef Brandner ist derzeit dabei, sein Unternehmen innerbetrieblich neu zu strukturieren und auf die drei Standorte im Landkreis auszurichten, wobei er größten Wert auf deren Vernetzung nach modernsten Erkenntnissen setzt: "Wir haben eine einheitliche Info-Nummer, über die der Kunde alles Wissenswerte schnell und optimal erfährt, gleichgültig, von wo er anruft und was ihn bewegt."

Die wichtigsten Strukturen stehen fest: Krumbach bleibt Hauptstandort des Unternehmens. An der Hans-Lingl-Straße befinden sich neben dem Busstandort Finanzbuchhaltung, Rechenzentrum, Informationstechnologie, Zentrale des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs und das Reisebüro. Schwerpunktmäßig im neuen Terminal am Günzburger Bahnhof angesiedelt wird der Vertrieb, bedingt durch die Nähe des Legoparks und der verkehrsgünstigen Lage. Hinzu kommt wie in Krumbach das Reisebüro, das alle Fahrten vom Linienverkehr mit dem Bus bis zur Bahnreise, dem Flug und der Tour mit dem Kreuzfahrtschiff vermittelt.

Busunternehmen mit Touristik-Vollsortiment

Technik in Thannhausen

In Thannhausen verbleibt der Bereich Technik, in dem alle größeren Reparaturen sowie spezielle Probleme an Steuerung, Elektronik und Klimaanlagen der Busse behoben werden. Für Brandner eine logische Konstruktion: "Stationiert sind in Thannhausen 50 Busse, in Krumbach 30 und in Günzburg 20. Die Instandhaltung geschieht dort, wo die meisten Busse stationiert sind." Für den Firmenchef gleichfalls wichtig: "Die Busse müssen am Ort des Geschehens sein, also auf das Einzugsgebiet verteilt." Deshalb werde es auch künftig bei den drei Betriebsstandorten bleiben.

In sie wurde zuletzt erheblich investiert (Brandner: "Allein in Günzburg war es über eine Million.") und besitzen inzwischen eine räumliche Ausdehnung, die für alle Bedürfnisse auf absehbare Zeit ausreicht. Ausnahme: In Krumbach wird das Erdgeschoss des bisherigen Busbüros zu einem Abfahrtsterminal mit Warteraum, Cafébar und Toiletten umgebaut. Brandner: "Wir können die auf den Bus wartenden Gäste nicht samt Koffern unter dem Vordach der Garage, Wind und Wetter ausgesetzt, stehen lassen."

Neuer Flexibus

Keinen Bedarf sieht der Unternehmer derzeit für das leer stehende Areal des ehemaligen Lidl-Marktes nördlich der Busgaragen. "Wir wollen nicht unbedingt die Buszahl erhöhen, vielmehr das Vertrauen der Kunden durch Leistung, Sicherheit, Qualität und Service erhalten und verbessern." In diesem Zusammenhang verweist er auf "geschulte, freundliche und hoch motivierte Busfahrer, einen modernen Fuhrpark und Busse mit einer Fahrgastzahl zwischen acht und 69 Personen". Die Personenbeförderung im mittelschwäbischen Raum soll im öffentlichen Linienverkehr sowie durch individuelle Transporte für Schwerbehinderte ergänzt werden.

Jüngstes Produkt: der Flexibus, der im Bereich Krumbach ab Juli telefonisch bestellt werden kann und die Fahrgäste von früh bis spät abends praktisch vor der Haustür abholt und auch dorthin zurückbringt.

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