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Ziemetshausen

31.07.2020

Corona-Fall in Ziemetshauser Kita: Gruppe muss schließen

Rund 160 Kinder besuchen das Kinderhaus „Märcheninsel“ in Ziemetshausen. Nachdem eines der Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden war, musste eine Gruppe vorübergehend geschlossen werden.

Plus Ein Kind, das die Kita in Ziemetshausen besucht, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Jetzt ist eine ganze Krippen-Gruppe in Quarantäne.

Seit einigen Tagen steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus wieder – auch im Landkreis Günzburg. Jetzt ist erstmals wieder eine Kindertagesstätte betroffen. Wie die Leitung des Kinderhauses „Märcheninsel“ in Ziemetshausen unserer Redaktion mitteilte, seien ein Kind, das die Einrichtung besucht, sowie dessen Eltern positiv getestet worden.

Die Krippengruppe, in der das Kind untergebracht ist, wurde daraufhin sofort geschlossen. Die vier Erzieherinnen der Gruppe sind nun ebenso für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne, wie die 15 Kinder mit jeweils einem Elternteil. Weitere Infektionsfälle in der Gruppe habe es aber laut Kita-Leiterin Iris Wojatschek nicht gegeben. „Wir sind froh, dass offenbar keine weitere Familie oder eine Erzieherin betroffen sind“, sagt Wojatschek. Auch alle anderen 23 Erzieherinnen in der Ziemetshauser Kita hätten sich nach Bekanntwerden der Infektion freiwillig bei ihren Hausärzten auf das Virus testen lassen. Bisher seien alle Tests negativ ausgefallen.

Am Dienstag erfuhr die Kita Ziemetshausen von der Corona-Infektion

Ein Elternteil hatte die Kita am Dienstag über die Infektion informiert, am Mittwoch stand dann fest: Auch der andere Elternteil und das Kind sind mit dem Virus infiziert. „Wir haben gleich das Gesundheitsamt verständigt und alle Eltern der Gruppe abtelefoniert“, erzählt Iris Wojatschek. Auch das Gesundheitsamt habe die betroffenen Familien betreut. Bei den restlichen Familien (insgesamt besuchen 160 Kinder die „Märcheninsel“) habe sie die Eltern teilweise beim Abholen ihrer Kinder informiert und die Nachricht über einen Aushang, die Homepage der VG Ziemetshausen und über diverse Eltern-WhatsApp-Gruppen verbreitet. „Zum Glück waren die Reaktionen der Eltern sehr verständnisvoll. Vielen war allerdings die aktuelle Lage etwas zu heiß und sie haben ihre Kinder vorzeitig in die Sommerferien mitgenommen.“

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Mittlerweile ist ein wenig Ruhe eingekehrt in der Einrichtung. Als Service gegenüber den Eltern in der Corona-Krise hat das Kinderhaus in diesem Jahr auf die sonst üblichen Schließtage verzichtet. Für Kinder, deren Eltern im Sommer keinen Urlaub mehr nehmen können, hat die Kita die ganzen Ferien über geöffnet. Deshalb ist Iris Wojatschek froh, dass der Betrieb in den anderen Gruppen weitergehen kann.

Corona im Kinderhaus "Märcheninsel": Hygienekonzept verhindert Ausbreitung

Das sei der Tatsache zu verdanken, dass man das Hygienekonzept der Staatsregierung strikt umgesetzt habe, sagt die Leiterin. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem: keine Vermischung der Kinder innerhalb und außerhalb des Kinderhauses, Maskenpflicht für die Erzieherinnen bei der Essensausgabe, regelmäßige Desinfektion, Einhaltung der Abstandsregelungen und regelmäßige Belüftung der Räumlichkeiten. So habe man eine Ausbreitung verhindern können. „Bei der Größe unserer Einrichtung müssen wir uns strikt daran halten“, betont Wojatschek. „Sonst kann das schnell ganz andere Dimensionen annehmen.“

Aktuell laufen an allen Kitas im Freistaat die Vorbereitungen auf das neue Kindergarten-Jahr. Im September soll zum Regelbetrieb zurückgekehrt werden – falls es das Infektionsgeschehen zulässt. So lange müssen die Kinder der Krippengruppe aber nicht warten. Sie dürfen am 11. August wieder aus der Quarantäne zurückkehren.

Kita Ziemetshausen: Weitere Corona-Infektionen sind nicht ausgeschlossen

Iris Wojatschek hofft, dass der Kita und den Familien eine solche Situation in Zukunft erspart bleiben wird. „Wir haben jetzt aber auch gesehen, dass sich eine solche Situation beherrschen lässt, wenn man die richtigen Maßnahmen trifft, und schnell reagiert.“ Zwar könne nicht ausgeschlossen werden, dass doch weitere Infektionen auftreten. Es sieht aber so aus, als hätte die Kita diese kleine Krise gut gemeistert.

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