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Krumbach

09.12.2020

Corona: So hat sich die Lage im Krumbacher BRK-Seniorenzentrum entwickelt

Das BRK-Seniorenzentrum an der Rotkreuzstraße steht derzeit unter amtlicher Quarantäne. 56 der Bewohner sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, ebenso wie 31 Mitarbeiter. Mit einer Sondergenehmigung dürfen nun auch positiv getestete, aber symptomfreie Mitarbeiter positivgetestete Bewohner pflegen.
Bild: Peter Bauer

Plus Im unter amtlicher Quarantäne stehenden BRK-Seniorenzentrum in Krumbach ist die Personallage nach Sondergenehmigung ein wenig entspannter. Wie Reihentestungen laufen.

Etwas entspannt hat sich die Personallage im Seniorenzentrum des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Krumbach. Dafür gesorgt hat auch eine Sondergenehmigung des Gesundheitsamtes. Das Heim steht wegen zahlreicher Corona-Fälle unter Quarantäne. Wie geht man im Heim mit der Situation um?

Neben 63 positiv auf das Corona-Virus getesteten Bewohnern waren auch 30 Mitarbeiter positiv getestet und in Quarantäne geschickt worden. Die Einrichtung bemühte sich deshalb um eine Sondergenehmigung beim Gesundheitsamt, nach der positiv getestete, aber symptomfreie Mitarbeiter bei positiv getesteten Bewohnern eingesetzt werden dürfen.

BRK-Seniorenheim in Krumbach: Personal wird knapp

Wie Daniel Freuding, Geschäftsführer beim BRK-Kreisverband Günzburg, nun auf Anfrage mitteilte, können „dank der schnellen Bearbeitung unserer Anträge auf Sondergenehmigungen vereinzelt positiv getestete aber symptomfreie Mitarbeiter wieder zur Betreuung positiv getesteter Bewohner eingesetzt werden“. Dies entspanne die kritische Personalsituation leicht.

Praktisch ein Drittel des Personals des Seniorenzentrums war wegen der Quarantäne ausgefallen. Freuding betont, dass diese Mitarbeiter ausschließlich bei positiv getesteten Bewohnern eingesetzt werden dürfen. Das Personal arbeite derzeit in Zwölf-Stunden-Schichten in der Pflege. Es erfordere einigen Aufwand, bis das Personal ins unter Quarantäne stehende Seniorenzentrum eingeschleust sei mit allen Anforderung wie Schutzkleidung und Desinfektion. Natürlich hätten die Mitarbeiter in den langen Schichten auch entsprechende Pausen.

Daniel Freuding ist Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes.
Bild: Bernhard Weizenegger

Corona: Pflegepersonal im Landkreis Günzburg wird regelmäßig getestet

Inzwischen werden Mitarbeiter und Bewohner auch regelmäßig mehrmals pro Woche getestet. Normalerweise geschehe das montags und freitags durch eine Firma, die, beauftragt vom Gesundheitsamt, ins Haus komme. Am Tag dieser Reihentestung wird für das Personal und die noch mobilen Bewohner im Heim dann eine Teststation aufgebaut, wo die erforderlichen Nasen- und Rachenabstriche abgenommen werden. Die nicht mobilen Bewohner besucht ein Mitarbeiter der Firma zur Testabnahme direkt in deren Zimmern.

Wer jeweils getestet wird, entscheidet das Gesundheitsamt. Es schickt vorab eine Liste, da ja organisiert werden müsse, dass Mitarbeiter, die gerade keinen Dienst zum Testtermin haben, sich trotzdem vor Ort einfinden, erklärt Freuding im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wie die Übermittlung der Corona-Testergebnisse erfolgt

Die Übermittlung der Testergebnisse erfolge dann durch das Gesundheitsamt direkt an die Mitarbeiter. Die Ergebnisse der Bewohner würden den jeweiligen Pflegedienstleitungen übermittelt, die diese dann an die Betroffenen weitergäben.

Bei den derzeit 86 Bewohnern (die Zahl schwankt, da sich immer wieder auch Bewohner im Krankenhaus befänden) seien bei den aktuellen Testergebnissen keine neuen positiven Fälle hinzugekommen, der Stand sei weiterhin bei 56 positiv Getesteten.

Sie befinden sich innerhalb des Seniorenzentrums in Quarantäne, müssen also in ihren Zimmern bleiben. Allerdings zeichne sich ab, dass wohl einige von ihnen nun negative Tests haben würden.

Man erwarte entsprechende Ergebnisse am Mittwochabend. Bei den 92 Mitarbeitern im Krumbacher Seniorenzentrum sind es aktuell 31 positiv Getestete. Da das Krumbacher BRK-Seniorenzentrum derzeit unter amtlicher Quarantäne steht, könne man auch niemanden neu aufnehmen, informiert Freuding. Für Plätze im Heim gebe es jedoch eine Warteliste von über 50 Personen.

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