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Gemeinderatssitzung

26.02.2018

DSL-Ausbau führt zu Rekord-Haushalt

Waltenhausen misst den niedrigsten Schuldenstand seit Jahren

Bis auf wenige Mindereinnahmen, beziehungsweise vertretbare Mehrausgaben, beinhalteten die Zahlen aus dem Haushaltsplan 2018, den die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach, Barbara Fetschele, bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats Waltenhausen vortrug, durchwegs Positives. So rechnet die Gemeinde heuer mit Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 320000 Euro, das sind 155000 Euro mehr als im Haushaltsplan 2017 angesetzt. Auch die Einnahmen aus der Einkommensteuerbeteiligung werden sich voraussichtlich um rund 76000 Euro erhöhen und ergeben somit rund 343000 Euro. Lediglich bei den Schlüsselzuweisungen werden am Jahresende nur rund 212000 Euro, 11200 Euro weniger als im Vorjahr, auf der Habenseite stehen. Immerhin können aus dem Verwaltungshaushalt heuer gut 242000 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden und die Allgemeine Rücklage wird sich um über 135000 auf 314000 Euro erhöhen. Bei einem Schuldenstand von knapp 20000 Euro, dem niedrigsten seit über zehn Jahren, ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 27 Euro bei 704 Einwohnern.

Ausschlaggebend für den Rekordhaushalt 2018 mit einem Gesamtvolumen von 2,529 Millionen Euro (Vorjahr rund 1,836 Millionen) sind die Ansätze für die Maßnahmen beim Breitbandausbau DSL, die sich sowohl bei den voraussichtlichen Herstellungskosten mit 690000 Euro als auch bei dem zugesagten Staatszuschuss in Höhe von 551800 Euro auswirken. Dementsprechend entfallen auf den Verwaltungshaushalt rund 1,2 Millionen Euro (Vj. rund 960000) und auf den Vermögenshaushalt rund 1,32 Millionen Euro (Vj. rund 873000).

Fetschele listete weitere Einzelbeträge aus dem Etat auf und ging auf die Verwendung in den Einzelplänen ein. Fast unverändert sind Einnahmen aus Grundsteuern mit 72500 Euro, um 17000 Euro weniger fällt die pauschale Investitionszuweisung des Staates mit 141400 Euro aus. Die Betriebskostenförderung für Kindergärten beträgt 75000 Euro und die Einnahmen aus Kanal- und Wassergebühren sind mit rund 60000 Euro angesetzt. Der Verkauf von Bauplätzen bringt 56000 Euro, die Erschließungs-, Kanal- und Wasserbeiträge rund 101000 Euro und der Zuschuss für den Radweg Hairenbuch-Ebershausen beläuft sich auf 225000 Euro.

Den Einnahmen stehen Ausgaben gegenüber: Gastschulbeiträge 82000 Euro, Ausgaben für Kinderbetreuung 137000 Euro, Unterhalt, Beleuchtung, Strom und Winterdienst für Gemeindestraßen und Feldwege 46000 Euro, Kosten für Wasser- und Abwasserversorgung rund 68000 Euro. Um 36 000 Euro auf gut 300000 Euro ist die Kreisumlage gestiegen und mit 70000 Euro ist die Gewerbesteuerumlage fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (rund 38000). Neben dem DSL-Ausbau sind im Vermögenshaushalt 203000 Euro für Schlussrechnung Lärmschutzwand und Straßenbeleuchtung im neuen Baugebiet, das Prozessleitsystem für die Wasserversorgung mit 10000 Euro, der Zuschuss für die Mittelschule in Krumbach mit 59000 Euro, Vermessung und Schlussrechnung Radweg 140000 Euro und Nachzahlung für Grundstückskauf 45000 Euro zu erwähnen. Bürgermeister Karl Weiß lobte die sorgfältige Vorbereitung des Haushaltsplans durch die Kämmerei der VG, sodass es keiner Rückfragen seitens der Ratsmitglieder bedurfte und der Etat und die Haushaltssatzung samt Anlagen einstimmig beschlossen wurde.

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