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Bühne

15.11.2013

Da fliegen sogar die Knödel

Das Leben der anderen ist einfach besser – darum wird im Theaterstück „Omdrääht“ munter getauscht: (von links, jeweils oben und unten) Viehhändler Jackl (Markus Lecheler) mit Wirtin Veronika (Margit Schmid), der Künstler Simpl (Philipp Kober) mit dem Herrn Rat (Franz Keller), die Gerichtsschreiberin Georgine (Tamara Jehle) mit Kräuterfrau Gundl (Bärbl Strobel) und der Haddl (Hermann Jehle) mit seiner geschwätzigen Frau Theres (Monika Kober).
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Das Leben der anderen ist einfach besser – darum wird im Theaterstück „Omdrääht“ munter getauscht: (von links, jeweils oben und unten) Viehhändler Jackl (Markus Lecheler) mit Wirtin Veronika (Margit Schmid), der Künstler Simpl (Philipp Kober) mit dem Herrn Rat (Franz Keller), die Gerichtsschreiberin Georgine (Tamara Jehle) mit Kräuterfrau Gundl (Bärbl Strobel) und der Haddl (Hermann Jehle) mit seiner geschwätzigen Frau Theres (Monika Kober).
Bild: Rebekka Jakob

Zum 25. Jubiläum spielt die Theaterabteilung der DJK Breitenthal „Omdrääht“

Breitenthal 25 Jahre ist es jetzt her, dass in Breitenthal zum ersten Mal der Theatervorhang aufging. 25 Jahre, in denen der Theaterabteilung der DJK Breitenthal der Spaß, die Ideen und die Munition nicht ausgegangen sind. Bewiesen hat das die Premiere von „Omdrääht“ im Vereinsheim – erneut vor ausverkauftem Haus und diesmal sogar mit aktiver Publikumsbeteiligung.

Vor dem Auftritt hatte Abteilungsleiter Nikolaus Schlosser noch ein paar Zahlen aus der Abteilungsgeschichte parat: Neun Souffleusen haben die Theaterspieler in 25 Jahren „verschlissen“, mit Susanne Wohlhöfler saß heuer die zehnte erstmals im Kasten unter der Bühne. 38 Schauspieler haben bei der DJK schon mitgespielt – einmal stand sogar Chefbühnentechniker Urban Jakob als Darsteller auf den Brettern, die die Welt bedeuten. „Er hat aber dann doch gemerkt, was ihm besser liegt“, so Schlosser.

599 Mal ging in 25 Jahren der Vorhang im Vereinsheim fürs Theater auf – das erste Mal für „Solo mit Hindernissen“, bei dem neben Schlosser auch die aktuellen Darsteller Monika Kober, Hermann Jehle und Bärbl Strobel sowie Jugendtheaterleiterin Angelika Schlosser mitgespielt haben. Neu ist die Technik, die sich die Theaterabteilung geleistet hat – erstmals unter Regie von Lukas Schlosser.

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Die ganze Erfahrung aus 25 Jahren Theaterspiel und der frische Wind, den die jüngeren Schauspieler in den vergangenen Jahren mitgebracht haben, spiegelte sich auch in der Premiere von „Omdrääht“ wieder. Die Komödie von Peter Landstorfer spielt zwar in längst vergangener Zeit, das Thema ist aber immer noch aktuell: Es geht um Neid, um das Gefühl, den anderen gehe es doch immer besser als einem selbst.

Da ist der Richter (Franz Keller), der in seinem Gerichtssaal oft angelogen wird und lieber nicht Akten und Bücher wälzen möchte. Da ist seine Gerichtsschreiberin Georgine Dipfl (Tamara Jehle), die viel lieber draußen wäre als in der stickigen Amtsstube. Die Kräuterbinderin Gundl (Bärbl Strobel) dagegen hat genug vom Schleppen ihres schweren Korbes durch die Kälte und wäre lieber im Warmen. Der Preller Jackl (Markus Lecheler) verdient sein Geld als Viehhändler – und beneidet Wirtin Veronika (Margit Schmid). Dabei hat die gar keine Lust auf „Knedl dreha“ und „der Gast ist König“. Poet Simpl (Philipp Kober) hat genug von seiner brotlosen Dicht- und Malkunst. Und der Duckerer Haddl (Hemme Jehle) möchte auch mal gern das letzte Wort haben, das wie die meisten anderen Wörter aber stets aus dem Mund seiner resoluten Frau, der Großbäuerin Theres (Monika Kober) kommt.

So reift in den acht Protagonisten der Plan, es doch einmal „Omdrääht“ zu machen – und in die vermeintlich so angenehme Rolle des anderen zu schlüpfen. Es tauschen der Preller Jackl und die Wirtin Veronika, die Kräuterfrau Gundl und die Gerichtsschreiberin Georgine, der Herr Rat und der Simpl, und auch bei den Duckerers ist jetzt alles anders: Theres muss schweigen, Haddl darf „Schwätza! Schwätza, schwätza, schwätza, schwätza! Und Du hältsch dei Maul!“. Dabei geht es teilweise schön wild zu zwischen Amtsstube und Dorfwirtschaft – bei der Premiere flog sogar ein frisch gedrehter Knödel von der Bühne, sehr zur Gaudi des begeisterten Premierenpublikums.

Ob dieser Rollentausch wirklich gut geht, erfahren die Zuschauer noch in sechs weiteren Vorstellungen im Vereinsheim Breitenthal: Am Freitag, 15., Samstag, 16. (jeweils 20 Uhr), am Sonntag, 17., (19 Uhr), am Freitag, 22. und Samstag, 23., (jeweils 20 Uhr) und am Sonntag, 24. November um 19 Uhr. (rjk)

Karten gibt es im Vorverkauf unter Telefon 0162/4849667 (keine SMS!) von Montag bis Freitag zwischen 17 und 18.30 Uhr und an der Abendkasse.

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