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Münsterhausen

25.05.2020

Darum steht zur Zeit ein Riesenrad in Münsterhausen

Die Wartungsarbeiten am Riesenrad sind inzwischen weit fortgeschritten, die Gondelträger für die 24 Gondeln sind wieder montiert. So kommt das Riesenrad dem ursprünglichen Aussehen wieder näher.
Bild: Werner Glogger

Plus Weithin sichtbar ragt derzeit ein Riesenrad über das Mindeltal auf. Wir haben beim Hersteller Gerstlauer in Münsterhausen nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Ohne in den Genuss des „Höhenfluges“ zu kommen, kann man zurzeit in Münsterhausen ein Riesenrad bestaunen. Es überragt die Häuser im Ort, ist von Weitem im Mindeltal sichtbar und befindet sich auf dem Werksgelände der Gerstlauer Amusement Rides GmbH. Dabei stand es bis vor einigen Wochen noch an ganz anderer Stelle.

Es gehört der Heinrich Willenborg GmbH, einem Betrieb moderner Schau-, Fahr- und Belustigungsgeschäfte in München. Von Anfang Januar an drehte es seine Runden im Rahmen des „Leipziger Eistraums“ auf dem Augustusplatz in Leipzig und erfreute dort Tausende Besucher, bis Corona den Betrieb Anfang März zwangsweise beendete.

Riesenrad von Gerstlauer kann ohne Kran auf- und abgebaut werden

Dank seiner technisch raffinierten Konstruktion kann dieses Riesenrad schnell und unkompliziert ohne Kran als Hilfsmittel auf- und abgebaut werden. „Es baut sich quasi selber auf und ab“, erklärt Erwin Haider, Sicherheitsbeauftragter und zuständig für Ausbildung in der Herstellerfirma Gerstlauer, die auch Achterbahnen, Rundfahrgeschäfte und Transportsysteme herstellt. Der Transport von Leipzig nach Münsterhausen erfolgte mittels eines großräumigen Lastwagens.

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Das „Willenborg-Riesenrad“ ist 43 Meter hoch und besticht durch seine leichte Architektur mit nur vier Stützen und den auskragenden Gondelträgern in Zackenform. Durch die außen hängenden 24 Gondeln mit je acht Plätzen ist ein ungehinderter Panoramablick für alle Fahrgäste möglich. Die LED-Beleuchtung garantiert in den Abendstunden ein Lichtspektakel. Laut Haider verfügt das Riesenrad über ein nachhaltiges Antriebssystem, das unter anderem mit Energierückgewinnung mit Energiespeicher und Spitzenlastreduktion arbeitet, um Energie einzusparen.

Betreiber musste alle Veranstaltungen absagen

Doch warum steht das Riesenrad denn nun in Münsterhausen? Wie alle anderen Schausteller leidet zurzeit auch der Betreiber Willenborg massiv unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Infolge des Verbotes für alle Veranstaltungen musste das Riesenrad seine Reise in den Herstellungsort Münsterhausen antreten, wo es auf dem Werksgelände aufgebaut, danach teilweise für Wartungsarbeiten wieder zerlegt und für den nächsten Einsatz optimiert wird. Um sicherzugehen, dass alles einwandfrei funktioniert, bauen die Arbeiter das Riesenrad wieder zusammen und prüfen es bei mehreren Testläufen.

Der Besitzer Willenborg hofft, dass das Riesenrad bald wieder viele Fahrgäste sanft, energiesparend und ressourcenschonend in die Höhe tragen kann.

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