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25.10.2007

"Das ist nicht nur eine Thannhauser Sache"

Die Debatte um das neue Rathaus in Thannhausen ist längst zu einem Dauerbrenner geworden. Gerhard Glogger (Bürgermeister von Balzhausen) und Anton Hartl (Bürgermeister von Münsterhausen) betonen im Gespräch mit unserer Zeitung, dass in der bisherigen Diskussion die Belange der Verwaltungsgemeinschaft zu wenig berücksichtigt würden.

Von Peter Bauer

Thannhausen - Die Debatte um das neue Rathaus in Thannhausen ist längst zu einem Dauerbrenner geworden. Gerhard Glogger (Bürgermeister von Balzhausen) und Anton Hartl (Bürgermeister von Münsterhausen) betonen im Gespräch mit unserer Zeitung, dass sie in der bisherigen Diskussion die Belange der Verwaltungsgemeinschaft (VG) zu wenig berücksichtigt sehen würden. Die VG sei eine "eigene Institution", sagt Glogger. Der Bau eines neuen Verwaltungsgebäude werde von allen drei Mitgliedskommunen Thannhausen, Balzhausen und Münsterhausen gemeinsam getragen, das sei "nicht nur eine Thannhauser Sache". Thannhausens Bürgermeister Johannes Schropp stimmt Glogger und Hartl zu und hebt das stets gute Einvernehmen innerhalb der VG hervor.

Am Dienstag, 6. November könnte es im Thannhauser Stadtrat zu einer weiteren wegweisenden Debatte kommen. Schropp geht davon aus, dass bis zur Sitzung eine Bewertung des vom Bürgerforum initiierten Bürgerbegehrens vorliegen werde. So könne eventuell bereits am 6. November die Frage geklärt werden, ob es zu einem Bürgerentscheid komme. Dieser müsste dann, so Schropp innerhalb von drei Monaten stattfinden. Dies würde bedeuten, dass der Termin eines Bürgerentscheids nicht mit dem Termin der Kommunalwahl zusammenfallen würde. Das Bürgerforum hatte vor kurzem rund 860 Unterschriften im Rathaus abgegeben. Ziel des Bürgerbegehrens sind unter anderem ein Bebauungsplan für Teile der Innenstadt und der Erhalt des "Engel". Schropp berichtete jetzt, dass von den rund 860 Unterschriften wohl 762 rechtlich in Ordnung seien und damit das so genannte Quorum für einen Bürgerentscheid klar erreicht sei. So könnte es am 6. November in Sachen Bürgerentscheid eine weitere wichtige Weichenstellung geben. Schropp sagt, dass er selbstverständlich jedes Ergebnis eines Bürgerentscheids akzeptieren würde. Er sieht für seine Linie in Thannhausen aber nach wie vor eine klare Mehrheit.

Kritik zurückgewiesen

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Die Entscheidung der Verwaltungsgemeinschaft, den Weg für die Auftragsvergabe an einen Architekten freizumachen, war vom Bürgerforum, aber auch aus den Reihen der Fraktionsvorsitzenden zuletzt mit deutlichen Worten kritisiert worden. Schropp, Glogger und Hartl weisen diese Kritik im Gespräch mit den MN entschieden zurück. Politische Spaltung werde in erster Line vom Bürgerforum betrieben. Glogger gibt zu bedenken, dass die Art der bisherigen Diskussion für die Verwaltungsgemeinschaft nicht förderlich sei. Die Verwaltungsgemeinschaft sei entschieden hinter dem Architektenwettbewerb gestanden. Nun gelte es, auch zu den einmal gemeinsam gefassten Beschlüssen zu stehen. Im Thannhauser Rathaus hätten mit einem Vertreter des 1. Preisträgers aus Stuttgart bereits erste Gespräche stattgefunden. Schropp hebt hervor, dass es für Thannhausen ein Glücksfall sei, gemeinsam mit der VG ein neues Verwaltungsgebäude zu bauen. Bei der Realisierung des Hochwasserschutzes habe Thannhausen bereits erhebliche Belastungen zu schultern. Deswegen sei es für die Stadt wichtig, dass der Neubau eines Rathauses gemeinsam von Thannhausen, Balzhausen und Münsterhausen übernommen werde.

Der Neubau sei ein gemeinsames Projekt der VG sagt auch Balzhausens Bürgermeister Glogger. Daher sei es notwendig, dass die VG in den Entscheidungsprozess auch angemessen einbezogen werde. Und mit Nachdruck erklären Schropp, Glogger und Hartl: "Wir wollen uns kein Denkmal setzen."

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