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Neujahrsempfang

08.01.2018

Das kleine Waltenhausen hat viel geleistet

Mit Verweis auf die intakte Dorfgemeinschaft blickte Bürgermeister Karl Weiß zufrieden auf die Leistungen des abgelaufenen Jahres und stimmte auf neue Herausforderungen ein

Mit dem traditionellen Neujahrsempfang startete die südlichste Landkreisgemeinde ins neue Jahr und durfte gleichzeitig ein kleines Jubiläum feiern. „Zum Dank und als Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements und der regen Mitarbeit zum Gemeindewohl“ lautete zum zehnten Mal die Einladung zu dieser Feierstunde am Jahresbeginn. So hieß Bürgermeister Karl Weiß neben Ehrengästen gut 70 Mitbürger in der familiären Runde im Bürgerheim willkommen, die von der Musikkapelle Waltenhausen mit einem stimmungsvollen Musikstück eingeleitet wurde. Seit seiner Amtseinführung im Jahr 2008 gilt für Weiß in seiner Aufgabe als Bürgermeister das Losungswort „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es“, was sich im abgelaufenen Jahr in seinem Rückblick abermals bestätigt hat. Neben umfangreichen Maßnahmen konnte Dank eines ausgeprägten Gemeinschaftssinnes die Gemeinde in mehrfacher Hinsicht profitieren. Eingangs ging Weiß auf die Bundestagswahl und die folgenden politischen Ereignisse ein, bevor er die Erweiterung des neuen Baugebietes „Waltenhausen Süd-West“, dessen Erschließung bis auf die Lärmschutzwand abgeschlossen ist und nun acht weitere Bauplätze zur Verfügung stehen, erwähnte. Hierauf habe sich eine rege Nachfrage ergeben, was nicht zuletzt auf den Ausbau des Radwegenetzes in und um die Gemeinde sowie auf die geplanten Ausbaumaßnahmen des Breitbandnetzes zurückzuführen ist.

Trotz der großzügigen staatlichen Förderung hat der neue Radweg von Hairenbuch nach Ebershausen den Gemeindehaushalt erheblich belastet. Nach Fertigstellung des letzten Teilstückes sei der nun durchgehende Radweg von Waltenhausen nach Krumbach „mit Sicherheit einer der schönsten und wichtigsten in unserer Umgebung“, schwärmte Weiß. Mit dem im Jahr 2016 erstellten Energienutzungsplan sind jetzt die darin gesetzten Ziele zum Nahwärmenetz vorerst erfüllt: 41 Wohnhäuser sind angeschlossen, was einer Einsparung von jährlich 120000 Litern Heizöl und einer Verringerung von 300 Tonnen CO2 zur Folge hat. Der Familie Rampp als Betreiber der Biogasanlage zollte Weiß Dank und Anerkennung für den reibungslosen Ausbau des Netzes. Als eine Investition in die Zukunft bezeichnete Weiß die Sanierung und die damit verbundenen Investitionen im Bürgerheim. Neuer und stärkerer Stromanschluss, teilweise Erneuerung der Elektroinstallation, Ausbau der alten Heizung und Anschluss an das Nahwärmenetz gehören dazu. Lobenswert sei der Einsatz von 25 freiwilligen Helfern die in 280 Arbeitsstunden die Kapelle in Hairenbuch seit Herbst in neuem Glanz erstrahlen lassen. Ebenso erhielt der Vorplatz bei der Pfarrkirche mit Granitzeilen und neuer Asphaltierung ein gediegenes Aussehen. Von den beteiligten Hausbesitzern beim Landeswettbewerb „Der Garten als Lebensraum“ zeichnete die Jury Lissi Schnatterer, Sieglinde Weiß, Michael Maul und Willi Höck aus.

Zügig vorangetrieben werden, kann nun nach Erhalt des Förderbescheides über 551000 Euro der Breitbandausbau, wobei die Gemeinde selbst 140000 Euro schultern muss. Mit der nötigen Funktechnik wird der Brunnen in Hairenbuch ausgestattet, um die Trinkwasserversorgung komplett in das Prozessleitsystem zu übernehmen.

Weiß kündigte ferner an, dass die Gemeinde nach 20 Jahren neue Berechnungen für die Gebührensatzung zur Trinkwasserversorgung und zum Abwasser erstellen muss. „Mit Sicherheit ergeben sich im Lauf des Jahres weitere Aufgaben, die wir aber in unserer intakten Dorfgemeinschaft bestimmt lösen können“, blickte Weiß am Ende seiner Ausführungen zuversichtlich ins neue Jahr. Mehrere heitere Beiträge leistete der aus Ettlishofen stammende Heimatdichter German Schwehr mit seinen selbst verfassten schwäbischen Gedichten, die er in mehreren Büchern aufgeschrieben hat. Im „Weihnachtsdrama“, „Die Blamage“, im „Kuhhandel“ und in weiteren aus dem Leben stammenden Geschichten gab es viel zu Lachen und zum Schmunzeln. Für das leibliche Wohl sorgten die Frauen des Pfarrgemeinderates beim anschließenden Stehimbiss.

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