23.04.2018

Debatte um Hotspot

Die Mehrzweckhalle der Maria-Theresia-Grundschule.
Bild: Karl Kleiber

Konträre Meinungen in Balzhausen

Bei der jüngsten Sitzung stand unter anderem die Beratung über die Mehrkosten für einen Hotspot in der Mehrzweckhalle bei der Maria-Teresia-Grundschule Balzhausen auf der Tagesordnung. Erneut wurde über den nun geänderten Bauantrag, jetzt für ein Zweifamilien-Haus, an der Bürgermeister-Sailer-Straße diskutiert und beschlossen.

Im Rahmen der Digitalisierungs-Maßnahme im Freistaat Bayern wird das kostenlose WLAN-Netz ausgeweitet. Über die Einrichtung eines Hotspots am neuen Gemeinde-Zentrum wurde bereits im Februar 2017 im Gremium beraten. In Erwägung wurde auch ein Spot in der Mehrzweckhalle bei der Grundschule gezogen. Inzwischen fand im Februar 2018 eine Ortsbegehung in der Halle statt, die positiv verlaufen ist. Die Messungen ergaben jedoch, dass ein Hotspot nicht ausreicht, da in der Halle viel Beton verbaut ist. Deshalb müssen drei zusätzliche Indoor-Accesspoints (verstärkende Sender) das Areal abdecken.

Die Kosten für diese zusätzlichen Points samt Grundgebühr würden sich auf monatlich 62 Euro zuzüglich der Kosten für den Internet-Anschluss belaufen, erläuterte Bürgermeister Daniel Mayer. Wollen wir diese Mehrkosten von jährlich 744 Euro tragen?

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Nun kam viel Für und Wider im Gremium auf. Michaela Leinweber äußerte, dass sie grundsätzlich und nicht wegen der Kosten gegen Hotspots in Balzhausen sei. Besonders in der Mehrzweckhalle sei ein solcher nicht notwendig. Warum soll die Gemeinde allein für diese Kosten aufkommen, warf Wolfgang Bollinger ein. Die Vereine sollten sich über die Nutzungsgebühr anteilsmäßig an den Kosten beteiligen, war seine Meinung. Wenn die Vereine mitmachen, wäre er für diesen Spot. So sahen es auch Bürgermeister und seine Stellvertreterin Adelinde Baur.

Ist dies eine kommunale Aufgabe?

„Die Jugend will diesen Hotspot haben“, verlautbarte Herbert Wieser. „Die Gemeinde gibt sonst auch viel Geld aus, warum wird dort gespart?“ Herbert Scheffler konterte: „Wer ins Internet über WLAN will, soll sich dies selber leisten.“ Nun kamen Zweifel auf, ob der Unterhalt von Hotspots überhaupt eine kommunale Aufgabe sei. Wolfgang Neu stellte eindeutig klar, dass dies in der heutigen Zeit wohl eine Aufgabe der Gemeinde sei.

Letztendlich einigte man sich mit 10:3, dass die Vorstände der Vereine, die die Halle benutzen, wegen einer Kostenbeteiligung angeschrieben werden. Sollten diese positiv sein, werde sich das Gremium erneut beraten.

Der im März 2018 gestellte Antrag für den Bau eines Dreifamilien-Hauses an der Bürgermeister-Sailer-Straße im Geltungsbereich „Kellerberg II“ wurde damals noch vor der Beratung durch den Gemeinderat von der Bauherrin zurückgezogen, da dieser nicht rechtskonform war. Nach einer Umplanung stellte sie nun einen neuen Antrag, der nun nur noch zwei Wohneinheiten vorsieht. Dennoch wird die festgesetzte Grundflächen-Zahl um 0,3 Punkte überschritten. Aufgrund der mit 13:0 erteilten Befreiung darf auch die Grundflächenzahl bei den geplanten Stellplätzen überschritten werden. (kk)

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