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Neuburg/Kammel

22.09.2020

Dem Markt Neuburg geht der Platz in der Kinderkrippe aus

Die Kindertagesstätte in Neuburg ist voll belegt. Eine Erweiterung in naher Zukunft ist unumgänglich. Dieter Jehle

Plus Vor allem in der Kinderkrippe gibt es in Neuburg zu wenig Betreuungsplätze. Jetzt ist in der Gemeinde ein Kriterienkatalog für Aufnahme im Gespräch.

Wann realisiert die Gemeinde Wiesenbach den Neubau einer Kindertagesstätte? Diese Frage ist auch für Neuburgs Markträte akut. In der jüngsten Sitzung im Marktrat wurde deutlich, dass die Plätze in der Neuburger Einrichtung rar sind. Bürgermeister Markus Dopfer sprach von einem Engpass, vor allem in der Kinderkrippe.

Träger der Neuburger Kindertagesstätte ist die Katholische Kirchenstiftung „ Mariä Himmelfahrt“. Der Markt Neuburg übernimmt allerdings vom jährlich auflaufenden Defizit 90 Prozent. Im Neuburger Kindergarten sind derzeit vier Gruppen sowie eine Kinderkrippe untergebracht. Beide Einrichtungen sind voll belegt. Momentan werden in den vier Kindergartengruppen 100 Kinder, davon neun aus Wiesenbach, und in der Kinderkrippe 15 Kinder (eines aus Wiesenbach) betreut. Die Nachfrage nach Plätzen in der Kinderkrippe ist hoch, derzeit können nicht alle Kinder aufgenommen werden. Es gibt eine Warteliste. Wie Bürgermeister Markus Dopfer mitteilte, müsste laut Landratsamt und Hochrechnungen nach dem „Hildesheimer Modell“ die Neuburger Kindertagesstätte um drei Gruppen und einen Turnraum erweitert werden. „Es handelt sich allerdings um eine Hochrechnung aus 2019“, so Dopfer. Gespräche mit Pfarrer Michael Kinzl als Träger der Einrichtung stünden an.

Wer soll in die Neuburger Krippe aufgenommen werden?

Max Hildebrand regte an, einen Kriterienkatalog für die Aufnahme in die Krippe zu erstellen. Hier müssten auch soziale Gesichtspunkte eine Rolle spielen, forderte er. Die Augen der Neuburger Ratsherren richten sich jetzt nach Wiesenbach. „Doch selbst, wenn Wiesenbach eine eigene Kindertagesstätte baut, ist unser Problem nicht gänzlich gelöst“, sagte der Rathauschef. Dennoch hänge die Neuburger Situation auch von den Nachbarn aus dem Sausental ab. „Es wäre gut, wenn die Wiesenbacher in die Gänge kommen“, meinte Hildebrand. Dopfer signalisierte ein baldiges Gespräch mit seinem Wiesenbacher Kollegen Edelmann. Johannes Huber regte an, sich nicht auf Hochrechnungen anderer zu verlassen. „Wir kennen unsere Situation am besten und sollten selbst mal rechnen und den Bedarf für die nächsten Jahre ermitteln.“

In Neuburg wird fleißig gebaut

Keine Einwände hatten die Markträte gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Baumhotel Kammel Auwald Behlingen“ der Gemeinde Kammeltal. Die Größe des Plangebietes liegt bei 0,48 Hektar. Der Bebauungsplan ist erforderlich, nachdem dort eine Betriebsleiterwohnung samt Garagen mit einer Fotovoltaikanlage errichtet werden soll.

Ein Bauwerber beabsichtigt in Naichen im östlichen Teil eines bebauten Grundstücks ein zweites Wohnhaus zu errichten. Die Markträte segneten das Bauvorhaben ab. Eine Erschließung über den östlichen Feldweg lehnten sie dagegen ab.

Keine Bebauung soll es am Ortseingang von Langenhaslach aus Richtung Neuburg geben. Ein Interessent plant südlich der Staatsstraße den Neubau eines Einfamilienhauses und eines Doppelhauses mit Garage. Das Grundstück befindet sich im Außenbereich. Eine frühere Bauvoranfrage wurde bereits im Jahr 2003 abgelehnt.

Pferdestall mit Einfamilienhaus in Edelstetten wird abgelehnt

Eine Bauvoranfrage zum Neubau eines Pferdestalles und eines Einfamilienhauses mit Garage lehnten die Markträte in Edelstetten in der Flurstraße im Gesamtpaket ab. Gegen das Einfamilienhaus bestanden grundsätzlich keine Bedenken. Der angedachte Pferdestall wurde aus Immissionsschutzgründen abgelehnt, da das weitere Umfeld für eine spätere weitere Bebauung interessant sei.

Im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses in Wattenweiler wurde eine Fläche als öffentlicher Behindertenparkplatz ausgewiesen. Ein Bürger aus dem näheren Umfeld stellte nun den Antrag, diese Stellfläche für sich als Behindertenparkplatz auf Dauer beanspruchen zu dürfen. „Sollte dieser Parkplatz als personengebundener Behindertenparkplatz ausgewiesen werden, so müsste in diesem Zusammenhang ein neuer Behindertenparkplatz mit dementsprechender Breite für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden“, sagte Bürgermeister Dopfer. Nachdem Parkflächen im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses rar sind, lehnten die Markträte die Anfrage ab.

Der Auftrag für die Erstellung eines Fahrzeugkonzeptes und eines Feuerwehrbedarfsplanes für die örtlichen Feuerwehren ging zum Angebotspreis von 3500 Euro an einen Sachverständigen aus Ludwigsburg. Zum Angebotspreis von 8400 Euro werden Systemtrenner angeschafft. Diese dienen zur Trennung der Versorgungs- und Löschleitungen und sichern am Standrohr beziehungsweise am Überflurhydranten gegen Rückdrücken, Rücksaugen oder Rückfließen von Löschwasser ins Trinkwassernetz.

Die Einbeziehungssatzung, auch umgangssprachlich Ortsabrundungssatzung genannt, für einen Bereich in der Mechthildistraße in Edelstetten tritt nun in Kraft. Mit dieser Satzung wird Baurecht für ein Wohnhaus geschaffen. Nachdem in der öffentlichen Anhörung keine wesentlichen Bedenken eingegangen sind, stimmten die Markträte dem Satzungsentwurf von Architekt Gerhard Glogger aus Balzhausen zu.

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