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22.05.2019

Den Fachkräftemangel beklagt

Der CSU-Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein (links) und der frühere Bundesgesundheitsminister und heutige Sozialpolitiker Hermann Gröhe (rechts) diskutierten in Berlin mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Dominikus-Ringeisen-Werks Ursberg, Michael Winter, über das Thema „Zukunft der Berufsbildungswerke und Fachkräftemangel in der Behindertenhilfe“.
Bild: Felix Amrhein

Michael Winter vom DRW traf in Berlin Politiker

Auf Initiative des für Ursberg zuständigen CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüßlein hat sich der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Dominikus-Ringeisen-Werks mit Hauptsitz in Ursberg, Michael Winter, in Berlin mit Ex-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe über drängende Probleme in der Sozialbranche ausgetauscht.

Zentrale Fragen waren die Zukunft der Berufsbildungswerke und der immer akuter werdende Fachkräftemangel in der Behindertenhilfe. Um die besonderen Kenntnisse und Erfahrungen sowie die wertvollen Ressourcen der Berufsbildungswerke besser zu nutzen, will Nüßlein durch eine Änderung des hier relevanten Sozialgesetzbuchs IX erreichen, dass in diesen Ausbildungseinrichtungen nicht nur Jugendliche mit schwierigen Ausgangslagen wie etwa Lernbehinderungen, sondern auch alle schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen aus- und fortgebildet werden können. Dies wäre im Sinne des Dominikus-Ringeisen-Werks mit seinem Berufsbildungswerk in Ursberg.

Überzeugt davon zeigte sich nach dieser Debatte auch Hermann Gröhe, der als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik verantwortlich ist. Gröhe sagte zu, dieses Thema auf Ebene der Fraktion vorantreiben zu wollen und dabei auch die Bundesagentur für Arbeit mit ihren nachgeordneten Stellen ins Boot holen zu wollen.

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Auch der Fachkräftemangel im Sozialbereich kam zur Sprache. So verzeichne etwa das Ringeisen-Werk in ganz Bayern immer wieder offene Stellen, wobei immer weniger Bewerbungen eingingen und immer weniger Auszubildende gefunden würden trotz Bezahlung nach Tarif und guten Arbeitsbedingungen, so Winter.

Um dem allgemeinen Fachkräftemangel zu begegnen, schlägt man seitens des DRW eine Qualifizierung von Quereinsteigern im Bereich Digitalisierung vor. Gerade bei der Entlastung der Pflegekräfte von Bürokratie könne Digitalisierung helfen und Zeit für die eigentlichen Pflegeaufgaben schaffen.

Die beiden Unionspolitiker Nüßlein und Gröhe wollen das Thema weiter verfolgen. (pm)

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