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Krumbach

21.05.2013

Deportation: neue Gedenktafel

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3 Bilder
Deportiert und ermordet: Max Oettingers Schwester Johanna.
Bild: Archiv Herbert Auer

1942 wurden 14 Krumbacher Juden in Konzentrationslagern ermordet. Zur Erinnerung an das Grauen soll das Denkmal für die Synagoge ergänzt werden

Auf der Aufschrift soll es einen mahnenden Hinweis auf die deportierten Juden geben und die Namen der Bürger sollen zum Gedenken aufgelistet werden. „Am Text wird noch gefeilt“, meint Willi Fischer, 2. Vorsitzender des Krumbacher Heimatvereins. Die Kosten sollen etwa 5000 bis 8000 Euro betragen. Beim Projekt Gedenktafel arbeitet Fischer mit der Stadt eng zusammen. Initiator des Projektes ist CSU-Stadtrat Wilhelm Kielmann. Von jeder Fraktion wurde ein Beauftragter für die Thematik abgestellt. Dies sind neben Kielmann Klemens Ganz (UFWG), Ildiko Sugar-Bunk (JW/OL) und Christoph Helmes (SPD). Ein anderer Vorschlag war, das Denkmal auf dem Westfriedhof aufzustellen, neben den Namen der in den beiden Weltkriegen Gefallenen und Vermissten. Der Synagogenplatz sei jedoch geeigneter, findet Willi Fischer, da die 14 Juden in Hürben gewohnt haben und auch von dort deportiert wurden.

Führungen beginnen am Denkmal

Außerdem beginnen Führungen des Heimatvereins durch Hürben an dieser Stelle und die Teilnehmer können in Zukunft durch das neue Denkmal regelmäßig an das Geschehene erinnert werden. „Die Gedenktafel wird in ihrer Form gebrochen gehalten, um den Bruch in der über 400-jährigen Geschichte Krumbachs durch den Verlust unseres Krumbacher jüdischen Glaubens mit dem schrecklichen Ereignis der Deportation und Ermordung zu versinnbildlichen“, so Wilhelm Kielmann. Als Material soll Kalkstein verwendet werden, passend zu bereits am Ort vorhandenen Schrifttafeln. 2004 wurde an der Stelle, an der die Krumbacher Synagoge 1939 den Flammen zum Opfer fiel, zur Erinnerung ein Denkmal errichtet. Zuvor wurde 1971 an diesem Platz ein Gedenkstein aufgestellt.

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