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Aichen

23.02.2021

Der Bauboom in der Gemeinde Aichen hält an

Diese alte Doppelgarage mit Freisitz in Bernbach muss für den Bau eines ebenerdigen Einfamilienhauses weichen, das für die Bauersleute ein Altersruhesitz werden soll.
Bild: Karl Kleiber

Plus Der Gemeinderat Aichen hat über mehrere Bauanträge zu entscheiden. Einmal ist die Überschwemmungszone der Zusam betroffen. Was im einzelnnen geplant ist.

Im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat Aichen eine ganze Reihe von Bauvoranfragen und Bauanträgen behandelt und befürwortet. Einige mussten auch abgelehnt und nach Überarbeitung wieder vorgelegt werden. Dieser Bauboom setzt sich scheinbar im Jahre 2021 weiter fort, auch weil drei neue Baugebiete in den Ortsteilen Aichen, Memmenhausen und Obergessertshausen ausgewiesen wurden. Es ging auch um die Optimierung der Straßenbeleuchtung in Memmenhausen und die überörtliche Rechnungsprüfung für die Jahre von 2003 bis 2015.

Einfamilienhaus wird an die Stelle einer alten Garage im Aichener Ortsteil Bernbach gebaut

Ein Landwirtsehepaar aus dem Aichener Gemeindeteil Bernbach stellte den Antrag zum Abbruch einer betagten Doppelgarage mit angebautem Freisitz auf dem Flurstück 762 der Gemarkung Aichen. Der zweite Antrag war für einen Neubau an gleicher Stelle für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage. Das einstöckige, altersgerechte Gebäude soll 15,3 Meter lang werden und eine Breite von 15,5 beziehungsweise elf Metern bekommen. An der Nordseite soll eine 7,3 Meter lange und 6,5 Meter breite Doppelgarage angebaut werden. Beide Gebäude befinden sich im Außenbereich und erhalten Satteldächer mit einer Neigung von 18 Grad. Als Eindeckung sind Dachziegel vorgesehen. Der Gemeinderat stimmte mit 13:0 Stimmen zu.

Im Ortsteil Obergessertshausen soll ein zweites Gebäude auf dem gleichen Grundstück entstehen

Ein Bauherr aus Schwifting bei Landsberg beabsichtigt auf dem Flurstück 24/1, Hauptstraße 7, der Gemarkung Obergessertshausen ein Einfamilienhaus zu errichten. Es wäre neben einem umzubauenden Landwirtschaftstrakt zu einem Doppelhaus das zweite Gebäude auf dem gleichen Grundstück. Das einstöckige Gebäude erhält ein Ausmaß von 11,5 Metern in der Länge und soll 5,5 beziehungsweise acht Meter breit werden. Die Dachneigung beträgt 45 Grad, die Eindeckung erfolgt mit naturroten Ziegeln. Eine Abstandsflächen-Übernahme kann durch das Wasser-Wirtschaftsamt gewährt werden, wenn der Bauherr das angrenzende WWA-Flurstück nicht benutzt. Zudem liegt das Baugrundstück im Überflutungsbereich der Zusam. Der Plan wurde ohne Gegenstimme befürwortet.

Auch im Ortsteil Memmenhausen gibt es eine Entwicklung

Da ein Ehepaar aus Memmenhausen einen Büroraum benötigt, beantragte es die Nutzungsänderung seiner Doppelgarage in der Sankt-Georg-Straße 19, Flurstück 84/1 im Nordwesten des Dorfes. Es werden diverse Wände errichtet, damit ein Flur, ein WC und der Büroraum entstehen können. Der umbaute Raum bleibt unverändert. Die Planunterlagen waren unvollständig, denn es fehlten die Unterschriften der Bauherren sowie der Nachbarn. Unterzeichnet hat lediglich der Planzeichner. Die Wasserversorgung erfolgt über den Stauden-Wasserverband Reichertshofen. Die Abwasser-Beseitigung kann an die bestehende Leitung angeschlossen und in den Mischwasser-Kanal eingeleitet werden. Das Gremium genehmigte einstimmig den Plan mit der Vorgabe, dass die fehlenden Unterschriften nachgeholt werden.

Straßenbeleuchtung: Es stand die Beschlussfassung für die Optimierung der Straßenbeleuchtung im Lindenweg und der Kalvarienberg-Straße von Memmenhausen zur Debatte. Da sich die Mehrheit des Gremiums die Örtlichkeit nicht vorstellen konnte, schlug Bürgermeister Alois Kling vor, nach der Sitzung einen Ortstermin zu machen, um zu schauen, ob und wie die Beleuchtung verbessert werden könnte. Damit waren alle einverstanden.

Rechnungsprüfung: Der Bürgermeister trug den Prüfbericht des Landratsamtes Günzburg vor, der sich über die Jahre 2003 bis 2015 erstreckte. Moniert wurde vom Amt die Straßenausbau-Satzung der Gemeinde, die inzwischen hinfällig wurde, da es eine solche nicht mehr gibt. Diverse Satzungen für Abwasser entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen und müssen neu erlassen werden. Auch die Global-Kalkulation für Abwasser muss neu erfasst werden. Hier merkte Kling an, dass bei der VG Ziemetshausen das entsprechende Personal fehle, deshalb wurden die Überarbeitungen immer wieder verschoben. Auch die Gebühren für die Friedhöfe sind neu zu ermitteln, so Kling weiter. Er habe bisher leider kein Büro gefunden, das er beauftragen könnte. Bemängelt wurden auch fehlende Unterlagen. Die Aufwendungen für die drei Feuerwehren müssen genauer dargestellt werden, insbesondere die Anzahl der Fehlalarme. Außerdem sei 2015 eine Streusalzlieferung doppelt bezahlt worden, was inzwischen revidiert wurde.

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