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Ziemetshausen

06.11.2019

Der Begriff Altersruhestand ist für ihn ein Fremdwort

Unverhohlene Freude zeigte Karl Miller (Mitte mit Gattin Maria) über den Besuch von Bürgermeister Anton Birle anlässlich seines 80. Geburtstags.
Bild: Peter Voh

Karl Miller, ein beliebter und bekannter Ziemetshauser, feierte seinen 80. Geburtstag. Was er immer noch arbeitet.

Ein bekannter und allseits beliebter Ziemetshauser, Karl Miller sen. nämlich, feierte am letzten Oktobertag seinen 80. Geburtstag. Neben zahlreichen Freunden und Bekannten war auch Bürgermeister Anton Birle unter den Gratulanten und überbrachte dem Jubilar Glückwünsche und ein Geschenk der Marktgemeinde.

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Vor mehr als einem halben Jahrhundert hat Miller mit seinem Schwager zusammen ein Fuhrunternehmen gegründet und viele Jahre betrieben. Unter eigenem Namen hat es sich dann enorm entwickelt und auf dem Markt einen ausgezeichneten Ruf erworben. Bereits vor Jahren hat Karl Miller den Betrieb auf die nächste Generation übertragen – auf beide Söhne und den Schwiegersohn. Dennoch sitzt der Senior immer noch täglich auf dem Kiesbagger am Nettershauser Weiher. Er wird dies wohl noch einige Zeit tun, denn der Begriff Altersruhestand ist für ihn ein absolutes Fremdwort. Dazu ist Karl Miller noch immer in verschiedenen Vereinen der Zusamgemeinde aktiv, seine Unterstützung vieler Vereine nicht nur am Ort ist sprichwörtlich. Und er ist auch der Motor schlechthin im Freundeskreis Zusam Stauden, der sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert der Unterstützung der Klosterfrau Maria Hausner im rumänischen Alba Julia verschrieben hat.

Er organisiert Hilfstransporte nach Alba Julia mit

Zusammen mit Anton Böck aus Langenneufnach organisiert er die Hilfstransporte nach Siebenbürgen und ist schon mehr als zwei Dutzend Mal – zuletzt wieder diesen Sommer – auf Hilfstour am Steuer eines Lkw gewesen. Er ist es auch, der oft schier unmögliche Wünsche von Sr. Maria für deren Kloster, die Kindergarten- und Schulkinder dort oder für die alten und pflegebedürftigen Menschen in ihrer Obhut erfüllen kann. Nicht allein dafür wurde Karl Miller mit seiner Ehefrau Maria im vergangenen Jahr mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Neben seiner Familie mit den sechs Enkelkindern hängt der Jubilar mit ganzem Herzen an seiner vor fünfzehn Jahren errichteten Christophoruskapelle hoch über dem Zusamtal. Dort findet er Ruhe und Ausgleich, trifft viele Leute und kümmert sich vor und nach der täglichen Arbeit um sein kirchliches Kleinod. Aus Dankbarkeit für die Gesundheit seiner Familie und seiner eigenen hat er hoch über der Recyclinganlage am westlichen Ortsrand die Kapelle mit Freunden zusammen gebaut und freut sich heute daran, dass sie so sehr von den Menschen angenommen wird. Genauso angenommen wird auch die Waldgrotte „Maria vom Sieg“, die Miller einige Steinwürfe entfernt im Wald errichtet hat. In einer Lichtung Findlinge zu einem Halbkreis geformt, begrüßt in deren Mitte auf einem großen Stein eine von Hand geschnitzte, fast mannshohe Madonna die Besucher. Vor der großen Geburtstagsfeier am 31. Oktober waren beide geistlichen Kleinode wieder Ziel vieler, die an der Andacht zu Ehren des Jubilars teilnahmen. (vop)

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