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Handball-Landesliga

26.01.2020

Der TSV Niederraunau im Würgegriff des Abwärtssoges

Es geht nach unten für Oliver Blösch (am Ball, unser Foto zeigt ihn im jüngsten Heimspiel gegen Altenerding) und seine Teamkameraden im TSV Niederraunau. Zuletzt kassierte der Landesligist vier Niederlagen in Folge.
Foto: Ernst Mayer

Die Talfahrt des im Herbst noch erfolgreichen Teams ist erklärbar. In Simbach kommt eine neue Ursache auf die Liste – und es ist nicht die vermeintlich naheliegende.

Als nach endloser Wartezeit endlich das jüngste Ergebnis der Landesliga-Handballer des TSV Niederraunau im Internet auftauchte, glaubten die daheim gebliebenen Spieler-Mütter ihren Augen nicht. Eine unglaubliche 13:24-Niederlage wurde aus dem fernen Simbach verkündet. Nach einem Spiel, das im Vorfeld als wegweisend gehandelt worden war. Und nach dem Treffen mit einem Team, das zuvor nur drei von 14 Begegnungen hatte gewinnen können.

Krankheitswelle in der Vorbereitung

Der Grund war vermeintlich schnell ausgemacht: Ursächlich war die Krankheitswelle, die während der vergangenen Woche die Mannschaft aus Mittelschwaben getroffen hatte. Die Coaches Mihaly More und Sylvia Harlander fehlten schon im Training und konnten die Reise gar nicht mit antreten. Björn Egger fiel aus. Oliver Blösch spielte zwar, war allerdings kaum dazu in der Lage. Und dann fiel noch Maximilian Jekle mit einer Knieverletzung aus. Augenzeugen berichten aber etwas ganz anderes. Die Mannschaft spielte, bedingt vielleicht durch das Fehlen von Michael Thalhofer, derart drucklos im Rückraum, dass der Gegner mit einer stabilen 6:0-Abwehr nur die Räume eng halten musste. Hauptgrund für die überaus derbe Niederlage war dann auch eindeutig das desolate Angriffsspiel. Es fehlt einfach der Gang in die Tiefe, der manchmal weh tut, aber einfach Erfolg versprechender ist als das Querlaufen vor der Abwehr. Überraschende Sprungwürfe wie von Thalhofer, der die Mannschaft in Simbach coachte, blieben komplett aus. Der Einzige, der sich noch gegen die Niederlage im Angriffsspiel stemmte, war Routinier Mathias Waldmann. Aber auch ihm gelang entsprechend der Mannschaftsleistung bei weitem nicht alles.

Siebenmeter-Schwäche

Bezeichnend war erneut die Raunauer Siebenmeter-Schwäche. Drei verschiedene Schützen scheiterten bei drei Versuchen drei Mal. Anders das Abwehrspiel, das war im Vergleich zur Vorwoche sogar stark verbessert. Wobei sich Simbach im Angriff auch nicht als Übermannschaft darstellte, aber eben doch deutlich besser war als die Gäste.

Das Spiel begann schon gut für Simbach. 4:1 stand es schnell (5.). Nur Johannes Rosenberger hatte sich ein Mal schön durchsetzen können. Dann brachte der Niederraunauer Mathias Waldmann zwei schöne Hüftwürfe hintereinander im Tor unter. Auch Rosenberger beantwortete Simbacher Erfolge mit einer Dublette. Beim 7:5 (25.) war die Welt noch in Ordnung. Zehn Minuten ohne eigenes Tor brachten dann die Entscheidung. Im Anschluss an die Raunauer Fehlwurf-Orgie halfen auch die beiden schönen Kreis-Tore von Valentin Baumgarten und weitere Treffer von Mathias Waldmann wenig. Sprungwurf-Tore böleiben vollkommen aus, die Außenspieler wurden überhaupt nicht ins Spiel gebracht. Jeder Handballer hadert derzeit mit sich selbst und verliert den Blick für das Mannschaftsspiel.

0:8 Punkte, minus 27 Tore

Vier Niederlagen in Folge mit einer Tordifferenz von minus 27 haben die Mittelschwaben nun seit Mitte Dezember angehäuft. Die Abstiegszone der Landesliga-Tabelle rückt bedrohlich näher. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Jekle; Kiebler (1), Rothermel, Schäfer, Sadlo, Mat. Waldmann (5), Hegenbart, Blösch (2), Kornegger, Rosenberger (3), Baumgarten (2), Mar. Waldmann

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