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29.07.2010

Der Torfstadel rückt in greifbare Nähe

Sie geben den Startschuss zur Realisierung des Projekts Torfstadel im Bremental (von links nach rechts): Werner Weigelt, Regionalmarketing Günzburg, Landrat Hubert Hafner, Frieda Wall, Vorstandschaft Förderverein, Hans Reichhart, Bürgermeister Jettingen-Scheppach, Georg Stark, Behördenleiter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Krumbach, Josef Krumm, Vorstand Förderverein, Eva Liebig, Kassiererin Förderverein und Mitinitiatorin, Ludwig Wall, Chef der Rentnergang und Mitinitiator, Alfred Sauter, MdL, Erich Herreiner, LEADER-Manager, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach, Lothar Kempfle, Geschäftsführer Donautal-Aktiv. Foto: Donautal aktiv
Bild: Donautal aktiv

Jettingen-Scheppach Der Torfstadel am Torferlebnispfad wird immer greifbarer. Der bereits zum Standardprogramm der Sehenswürdigkeiten und Aktionsmöglichkeiten im Landkreis gehörende Torferlebnispfad benötigt zum besseren Verständnis des gefährdeten Landschaftsschutzgebietes, seiner biologischen aber auch soziologischen Bedeutung eine professionelle Informationsmöglichkeit.

Die sollte, so hat der Verein schon vor Langem beschlossen, in einem Torfstadel eingerichtet werden. Der Verein, der zur Anlage des Torflehrpfades seit 2002 unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert hat, der aber auch Zuwendungen der Glücksspirale erhielt, hat ein attraktives Projekt realisiert.

Um das teuerste Objekt, den Torfstadel, zu finanzieren, hat der Verein allerlei Aktivitäten durchgeführt, unter anderem ein Bilderbuch über das Bremental aufgelegt. Auch die Gemeinde Jettingen-Scheppach unterstützt im Rahmen des Agenda-Arbeitskreises den Torflehrpfad.

Im Februar wurde zudem ein Förderverein gegründet. Seine Arbeit kann sich sehen lassen. Innerhalb weniger Monate ist es ihm gelungen, die jahrelangen Planungen und Vorarbeiten mit einem Förderbescheid des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu krönen. Es werden EU-Mittel des Fördertopfes Leader zur Verfügung gestellt. Damit ist die Grundlage gelegt, den lang ersehnten Torfstadel zu realisieren.

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Josef Krumm, Initiator und Vorsitzender des Torflehrpfad Bremental-Vereins, versichert, dass sich das, was da am Rande des Landschaftsschutzgebietes Bremental gebaut werden wird, ganz natürlich in die Landschaft einfügt. Denn der Torfstadel soll nicht nur diesen Namen tragen, sondern auch in der traditionellen Bauweise dieser Funktionsbauten errichtet werden. In solchen Torfstadeln hatten die Torfstecher einst ihre gestochenen Briketts trocken gelagert. Sicher werden künftige Besucher dort auch ein Torfbrikett vorfinden - im Rahmen der Informationsvermittlung über das Bremental.

Das wichtigste Anliegen des Gesamtprojekts Torflehrpfad aber ist die Umweltbildung. Eva-Maria Liebig, Kassiererin des Fördervereins, erinnerte zum Projektstart an die Grundidee, Menschen das Brementalmoor mit seinen wichtigen Funktionen für Klima und Artenschutz näher zu bringen. Der neue Stadel, der baldmöglichst eingeweiht werden soll, wird dafür mit einem bestuhlbaren Mehrzweckraum, einer kleine Küche und Toiletten im Erdgeschoss sowie einem Ausstellungsraum im Dachgeschoss ausgestattet.

Bürgermeister Hans Reichhart freute sich beim Projektstart darüber, dass trotz knapper Kassen eine zügige Realisierung möglich geworden ist. Dies sei auch dem Gemeinsinn zu verdanken, denn alle Beteiligten hätten an einem Strang gezogen. Der Förderverein, rekapitulierte Reichhart, habe den Antrag verfasst und darin die vielfältigen Anforderungen integriert, Politiker waren zur Unterstützung des Projekts gewonnen worden. Parallel dazu lief eine erfolgreiche Sponsorensuche, Einnahmen durch Aktionen des Vereins, Sachspenden wie ein alter Dachstuhl für den Stadel ergänzten die finanzielle Basis.

Der Markt Jettingen-Scheppach, sicherte Bürgermeister Reichhart zu, werde "die noch aufzubringenden Mittel aufbringen". Für den Bau des Stadels stehen bereits wieder ganze Trupps engagierter Fachleute bereit, nicht zuletzt aus der sogenannten "Rentnergang", die seit der Gründung den Torflehrpfad mit regelmäßigen (Hilfs-)Aktionen unterstützt. (adl)

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