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Gemeinderat

01.12.2018

Der Trinkwasserpreis steigt in Ebershausen an

Nach einer ausführlichen Diskussion einigt sich das Gremium auf eine Erhöhung. Was das konkret für die Bürger bedeutet

Die jüngste Gemeinderatssitzung war geprägt von einer ausführlichen Diskussion zu den anstehenden Änderungen in den Wasserabgabe- und Entwässerungssatzungen. Den Anlass gab eine Neukalkulation der Gebühren zum Trinkwasser und zum Abwasser. Weder ein Gewinn noch Verlust sind in diesen Stellen des Haushaltes einer Gemeinde zulässig. Demnach hat ein Ingenieurbüro errechnet, dass der gegenwärtige Trinkwasserpreis von 0,35 Euro pro Kubikmeter nicht kostendeckend sei und in Zukunft erhebliche Verluste zu erwarten seien.

Bürgermeister Herbert Kubicek erinnerte daran, dass in den letzten Jahren mehrere Investitionen im Bereich der Wasserversorgung getätigt wurden. Mit dem Notverbund habe man zwar eine gewisse Versorgungssicherheit, die es aber nicht zum Nulltarif gäbe. Zudem liege man mit 0,35 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser weit unter dem Durchschnitt anderer Kommunen. Für eine unumgängliche Anpassung von Grundgebühr und Verbrauchsgebühr standen drei Gebührenmodelle zur Auswahl.

Nach ausgiebiger Beratung einigte sich das Gremium einstimmig auf eine Erhöhung der Grundgebühr von bisher 30 Euro auf 54 Euro pro Jahr und beim Trinkwasserverbrauch auf 1,04 Euro pro Kubikmeter. Erfreulicherweise ergeben sich beim Abwasser keine Veränderungen, sodass weiterhin zwei Euro pro Kubikmeter berechnet werden. Damit kann sogar noch eine Sonderrücklage von 20 000 Euro im Verlauf der kommenden Jahre aufgebaut werden. Die neuen Sätze gelten nämlich ab 1. November 2018 bis ins Jahr 2022 zur nächsten Neukalkulation.

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Eine Änderung ergab sich auch bei den Gebühren für das Bauwasser, die künftig wie folgt in Rechnung gestellt werden: Anschlussgebühr 100 Euro, Verbrauchsgebühr zehn Euro pro Monat.

Diese Regelung wurde mit 7:2-Mehrheit gebilligt, ansonsten fand der Neuerlass der Wasserabgabesatzung, der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung, der Entwässerungssatzung und der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung (7:1) Zustimmung.

Verschiedene Meinungen gab es zu einem Zuschussantrag für den FC Ebershausen. In rund 150 freiwilligen Arbeitsstunden und mit einem Materialaufwand von 1500 Euro hat der größte Verein in Ebershausen beim Sportplatz ein Spielhaus errichtet.

Bemängelt wurde seitens eines Ratsmitglieds, dass derartige Anträge vor der Ausführung der Herstellung oder bei anderen Vorhaben gestellt werden sollten. Obwohl bei Zuschussanträgen der Regelsatz von zehn Prozent der Kosten zum Ansatz komme, genehmigte der Rat eine einmalige Zuwendung von 300 Euro. Keine Zustimmung fand der Antrag auf Erhöhung der jährlich gewährten festen Zuschüsse.

Lobende Worte fand der Bürgermeister, dass sich einige aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr bereit erklärten, an Lehrgängen teilzunehmen. Demnach kann Florian Heiligensetzer einen Lehrgang zum Gruppenführer und Jugendwart besuchen und Stefan Joas sich ebenfalls zum Jugendwart ausbilden lassen. Stefan Kössinger wird zu einem Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ angemeldet.

Schon in der Oktobersitzung befasste sich der Rat mit einer innerörtlichen Bauvoranfrage zu vier Wohnhäusern, der zuständigkeitshalber an das Landratsamt weitergeleitet wurde. Aus dem nunmehr vorliegenden Schreiben der Behörde geht hervor, dass durch eine Planänderung bei der Dachneigung die talseitige Gebäudehöhe auf der abfallenden Geländestruktur vermindert wird. Problematisch sei die Verkehrsanbindung mit Anlage einer geforderten Wendeplatte. Von der Optik her wäre die Verringerung auf drei Einheiten besser, so die Behörde. Trotzdem wurde der Bau im Ort positiv bewertet, verringert er doch den üblichen Flächenverbrauch. Der Gemeinderat kam bei einer Enthaltung zu der Entscheidung, nach den Ausführungen des Landratsamtes den Neubau zu befürworten, wird aber für die Erschließung, die der Bauwerber selbst vornehmen muss, keine Kosten übernehmen.

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