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Krumbach

29.09.2019

Der Wechsel an der Krumbacher FAKS ist vollzogen

Wechsel an der Fachakademie für Sozialpädagogik: Von links der neue Schulleiter Helmut Stuber, Bürgermeister Hubert Fischer, der bisherige Akademie-Chef Dr. Heinrich Lindenmayr mit Frau Maria, Landrat Hubert Hafner und Johann Huber, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Schulträger GmbH. 

Der scheidende Schulleiter Dr. Heinrich Lindenmayr führte die Schule 14 Jahre lang durch eine bewegte Zeit. Welche Aufgaben auf den neuen Chef warten.

Wandel in der Joseph-Bernhard-Fachakademie für Sozialpädagogik: Am Freitag wurde ihr bisheriger Leiter Dr. Heinrich Lindenmayr in einer von den 280 Studierenden gestalteten kurzweiligen Feierstunde im Stadtsaal in den Ruhestand verabschiedet. Für den neuen Direktor Helmut Stuber war es die Stunde, sich den prominenten Gästen und den Schülern vorzustellen und einen ersten Einblick zu geben, wie die Unterrichtsstätte auch in Zukunft mithelfen will, die 100000 derzeit bundesweit fehlenden Erzieherstellen zu reduzieren.

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An der Krumbacher Fachakademie gibt es künftig drei Klassen pro Jahrgang

Damit nicht genug: In der Diskussion ist bereits der Schulausbau von bisher zwei auf künftig drei Klassen pro Jahrgang. Geplant ist zudem die Einrichtung einer zweijährigen Fachschule für Grundschul-Kinderbetreuung. Erforderlich wird dies, da die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen immer größere Umfänge annimmt. Günstig wirkt sich aus, dass die erforderlichen Räumlichkeiten in der bisherigen FOS/BOS in unmittelbarer Nähe des Schlosses zur Verfügung stehen. Sie werden bekanntlich in absehbarer Zeit durch deren Umzug an die Lichtensteinstraße frei.

Es waren die Studierenden selbst, die mit Musik und froher Stimmung „Leben in die Bude“ brachten und den Schulleiterwechsel zum Erlebnis werden ließen. Die „Prominenz“ zeigte sich durch kurze Redebeiträge zum Mitmachen bereit. Den Auftakt machte Geschäftsführer Johann Huber von der Gemeinnützigen Schulträger GmbH, die mehrheitlich von der Bürgerstiftung des Landkreises Günzburg getragen wird, was auch in Zukunft eine interne enge Zusammenarbeit mit dem Landratsamt als bisherigen Schulträger gewährleistet.

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Fachakademie Krumbach erlangte guten Ruf unter Lindenmayr

Diesen Aspekt stellte auch Landrat Hubert Hafner an den Beginn seines Grußworts, bedankte sich herzlich bei Heinrich Lindenmayr für sein großes Engagement, seinen Einsatz und das seit 14 Jahren bestehende gute Verhältnis und große Verständnis für die Kreisbehörde: „Sie machten aus der Fachakademie eine Unterrichtsstätte, die heute weit über den Landkreis hinaus einen guten Namen besitzt.“ Der Wunsch des Kreischefs an den neuen Schulleiter Helmut Stuber: „Machen Sie es auch so gut, wir ihr Vorgänger.“

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Für Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer ist dieser Wechsel eine „Zäsur in dieser wichtigen Einrichtung der Stadt“. Gerade in den letzten Jahren haben sich durch die Notwendigkeit neuer Kinderkrippen und Kindergärten viele grundlegende Veränderungen ergeben, die eine Fülle zusätzlicher Arbeit erforderten. Aber: „Wir haben gemeinsam vieles geschaffen, um allen Kindern gleiche Voraussetzungen für ihre schulische Ausbildung zu schaffen.“ Beim Blick in die Zukunft war sich Fischer sicher: „Die gemeinsam zu bewältigenden Themen gehen nicht aus“, wobei er an die Einrichtung der Ganztagsgrundschulen und die Mischung der Gesellschaft durch Menschen mit Migrationshintergrund erinnerte. Ein Fakt, dem sich auch der neue Schulleiter und alle Fachakademieschüler zu stellen hätten.

Personalratsvorsitzender Walter Pastors dankte Lindenmayr für das große Einvernehmen zwischen Schulleitung, Lehrerkollegium und Studierenden in Verlauf von 15 Jahren Dozenten- und fast ebenso langer Leitertätigkeit. Der Personalrat sei nie Gegenspieler, vielmehr aktiver Begleiter in der Bewältigung von Alltagsproblemen gewesen. Pastors: „Wichtig war uns in unserer Schulfamilie stets das Miteinander.“

An der Krumbacher Fachakademie soll Arbeit unproblematisch fortgesetzt werden

Einblick in die griechische Mythologie und damit einen seiner Studienschwerpunkte und wichtigen Bestandteil seines Staatsexamens gab Lindenmayr zu Beginn seiner Abschiedsrede und kam als Gymnasiumspädagoge zu dem Ergebnis: „Das ideale Handeln ist immer eine Mitte und es ist ganz schwer, diese zwischen zwei Extremen zu realisieren.“ Als Beispiel nannte er die Erziehung von Kindern. „Furchtbar“ ist für ihn, die Kinder nur mit Strenge, Befehl, Gehorsam und Strafe ohne jegliches Verständnis für das Kindsein zu erziehen. Andererseits sei nur Nachsicht und Verständnis, Laufenlassen und Zärtlichkeit auch keine Haltung.

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Sein Fazit daraus: „Kinder brauchen die Mitte, also Klarheit, Konsequenz und Führung. Gleichzeitig sollen sie sich aufgenommen, angenommen und geborgen fühlen.“ In seinen Dank schloss der angehende Pensionist eine Vielzahl von Behörden, Organisationen und Bekannte ein, die vom Landkreis über die Stadt bis zum Schulkollegium und Reinigungspersonal reichten: „Es war immer ein schönes Miteinander auf Augenhöhe“. Sein Wunsch: „Eine unproblematische Fortsetzung der Arbeit zwischen Schulleiter und Lehrerteam, das bei allen Unterschieden doch nur ein Ziel hat, eine gute Ausbildung zu leisten.“

Das war auch der Punkt, den Helmut Stuber als seinen wichtigsten Auftrag bezeichnete: die Studierenden auf ihren Beruf qualitativ und umfassend vorzubereiten. Im übrigen freue er sich auf die neue Herausforderung und ist sich schon nach wenigen Tagen sicher: „Ich bin der Neue und fühle mich bereits angekommen“. Die Studierenden dankten mit frenetischem Beifall dem scheidenden und dem neuen Schulleiter, dass sie sich in der Fachakademie gut aufgehoben fühlen.

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