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Corona-Krise

23.05.2020

Deutschlandrunde statt Rom

Unsere Grafik zeigt es: Deutschland quasi umrunden wollen Raimund Kraus (links) und Heinz Dietmayer im Juni mit dem Treckingrad.

Welche Alternativtour die Radler Raimund Kraus und Heinz Dietmayer planen

Eigentlich hätten sie Mitte Juni nach Italien aufbrechen und Rom mit dem Fahrrad „erobern“ wollen, doch daraus wird nichts. Wie vielen anderen reiselustigen Deutschen geht es auch dem 57-jährigen Raimund Kraus aus Ziemetshausen und dem drei Jahre jüngeren Heinz Dietmayer aus Thannhausen. Sie müssen umplanen. Rom ist wegen der Coronakrise gestrichen, dafür steht jetzt eine Radrundfahrt durch Deutschland auf dem Programm. „Rom läuft uns nicht weg und Deutschland ist auch sehr sehenswert“, tröstet sich Dietmayer und sein Kumpel fügt hinzu: „Durch Deutschland bin ich schon oft gefahren. Eine Rundtour, wie wir sie jetzt in Angriff nehmen, reizt mich schon lange.“

Satte 13000 Höhenmeter liegen vor ihnen

Nicht mit einem E-Bike und auch nicht mit einem Solarmobil, wie Raimund Kraus eines konstruiert hat (wir berichteten), sondern mit einem Trekkingrad wollen die beiden Extremradler die über 2200 Kilometer lange Tour bewältigen. Durch den coronabedingten Routenwechsel blieb ihnen zwar die schweißtreibende Fahrt über die Alpen erspart, aber auch die Tour „bergab“ an die Nord- und Ostsee (niedrigster Punkt: null Meter bei Bremerhaven und auf Rügen) und wieder hinauf ins Alpenvorland hat es in sich. Die höchste Erhebung, die Kraus und Dietmayer zu bewältigen haben, liegt bei 650 Meter in der Nähe von Marktredwitz. Insgesamt sind fast 13000 Höhenmeter vorausberechnet und so ist die Tour, bei einer durchschnittlichen Tagesleistung von 140 Kilometer, alles andere als eine Genussfahrt durch Deutschland. Übernachten werden sie auf Campingplätzen.

Deutschlandrunde statt Rom

Mitte Juni soll es losgehen

16 Tage haben die beiden Schwaben für ihr Vorhaben veranschlagt. Mitte Juni soll es losgehen. Smartphone und Fahrradnavigationsgerät werden dabei die technischen Wegbegleiter sein.

Die markantesten Stationen sind Naabtal, Leipzig, Berlin, Rügen, Rostock, Lübeck, Hamburg, Bremerhaven, Bochum, Köln, Worms, Mannheim, Neckarradweg, Langenau, Thannhausen/Ziemetshausen. Natürlich werden sich Kraus und Dietmayer auch die Zeit gönnen, um die interessantesten Sehenswürdigkeiten auf ihrer Rundtour in Augenschein zu nehmen.

Bereits gemeinsam nach Mortain geradelt

Um eine solche 2200 Kilometer-Tour reibungslos hinter sich zu bringen, muss auch die Chemie zwischen den Radlern stimmen. Diesbezüglich haben Kraus und Dietmayer aber keine Bedenken. „Wir haben uns schon auf der Tour in die Thannhauser Partnerstadt Mortain gut verstanden, da werden wir wohl auch die doppelte Strecke durch Deutschland meistern“, ist sich Raimund Kraus sicher.

Unsicher ist er dagegen noch, was seine nächste radlerische Unternehmung betrifft. Kraus: „Ob ich im Sommer 2020 mit meinem E-Bike nach Griechenland fahren kann, ist noch völlig offen.“

Die Mammut-Tour nach China, die er für 2021 geplant hat, will er aber auf jeden Fall durchziehen. (tho)

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