1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Die App für den Flexibus kommt nächstes Jahr

Krumbach

21.12.2018

Die App für den Flexibus kommt nächstes Jahr

Aichen_-_Für_flächendeckenden_Flexibus.jpg
2 Bilder
Kommendes Jahr kommt eine App für den Flexi-Bus
Bild: Brandner (Archivbild)

Josef Brandner stellte bei der Versammlung des Verbands Mittelschwäbischer Kraftfahrzeuglinien die zukunftsträchtige Neuerung vor.

Von seiner erfolgreichen Verbandsarbeit berichtet hat der Verband mittelschwäbischer Kraftfahrzeuglinien (VMK) mit Sitz in Krumbach bei seiner Versammlung. Ende der 1920er Jahre bieten desolate Verkehrsverhältnisse ein tristes Bild heimischer Infrastruktur. Ernsthafte Bestrebungen, insbesondere die Mobilität der Bevölkerung zu verbessern, rufen engagierte Männer auf den Plan, als deren Wortführer Pfarrer Leonhard Bobinger auftritt, und der den Weg zur Selbsthilfe formuliert: „Alle an einer verbesserten Verkehrspolitik interessierten Gemeinden sollten sich als Verkehrsgenossenschaft zusammenschließen und gemeinsame Omnibuslinien einrichten“.

Mittelschwaben hatte den ersten deutschen Verkehrsverbund

Es wurde daraus eine bemerkenswerte Pionierleistung und sollte als Geburtsstunde des „Verbandes Mittelschwäbischer Kraftfahrzeuglinien“ in die Geschichte. Führte dies zur Gründung des ersten deutschen Verkehrsverbundes.

Dem Gründergedanken entsprechend war der in der Verbandsversammlung im Krumbad abgegebene Bericht ein Spiegelbild erfolgreicher Verbandsarbeit mit positiven Bilanzwerten. Verbandsvorsitzender und Bürgermeister Hubert Fischer berichtete über Neuerungen und Optimierungen im VMK-Netz: Umwandlung von bisher freigestellten Schülerverkehren zu den Schulen in Memmingerberg und Ungerhausen in Linienverkehre; die verbesserte Anbindung der Stadt Memmingen an den Allgäu Airport. Im Landkreis Neu-Ulm erfolgte eine Neukonzeption der „Pfiffikusverkehre“.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Positiv wurde insbesondere die Integration von Flexibusverkehren im Netz des Landkreises Unterallgäu genannt. Ein „erster Knoten“, der von der neu gegründeten Firma „Flexibus KG“ bedient wird, ging im Bereich der Verwaltungsgemeinschaften Kirchheim und Pfaffenhausen in Betrieb, kurz danach ging der Flexibus auch auf der Strecke Mindelheim - Dirlewang - Kammlach „on tour“. Fischer zeigte sich erfreut, „dass der Einstieg in den Flexibus im Landkreis Unterallgäu nun gelungen sei.

Der Verband Mittelschwäbischer Kraftfahrzeuglinien hat bei der Verbandsversammlung eine positive Zwei-Jahres-Bilanz abgeliefert. Im Bild der Vorstand (von links) Landrat Hans-Joachim Weirather (Kreis Unterallgäu), Landrat Hubert Hafner (Kreis Günzburg), Oberbürgermeister Manfred Schilder (Stadt Memmingen), Abteilungsdirektorin Sabine Beck (Regierung von Schwaben), VMK-Vorsitzender, Bürgermeister Hubert Fischer, Josef Brandner (stellvertretender VMK-Vorsitzender).
Bild: Manfred Keller

Berichtet wurde ferner über die Neugestaltung des Citybusfahrplanes in Mindelheim durch Einführung eines neuen Tarifangebotes, das auch die Einführung einer Jahreskarte für Schüler vorsieht. Außerdem beteiligt sich der Verband an einem Feldversuch und will in 14 Bussen, die überwiegend auf der Linie Krumbach - Augsburg eingesetzt werden, demnächst W-Lan anbieten.

Die Abrundung des Tätigkeitsberichtes erledigte Fischer mit Hinweisen zur Statistik: Die Unternehmen verzeichnen auf den Linien des VMK über 2,8 Millionen gefahrene Kilometer und beförderten dabei über dreieinhalb Millionen Gäste.

Nach Genehmigung der Jahresrechnungen wurde Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder in die Vorstandschaft des Verbandes gewählt.

2019 kommt die Flexibus-App

Im Rahmen der Versammlung stellte Josef Brandner von der neu gegründeten „Flexibus KG“, Krumbach, eine echte Novität in Form der „Flexibus App“ vor. Diese neue App soll ab Mitte/Ende Januar 2019 der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und ermöglicht nicht nur die Online-Buchung des Flexibusses, sondern darüber hinaus die Funktion des „digitalen Reisebegleiters“, in dem sämtliche Zug- und Busverbindungen bayernweit abrufbar sind. „Damit wollen wir“, so Brandner, „den Kundenservice deutlich verbessern und den Flexibus zukunftsfest ausbauen“. Mit den bayernweiten Fahrplandaten der App steht der Flexibus als Zu- und Abbringer zum öffentlichen Personennahverkehr auch allen Nutzern der Bayerischen Eisenbahngesellschaft zur Verfügung“. (k)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren