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Abend der Blasmusik

12.04.2019

Die Attenhauser Musikanten spielen fürs Herz

Daniel Strobel (links) und Christoph Weber setzten mit ihrem Solovortrag einen Glanzpunkt beim „Abend der Blasmusik“ in Attenhausen.
Bild: Werner Glogger

Dem Publikum wurden nicht nur böhmische Blasmusikschmankerl geboten

„Mit Musik küsst man Herzen wach und gibt ihnen den Takt, den sie brauchen“. Getreu diesem Motto gestaltete der Musikverein Attenhausen seinen „Abend der Blasmusik“ im voll besetzten Bürgerheim. Der außerordentlich gute Besuch zahlreicher Blasmusikfreunde, darunter auch eine Abordnung von der befreundeten Musikkapelle Hofstetten-Hagenheim bei Landsberg und weiterer Ehrengäste sei wieder ein Beweis der „großen Beliebtheit unserer Kapelle und unserer Musik“, betonte 1. Vorsitzender Johann Graile in seinen Begrüßungsworten.

Schließlich wird seit langer Zeit in der Haseltalgemeinde die Blasmusiktradition gepflegt, von Generationen weitergegeben und die Stilrichtung, die bei allen Auftritten gut ankommt, beibehalten. Auch wenn der Schwerpunkt mehr in böhmisch-mährisch liegt, zeigten die 30 Musikanten mit ihrem Dirigenten Thomas Mayer, dass sie auch klassische Musik beherrschen, wie dies im „Prolog“ von dem bekannten Komponisten Haase-Altendorf zum Ausdruck kam. Diese festliche Musik leiten Fanfarenklänge ein wie bei einer Hymne, die sich bestens als Eröffnungsstück eignet. Eher den Charakter einer Konzertpolka verkörpert die „Goldene Musik“, von Franz Bummerl arrangiert, womit sich die Musiker auf die Spuren von Ernst Mosch begaben. Ebenfalls böhmische-mährische Klangbilder enthalten die rund 200 Kompositionen von Peter Schad, die in „Walzerträume“ voll zur Geltung kamen. Gern gespielt und in jedem Notenrepertoire enthalten, ist die Polka „Böhmische Liebe“ von Mathias Rauch zu einem Ohrwurm geworden. Sie eroberte kurz nach Erscheinen im Nu die Herzen der Blasmusikfreunde. Mit dem ebenfalls bekannten Konzertmarsch unter dem lateinischen Titel „Mens Sana in Corpore Sano“ zu deutsch „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ haben sich die Akteure um Thomas Mayer viel vorgenommen. Fleißiges Proben hatte sich gelohnt, um die technischen Raffinessen, das zackige Basssolo und ein anspruchsvolles Trio für die Tenorhörner zu einem gelungenen Gesamtwerk werden zu lassen.

Wie in all seinen Stücken von Mathias Rauch ist auch die seltener zu hörende Polka „Ein Herz für Blasmusik“ voller romantischer Ideen, wirkt geradezu in ruhigem Tempo feierlich. Auch die Polka „Freunde fürs Leben“ aus seiner Feder verkörpert diese Eigenschaften. Mit der „Zweier Polka“ schrieb Peter Schad ein interessantes Solostück für Flügelhorn und Tenorhorn, mit dem Daniel Strobel (Flügelhorn) und Christoph Weber einen Glanzpunkt setzten.

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Der gewiefte Moderator Joshua Hörberg, der unterhaltsam und informativ durchs Programm führte, meinte, dass Alexander Pfluger in keinem Konzertprogramm fehlen dürfe und kündigte die mit einer Kadenz (Christoph Weber und Karl-Heinz Herz) beginnende, mit einigen technischen Finessen gespickte und in einem fulminanten Tutti endende „Finkensteiner Polka“ an, bevor der Traditionsmarsch „Furchtlos und treu“ von Julius Fucik den offiziellen Teil beschloss.

Die tollen Vorträge quittierten die Zuhörer mit begeisterndem Applaus und durften sich über die flotte Sakvicka-Polka und „Böhmisch klingt’s am schönsten“ als Zugaben freuen. Im Rahmen des Konzertes gab es Ehrungen, über die wir gesondert berichten.

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