1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Die CSU stellt sich im Landkreis für die Kommunalwahl auf

Politik

25.05.2019

Die CSU stellt sich im Landkreis für die Kommunalwahl auf

Die CSU setzt im Landkreis auf Kontinuität – der Kreisvorstand bleibt daher in seiner Zusammensetzung bestehen. Auf der Kreisvertreterversammlung sprachen die Politiker über Chancen und Herausforderungen für die Partei.
Bild: Christian Gall

Auf der Kreisvertreterversammlung wurde die Landkreisspitze bestätigt. Die Wahl im kommenden Jahr sei eine der wichtigsten, der sich die Partei je stellen musste.

Es ist eine Zeit des Umbruchs: Zur Kommunalwahl im kommenden Jahr werden im Landkreis 15 Bürgermeister nicht mehr kandidieren. Und auch das Wahlverhalten der Bürger ändert sich, wie aktuelle Umfragen zeigen. „Die Herausforderungen sind größer, als sie für unsere Partei jemals gewesen sind“, sagte Kreisvorsitzender Alfred Sauter bei der Kreisvertreterversammlung der CSU am Donnerstagabend in Oberwiesenbach. Weit über 100 Menschen waren zur Veranstaltung gekommen, auf der sich mehrere Spitzenpolitiker der CSU tummelten. Neben Sauter gehörten der CSU-Bezirksvorsitzende Markus Ferber, Staatsminister Hans Reichhart, Bundestagsabgeordneter Georg Nüßlein und Landrat Hubert Hafner zu den wichtigsten Teilnehmern des Abends.

Der bei der Veranstaltung wiedergewählte Kreisvorsitzende Alfred Sauter ging in seiner Rede nicht nur auf die Herausforderungen ein, der sich seine Partei stellen muss, sondern blickte auf positive Entwicklungen: „Das schönste Ereignis war die Ernennung von Hans Reichhart zum Staatsminister.“ Auch dem Landkreis versprach er ein freudiges Ereignis: „Die Einrichtung der Uniklinik in Augsburg wird sich positiv auf die Krankenhäuser und die gesamte Gesundheitsversorgung im Landkreis Günzburg auswirken.“ Sauter hob die gute wirtschaftliche Lage in der Region hervor – nicht nur sei die Arbeitslosenquote extrem gering, die Wirtschaft könne auch auf eine gut ausgebaute Infrastruktur zurückgreifen.

Landkreis Günzburg: Viele Bürgermeister hören auf

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Doch Herausforderungen gibt es dennoch – gerade im Hinblick auf die Wahl im kommenden Jahr. So sei es teilweise schwer, Listenkandidaten für die Kommunalwahl zu finden. Umso erfreulicher finde er es, dass die Junge Union für das kommende Jahr eine eigene Liste aufstellt. Zum Thema der Landratsnachfolge verkündetet Sauter, dass sich eine gute personelle Lösung abzeichne – Namen wolle er im Augenblick aber nicht nennen. Auch Staatsminister Hans Reichhart betonte in seiner Rede, dass die anstehende Wahl – sowohl für Gemeinden als auch für den Kreistag – zur entscheidendsten für die CSU zählt. „Daher ist es wichtig, dass wir uns dafür mit aller Kraft und mit aller Schläue aufstellen.“

Nüßlein übt Kritik an der SPD

Eher landes- und bundespolitischen Themen widmete sich der Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein in seiner Rede. Er teilte gegen den Koalitionspartner SPD aus und sprach in Anbetracht der Grundrenten-Thematik von einer „beschämenden Zusammenarbeit.“ Auch gegen die Grünen setzte er einen Seitenhieb – Umweltschutz dürfe nicht über Zwänge und Pflichten erfolgen, vielmehr müssten politische Maßnahmen auf positive Verstärkung setzen. Der CSU-Bezirksvorsitzende Markus Ferber sagte zum Thema Klimaschutz: „Wir in Europa, auch die CSU und CDU, haben dabei nichts verschlafen.“

Einen großen Teil des Donnerstagabends nahmen die Wahlen ein – bei denen es wenig Überraschungen gab. Wie Sauter sagte, setze man auf Kontinuität, daher tauchten auf der Vorschlagsliste der Kandidaten für den Kreisvorstand nur die bekannten Namen auf. So wurde der Vorstand letztendlich in seiner Funktion bestätigt – auch die Ämter der Schriftführer sowie der Kassenprüfen bleiben mit den gleichen Personen besetzt.

Mit 100 Prozent der Stimmen wurde Manfred Krautkrämer wieder zum Schatzmeister gewählt. In seinem finanziellen Rechenschaftsbericht bescheinigte er dem Kreisverband eine gute Lage, die vor allem auf die Mitgliedsbeiträge, mehr aber noch auf die gespendeten Sitzungsgelder der Parteimitglieder zurückzuführen sei. So konnten 17.000 Euro in die Rücklagen eingezahlt werden. Geld, das für den anstehenden Wahlkampf gerad recht kommt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren