Newsticker

Mecklenburg-Vorpommern erwägt Abschaffung der Maskenpflicht
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Die Ebershauser sind (fast) wunschlos glücklich

Bürgerversammlung

23.04.2018

Die Ebershauser sind (fast) wunschlos glücklich

Herbert Kubicek

Rathauschef Herbert Kubicek zieht eine rundum positive Bilanz

Ein Bürger hält es für „Kamikaze“, die Kirchhaslacher Straße entlang nach Süden zu gehen, am Weiher vorbei, mit oder ohne Kinderwagen, um dann über die Mühlgasse und eventuell Brühlstraße zurückzukommen. Die Sorge wurde aber von niemandem aufgegriffen, wohl da man die Mühlgasse nach Süden gehen kann und dann den gleichen Weg zurück. Ein anderer Bürger beklagte den hohen Wasserverlust in Waltenberg. Ein dritter Bürger wollte, dass der Kirchberg jedes Jahr abgemäht wird. Weitere Wortmeldungen bezogen sich auf einzelne Interessen und die Interessen beispielsweise eines Vereins und schienen sonst keinen groß zu berühren. Bürgermeister Herbert Kubicek griff die Empfehlungen der letztjährigen Versammlung nochmals auf, besonders die Verkehrsberuhigung im Osten des Ortes, die der Gemeinderat durch Tempo-30-Schilder und Geschwindigkeitsmessgeräte weitgehend erreicht hat. Über die Kirchhaslacher Straße, auf der manchmal immer noch zu schnell gefahren wird, sagte der Bürgermeister: „Wir schauen uns das noch mal an.“

Barbara Fetschele, Kämmerin der VG Krumbach, verbrachte einen weiteren Abend in Ebershausen. Nachdem sie erst kürzlich den Gemeinderat über den Haushalt 2018 informierte (wir berichteten) tat sie es nun mit der Bürgerversammlung. Die Lage der Gemeinde ist sehr gut. Keine Schulden in 2017 und hohe Rücklagen.

Der Wasserverbrauch ging in den letzten zehn Jahren zurück. Der Wasserverlust betrug letztes Jahr 3352 Kubikmeter, das sind acht Prozent. Der Härtegrad ist mit 7,7 mittel. Der Wasserpreis ist mit 35 Cent/Kubikmeter günstig. „Das sieht man selten“, so Kubicek. Die Grundgebühr pro Anschluss beläuft sich auf 30 Euro.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr hat der Bürgermeister alle Ebershauser gewürdigt, die zum Gemeinwohl beigetragen haben: Die Gemeinderäte („Sie nehmen ihre Aufgaben wirklich ernst, sind immer anwesend“); die Vorsitzenden der zwölf Vereine, die Organisatoren der Laufveranstaltungen („Die Laufelite kommt zu uns“); die Organisatoren des Dorffestes und der Seniorenveranstaltungen („Da kommen die Senioren raus“) ; die Kindergärtnerinnen („Sie machen eine gute Arbeit.“); die Feuerwehrleute („Durch die stillen Benachrichtigungen bekommen wir gar nicht mehr alle Einsätze mit“); Wegewart, Wasserwart, nicht einmal den Rattenbekämpfer vergaß er. „Ehre, wem Ehre gebührt!“, scheint das Motto des Bürgermeisters zu sein.

Die Themen von 2017 sind bekannt. Kreisverkehr: „Die Grundstücksverhandlungen sind gut gelaufen, trotzdem dauert es noch ein, zwei Jahre bis zum Baubeginn.“ Kinderkrippe: „Dazu ist unser Ort zu klein. Alternativen sind Tagesmütter oder die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden.“ Grund- und Mittelschule: Ebershausen schickt 37 Kinder dort hin. Im Laufe der nächsten Jahre wird die Gemeinde eine halbe Million Euro für die Mittelschule aufwenden. Fundtiere und Feldwege, Ratten und Radweg: Kubicek vergaß kein Thema, schon gar nicht die wertvolle Homepage, die die Gemeinde Fritz Spiegel verdankt: „Sie bleibt selbstständig.“

Ausblick auf weitere Projekte

In seinem Ausblick auf das weitere Jahr 2018 ging es unter anderem um die Erschließungsbeiträge. Hier sei noch alles vage, jedenfalls „werden jetzt keine Bescheide raus geschickt.“ Ein beruhigender Ausblick.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren