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Übung

27.07.2018

Die Jungen kommen ganz groß raus

Von allen Seiten mit insgesamt 16 Strahlrohren und der Krumbacher Drehleiter wurde ein angenommener Brand in der Kunstmühle Leidescher in Krumbach von sechs Jugendfeuerwehren im Rahmen einer Einsatzübung bekämpft.
Bild: Werner Glogger

Sechs Jugendfeuerwehren zeigen ihr Können bei der Einsatzübung in Krumbach an der Kunstmühle Leidescher

Während die Mitglieder zwischen zwölf und 17 Jahren noch jung sind, feiert die Jugendfeuerwehr Krumbach in diesem Jahr ihr 65-jähriges Bestehen. In dieser Zeit haben eine Vielzahl von Jungen und auch Mädchen die aktive Wehr ergänzt und diese wichtige Einrichtung zum Schutz von Menschen in Not immer wieder verstärkt. Mit dem Slogan „Ich bin dabei – wo bleibst du“ wollen sie ihre gleichaltrigen Freunde animieren, mitzumachen. Zum Auftakt des Festwochenendes in Krumbach konnte der Feuerwehrnachwuchs aus sechs Jugendfeuerwehren in beeindruckender Weise zeigen, was er gelernt hat und durchaus in der Lage ist, in einer großen Einsatzübung einem „Brandherd“ zu Leibe zu rücken. Von verschiedenen Bereitstellungsplätzen im Stadtgebiet wurden die Wehren aus Krumbach, Münsterhausen, Deisenhausen, Attenhausen, Breitenthal und Kemnat am Freitagabend alarmiert und zur Kunstmühle Leidescher in der Stadtmitte beordert, wo ein „Brandherd mit starker Rauchentwicklung“ zu bekämpfen war. Umgehend begannen die einzelnen Jugendwehren unter der Einsatzleitung von Stadtkommandant Matthias Vogel ihre Positionen einzunehmen, die Saugleitungen zu erstellen, die Schläuche auszurollen, Verteiler und Strahlrohre anzuschließen und mit dem „Löscheinsatz“ zu beginnen. Mittels der Krumbacher Drehleiter gelang es im Innenhof, den „Brandherd“ in dem hohen Gebäude auch von oben zu bekämpfen. Die weiteren Löschgruppen verteilten sich rund um die weitläufige Mühlenanlage und sicherten ein Nebengebäude ab. „Personenschäden“ im Brandobjekt wurden nicht gemeldet (bei den Jugendgruppen sind Atemschutzgeräte nicht zugelassen), aber eine Verletzten-Sammelstelle musste trotzdem eingerichtet und die Verkehrsabsicherung gewährleistet werden. Insgesamt waren elf Fahrzeuge, die 30 Meter hohe Drehleiter, sowie vierzehn C- und zwei B-Strahlrohre mit rund 70 Wehrmitgliedern im Einsatz. Um das Trinkwasser zu schonen, erfolgte die Wasserentnahme nicht aus den Hydranten, sondern ausschließlich aus der naheliegenden Kammel. Stadtkommandant Vogel lobte bei der anschließenden Manöverkritik die hohe Motivation der Jugendlichen. Dadurch sei die Einsatzübung „großartig“ verlaufen. „Nicht nur auf die Großen ist Verlass, sondern auch unsere Jugend hat bewiesen, dass sie in der Lage ist, selbst anzupacken, wenn es gilt zu helfen“, sagte Bürgermeister Hubert Fischer. Den Krumbacher Jugendwart Karl-Heinz Heberle bezeichnete er als unermüdlichen Motor in der Nachwuchsarbeit bei der Feuerwehr. Heberle selbst dankte den beteiligten Wehren und bezeichnete derartige großformatige Einsatzübungen als wichtige Ergänzung zu den Übungen in den heimischen Jugendgruppen. Betriebsinhaber Tobias Leidescher hoffte, keinen Ernstfall zu erleben, könne aber in Anbetracht der Schlagkraft auch in der Jugendwehr beruhigt sein. Verfolgt wurde die Einsatzübung von einer vielzähligen Zuschauerschar auf der Kammelbrücke und im Umfeld des Gebäudes. (wgl)

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