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Motorkunstflug

26.06.2012

Die Kleinen kamen ganz groß raus

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Der jüngste Teilnehmer (12 Jahre) am Wettbewerb war Alexander Raff aus Leinfelden -Echterdingen, der hier seine Maschine von der Startbahn holt.

Deutsche Meisterschaft für Großmodelle, die Nachbauten der ganz großen Flugzeuge sind, in Thannhausen. Bestes Flugwetter für die Piloten an der Fernsteuerung

Thannhausen „Faszination Fliegen“ – kunstvoll präsentiert und in besonderer Form und Qualität erlebbar gemacht hat dies der Flugtag in Thannhausen: Beim Teilwettbewerb zur Deutschen Meisterschaft im Motorkunstflug für Groß-Modelle waren (quasi als Minis) die originalgetreuen Nachbauten von Flugzeugen die Stars, ganz nach dem Motto „die Kleinen kamen einmal mehr ganz groß heraus …“

Wie bereits vor zwei Jahren reisten zum Wochenende die besten Modellflieger im Motorkunstflug für Großmodelle aus allen Himmelsrichtungen ins Mindeltal nach Thannhausen an, um sich dem streng reglementierten Wertungsprotokoll zu unterziehen und im sportlichen Wettbewerb zu punkten. Zwei Tage bestes Flugwetter begünstigten das sportliche Großereignis an der Edelstetter Straße. Die Teilnehmer boten anspruchsvollen Freiluftsport mit technisch ausgefeilten und kunstvoll gefertigten Modellen und hohes Können als Piloten an der Fernsteuerung. Das Ergebnis waren bestaunte Attraktionen am Himmel über Thannhausen, ein spannender Wettbewerb unter Flugsportfreunden – und nicht zuletzt Werbung für den Modellbau.

Vier Teilwettbewerbe in jedem Jahr

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Es finden jährlich vier Teilwettbewerbe auf vier verschiedenen Modellflugplätzen in Deutschland statt. Jeder dieser Teilwettbewerbe ist drei bis fünf Wochen zeitversetzt, sodass die Wettkämpfe gleichmäßig über den Sommer verteilt sind. Jeder Teilnehmer kann somit an bis zu vier Wettbewerben teilnehmen, von denen die drei besten in die Jahreswertung eingehen. Der Fachbegriff „F3A-X“ übrigens ist die Bezeichnung einer in Deutschland seit 1982 bestehenden Modellflug-Wettbewerbsklasse, in der originalähnliche Modellflugzeuge ein Kunstflug-Programm (Kür) fliegen, das, wie aus vielen anderen Sportarten bekannt, von Punktrichtern bewertet wird. Als besonderes Ziel in dieser Klasse gilt, die Vorflüge dem manntragenden Kunstflug möglichst realistisch nachzuempfinden.

Es fliegen Modelle, die zumindest originalähnliche Nachbildungen bemannter Kunstflugzeuge sind. Dabei dürfen alle Motorisierungsarten eingesetzt werden, solange die Modelle propellergetrieben sind. Am häufigsten finden sich auf den Wettbewerben Flugzeuge der Typen Extra, Raven, Giles, Velox, Yak und Ultimate.

27 Piloten angereist für die Kunstflugklasse F3A-X

Zum Teilwettbewerb um die Deutsche Meisterschaft in der Kunstflugklasse F3A-X auf dem Thannhauser Sportflugplatz reisten 27 Piloten aus ganz Deutschland an, um sich in drei Klassen von den Wertungsrichtern punkten zu lassen. Die Spezialisten in der A-Klasse und B-Klasse waren auf einiges vorbereitet, um sich sowohl der flugsportlichen Konkurrenz zu stellen als auch die Besucher zu erfreuen. Da musste beispielsweise die Formation „Käseecke“ geflogen werden, mit Viertelrolle, Halbrolle, Viertelrolle, senkrecht auf, Vier-Punkt-Rolle und 45 Grad ab; oder die „liegende Sanduhr“, mit Rolle oben, zwei halbe Rollen gegengleich ab, ein Positiv-Snap 45 Grad auf, Zweiviertel-Punktrolle, halbe Rolle gegengleich ab und Negativ-Snap auf.

Ausgerüstet mit Boxer- oder Elektromotoren

Sowohl Flugzeuge, die allesamt großen Vorbildern, wie beispielsweise der russischen „Yak“ nachgebaut sind, mit Boxermotoren als auch mit Elektroantrieb gehen bei den meisterlichen Wettbewerben an den Start. Dabei ist, wohl hauptsächlich aus Lärmschutzgründen, ein Trend zum Elektromotor auszumachen. Bis zu 150 Stundenkilometer schnell können die Großmodelle werden, wenn die Piloten im Horizontalflug Vollgas geben. Den „Könnern am Himmel mit interessanten Flugfiguren“ zollten am Ende nicht nur die Besucher Beifall, auch Gerhard Leberl vom ausrichtenden Mittelschwäbischen Luftsportverein Thannhausen und Modellbau-Abteilungsleiter Gerhard Zimmermann waren bei der abschließenden Siegerehrung voll des Lobes für die gezeigten Leistungen. Thannhausens Bürgermeister Georg Schwarz ließ es sich nicht nehmen, Pokale und Urkunden an die erfolgreichen Motorkunstflug-Piloten auszuhändigen.

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