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02.06.2009

Die Kraft der Klarheit

Maria Vesperbild "Welchem Geist will ich mein Leben öffnen?" Eine christliche Existenzfrage nannte Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger in seiner Predigt zum Pontifikalamt diese Frage. Jeder Mensch werde davon geprägt, welche Ideen, Vorstellungen und Bilder er in sich hinein lasse. Vor allem junge Menschen konsumierten über Computerspiele und Internet vielfach Bilder, die kaputt, süchtig und innerlich leer machten. Eine ungeheuer positive Kraft gehe hingegen vom Heiligen Geist aus, eine Kraft der Klarheit, der Verständigung und des Mutes.

Dieser kraftvoll-gute Geist habe aus den Jüngern Jesu, die sich aus Angst eingeschlossen hatten, weltoffene Verkünder des Evangeliums gemacht und sogar die Angst vor einem Martyrium getilgt. Weihbischof Losinger schlug einen weiten Bogen, ausgehend von der Formulierung aus dem Buch Genesis: "Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern". Der Heilige Geist durchbreche die Oberflächlichkeit eines wissenschaftlichen Weltbildes, das allein dem Materiellen verhaftet bleibe. Der Heilige Geist verleihe die Kraft, sich uneingeschränkt für die Unantastbarkeit und die Würde des menschlichen Lebens sowie die Fragen einer gerechten Verteilung der Lebensgüter einzusetzen. Der Heilige Geist widerstehe der Resignation. Im ursprünglichen Wortsinn bedeute resignieren, nicht mehr einstehen wollen für eine einmal getroffene Entscheidung und Unterschrift. Die Christen müssten mutig zu ihrem Taufgelöbnis stehen und aus dem Bündnis mit dem Heiligen Geist die Probleme der Zeit lösen. Die Frage, welchem Geist man sich öffnen wolle, hänge zusammen mit der Frage, welche Welt man den Nachkommen hinterlassen werde.

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