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Musikverein

07.10.2017

Die Musik hat Freude und Verbundenheit gebracht

Im Rahmen der Feier zum 60-jährigen Jubiläum der Partnerschaft Musikverein Krumbach – Bürgerkapelle Kaltern gab es Geschenke. Unser Bild zeigt von links: Vorsitzenden Josef Biberacher, Bürgermeisterin Gertrud Benin-Barnard, Obfrau Silke Pernstich und Kapellmeister Günter Ploner.
Bild: Werner Glogger

Rückblick auf die gelebte Partnerschaft des Musikvereins und der Bürgerkapelle

In den Ansprachen bei der Jubiläumsfeier in Kaltern erinnerte Vorsitzender Josef Biberacher an die Anfangsjahre der nunmehr sechs Jahrzehnte währenden Partnerschaft zwischen dem Musikverein Krumbach und der Bürgerkapelle Kaltern. Dabei wies er darauf hin, dass die ersten Kontakte mit den Südtirolern eigentlich schon beim 6. Bezirksmusikfest anlässlich des 140-jährigen Gründungsjubiläums des Musikvereins am 20. und 21. Juli 1957 in Krumbach geknüpft wurden. Unter den 40 teilnehmenden Kapellen fiel besonders die Bürgerkapelle in ihrer schmucken Tracht angenehm auf und wurde von den Tausenden Besuchern beim Festzug begeistert umjubelt.

Bereits bei der Ankunft und Begrüßung durch den seinerzeitigen Bürgermeister Franz Aletsee versicherte er den Freunden aus Südtirol, dass sich „Krumbach eng mit ihrer schönen Heimat verbunden fühlt“. Biberacher zitierte einige Passagen über das eindrucksvolle Fest in den Mittelschwäbischen Nachrichten. Grandios gestaltete sich der Einzug der 40 Musiker, damals noch mit dem Spielmannszug, begleitet von rund 200 „Schlachtenbummlern“, die mit den vier Bussen und mit 30 Privatwagen in die Marktgemeinde angereist waren. Legendär ist dabei der „Große Zapfenstreich“ auf dem mit Hunderten Lichtern erleuchteten Kalterer Marktplatz, initiiert vom Begründer Karl Kling, geblieben.

Waren die ersten Anfahrten, bedingt durch die damaligen Verkehrswege und strengen Grenzkontrollen noch eine Tortour für Musiker und Freunde aus Schwaben, verbesserte sich die Lage nach und nach, sodass die rund 340 Kilometer lange Strecke heute in der Hälfte der Zeit geschafft wird. Verändert hat sich auch das Bild der Musiker, denn 1957 waren in der rund 40 Musiker zählenden Krumbacher Kapelle ausschließlich Männer, begleitet von zwei jungen Marketenderinnen. Heute gehören 65 Aktive, davon die Hälfte Damen, dem Verein an.

Das gleiche Bild bei der Bürgerkapelle, zu der am Anfang schon vier Marketenderinnen gehörten. Heute sind es 72 Mitglieder, darunter 30 Damen, die ein hoch motiviertes Orchester bilden. Zu Beginn der Jubiläumstage spielten die Krumbacher, unter Leitung von Dirigent Lukas Weiß, Kostproben aus ihrem Unterhaltungsrepertoire auf dem Kalterer Marktplatz und begeisterten mehrere Hundert Zuhörer. Nach dem festlichen Teil im Vereinsheim unterhielten die „Böhmischen“ der Kalterer und sorgten für beste Stimmung.

Sie fand ihre Fortsetzung am Sonntagvormittag in der „Seeperle“ am Kalterer See, wo ausgiebig Erinnerungen ausgetauscht und bestehende Verbindungen gefestigt wurden. Ehrenmitglied der Bürgerkapelle Kaltern, Alexander von Egen, gratulierte zum Jubiläum und sagte, dass ihn viel mit Krumbach verbinde. Die Begründung der Partnerschaft sei eine Sternstunde für die Marktgemeinde und ganz Südtirol gewesen. Die Band „Loss tscheppers“ (lass es scheppern) rundete den Frühschoppen ab.

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