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Balzhausen

18.02.2019

Die Ortsumfahrung von Balzhausen nimmt Form an

So stellt sich der abgeänderte Planungsentwurf für die Ortsumfahrung „Balzhausen West nah“ dar (schwarze Linie). Die rote Linie zeigt den Verlauf des neuen Hochwasserdammes, der in der Umfahrung stark berücksichtigt werden musste.

Bauamt Krumbach und Planungsbüro stellen dem Gremium den Entwurf der Westumfahrung vor.

Da die Gemeinde Balzhausen immer mehr unter dem ständig wachsenden Durchgangsverkehr, hauptsächlich von Lastwagen, leidet, ist eine Umfahrung des Ortes schon längere Zeit im Gespräch. Bereits im letzten Jahr gab es eine Skizze, wie diese Umfahrung West aussehen könnte. Nun haben Jens Ehmke vom Staatlichen Bauamt Krumbach und Günther Thielemann vom Büro für Bauwesen Thielemann & Friderich aus Dinkelscherben die überarbeitete und realisierbare Planung der Umfahrung im Gemeinderat vorgestellt.

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Wie Ehmke einleitend erwähnte, hätten der Freistaat Bayern und das Staatliche Bauamt Krumbach federführend Planung und Bauausführung übernommen. Beide werden, so Ehmke weiter, auch schwerpunktmäßig die Finanzierung der Baumaßnahme übernehmen, um die Gemeinde Balzhausen zu entlasten. Das weitere Vorgehen sehe vor, dass der endgültige Planungsentwurf der Regierung von Augsburg vorgelegt werde, denn nur deren Zustimmung gebe Planungssicherheit. Danach könne man das Planfeststellungsverfahren einleiten.

Planer Thielemann ging dann auf die Entwicklung der Planung ein, die seit fünf Jahren betrieben werde. Die größten Veränderungen, erläuterte er dann, erfahre die bisher geplante Trasse im nördlichen Bereich, da man auf die Belange des dort angesiedelten Elektrizitätswerkes der LEW Augsburg besondere Rücksicht habe nehmen müssen, was eine gewichtige Umplanung nach sich zog. Eigentlich wollte man direkt an der Abzweigung der Staatsstraßen 2025 und 2525 in Richtung Memmenhausen mit einem Kreisverkehr einmünden. Die LEW erklärten, dass sie das nördlich des E-Werks gelegene Grundstück für eine Erweiterung des Umspannwerkes vorgesehen hätten und dieses deshalb nicht überbaut werden könne. Somit müsse der Einmündungsbereich gut einhundert Meter nach Norden verlegt werden.

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Nördlich am Aussiedlerhof vorbei zur Staatsstraße

Die neue Trasse soll dann nördlich des Aussiedlerhofes vorbei weiter zur bestehenden Staatsstraße 2525 führen. Die bisherige Zufahrt zu diesem Anwesen bleibt bestehen, die restliche Straße wird zurückgebaut, um den Grundverbrauch möglichst gering zu halten. In diesem Bereich müsse auch eine Brücke für einen Wirtschaftsweg gebaut werden, betonte Thielemann weiter.

Im nordwestlichen Bereich der Trasse sind zwei Brücken, eine mit zusätzlichem Viehtriebweg über die Hasel sowie eine über einen Wirtschaftsweg, erforderlich. An der Kreuzung mit der Krumbacher Straße (GZ12) im äußersten Westen der Umfahrung entsteht ein zweiter Kreisverkehr mit 45 Metern Durchmesser, um den Verkehr am Laufen zu halten. Weiter soll die Umfahrung zwischen Westsiedlung und Sportgelände nach Süden verlaufen. Hier fällt der vorhandene Parkplatz der Umfahrung und den erforderlichen Anbindungsstraßen zum Opfer. Eine neue Parkmöglichkeit sei nördliche der Sportanlage vorgesehen, so Thielemann.

200 Meter auf dem Hochwasserdamm entlang

Weiter zieht sich die Umfahrung im Bogen nach Süden, wobei sie 3500 bis 3700 Meter der 4,6 Kilometer langen Maßnahme auf dem neuen Hochwasserdamm verläuft. In Höhe des ausgesiedelten Hofes entsteht eine Abzweigung zur alten Staatsstraße 2025, die weiter als Zufahrt in den südlichen Ortsbereich mit seinem hohen Gewerbeanteil benutzt werden kann. Dadurch verschiebt sich die Einmündung in die Straße nach Kirchheim gut 450 Meter weiter nach Süden, endete Planer Thielemann.

Danach waren die Gemeinderäte einstimmig mit der vorgestellten Entwurfs-Planung „Balzhausen – Umfahrung West nah“ grundsätzlich einverstanden. Bestimmte Details müssten vor der Feinplanung dann noch besprochen und berücksichtigt werden, hieß es im Ratsgremium.

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