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Rettenbach

18.06.2018

Die Powerfrau der Modebranche

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Eine Torte mit Schere und Faden zum 50-jährigen Jubiläum: Rettenbachs Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (links) und Landrat Hubert Hafnergratulierten Waltraud Wistuba mit einer süßen Überraschung.
Bild: Peter Wieser

Kunden, Freunde, Familie und Mitarbeiter feiern in Rettenbach 50 Jahre Atelier Waltraud Wistuba. Glückwünsche gab es sogar aus Taiwan.

Sie ist die Rettenbacher „Powerfrau der Modebranche“, wie Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast sagte: Waltraud Wistubas Gespür für schöne Stoffe und was man daraus zaubern kann, standen beim Jubiläum ihres Maßschneiderbetriebs im Mittelpunkt. 50 Jahre „Dressed by Wistuba“ wurden im Rettenbacher Pfarrheim gefeiert, mit Ehrengästen und Vertretern des Handwerks und der Verbände, aber auch Mitarbeiterinnen, vielen Freunden und Familie. „Lieblingskundin“ Diana Damrau wurde von ihren Eltern vertreten – der Günzburger Opernstar, der schon unzählige Roben aus der Rettenbacher Manufaktur auf den Leib geschneidert bekam, ließ herzliche Grüße ausrichten.

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Es ist aber nicht nur Waltraud Wistubas große Kreativität, die sie seit 50 Jahren zu einem Markenzeichen der Region macht, sondern auch ihr unternehmerisches Geschick: „Managerinnen wie Dich braucht unsere Gesellschaft“, sagte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast, die gemeinsam mit Landrat Hubert Hafner eine Torte zum Firmenjubiläum überreichte.

Preisgekrönte Roben

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Models aus dem Günzburger Maria-Ward-Gymnasiums zeigten dann in einer kleinen Modenschau, wofür Waltraud Wistuba berühmt ist: Kleider aus den Jahrzehnten ihrer Tätigkeit, die bei Wettbewerben und Leistungsvergleichen für Begeisterung gesorgt haben. Dass darunter Kleider waren, die die mehrfach preisgekrönte und ausgezeichnete Schneidermeisterin schon vor 30 Jahren kreiert hatte, sah man den Roben nicht an. „Sie sind zeitlos schön“, befand Bezirksrätin Stephanie Denzler, die sich gerne von den textilen Kunstwerken inspirieren ließ: Für ihre Hochzeit im kommenden Jahr fehle ihr ja noch das Brautkleid.

Kreishandwerksmeister Michael Stoll bezeichnete das Handwerk gleich einer Familie – einer Solidargesellschaft, die zusammenhalte. Bereits nach fünf Jahren Betriebstätigkeit habe sich Waltraud Wistuba groß, stark und mächtig in der Innung engagiert. 45 Jahre lang Lehrlingswartin zu sein, das sei einmalig, so Stoll. Noch dazu eine so charmante, die in ihrer Laufbahn sämtliche Ehrungen, mit denen man ausgezeichnet werden könne, erhalten habe. Eine solche gebe es kein zweites Mal. Landesinnungsmeisterin Gabriele Albert-Wurst überbrachte die Grüße des Landesverbandes der Innung München. Waltraud Wistuba sei ein großes Vorbild in allem und wie sie in ihrer positiven Art an die Dinge herangehe.

Auch in Asien wird der Name Wistuba mit Können verbunden

Erika Ortkemper, die Vizepräsidentin im Weltverband der Maßschneider, überbrachte die Glückwünsche von Liang-hung Ho aus Taiwan, dem Präsidenten des Verbands. Das Geheimnis des Erfolgs sei die Liebe zu Tradition und Innovation. In Europa wie in Asien werde der Name Wistuba mit fachlichem Können verbunden, welches sie bis heute praktiziere. Erika Ortkemper erinnerte an die vielen Kollektionen, die Waltraud Wistuba für das Deutsche Modeinstitut München erstellt habe. Nicht umsonst könne sie darauf stolz sein, die „Silberne Rose“, die höchste Auszeichnung des Bundesverbands der Maßschneider, erhalten zu haben. „Es zeigt: Nur Fleiß, Leistung und Qualität zählen“, betonte die Vizepräsidentin.

Ein echtes Wistuba-Designerstück konnten am Nachmittag auch die Besucher im Rettenbacher Pfarrheim ergattern – dort gab es bei einem Sonderverkauf Stücke aus dem umfangreichen Sortiment des Rettenbacher Ateliers zu Sonderpreisen kaufen.

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