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Thannhausen

06.12.2019

Die SPD stellt keinen Bürgermeisterkandidaten für Thannhausen

18 Kandidaten für die Stadtratswahl in Thannhausen stehen auf der Nominierungsliste der SPD. Unser Bild zeigt (stehend von links): Sandra Reißnauer, Tobias Heinzl, Shefqet Gashi, Christina Wassermann, Andreas Fuhrmann, Renate Förner, Ludwig Förner, Bernhard Herold, Fabian Klampfl, Stefan Herold, (sitzend von links) Gerd Olbrich, Anne Blumauer, Margit Däubler, Markus Edelmann. Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Statt über die Wahl des Bürgermeisters redet die Thannhauser SPD über die Arbeit der Fraktion im Thannhauser Stadtrat. Wer sich alles zur Wahl stellt.

Das Thema Bürgermeisterkandidat kam bei der SPD-Nominierungsveranstaltung für die Kommunalwahl am 15. März 2020 im Hotel Sonnenhof nicht vor. Weder hat die örtliche SPD offenbar vor, einen Kandidaten zu stellen, noch gibt es beim gegenwärtigen Stand der Dinge Überlegungen, einen Kandidaten von CSU, Freien Wählern oder Grünen zu unterstützen.

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Aktiv, konstruktiv und gradlinig, auf diese drei Grundätze baue die SPD-Stadtratsfraktion bei ihrer politischen Arbeit. Das erklärte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Thannhausen, Gerd Olbrich, in seinem Referat im Rahmen der Nominierungsversammlung. Seine Fraktion habe sinnvolle Projekte mitgetragen, eigene Vorstellungen entwickelt und in wichtigen Sachfragen stets eine klare Linie praktiziert. Olbrich erläuterte dies anhand mehrerer Beispiele.

Bei der Kinderbetreuung vertrete die SPD den Standpunkt, sie sollte kostenlos sein. Immerhin seien die Gebühren in der letzten Wahlperiode in Thannhausen nicht erhöht worden. Die SPD sei auch Vorreiter für die Errichtung einer dritten Kindertagesstätte gewesen. Als Mine Waltenberger-Olbrich sich erstmals dafür eingesetzt hatte, sei sie belächelt worden. Inzwischen habe sich die Notwendigkeit einer dritten Einrichtung klar gezeigt, der dafür nötige Umbau des ehemaligen Schullandheims der Stadt Augsburg am Alpenblick soll bis zum Herbst 2020 bezugsfertig sein.

Die SPD stellt keinen Bürgermeisterkandidaten für Thannhausen

SPD in Thannhausen spricht über Arbeit im Stadtrat

Die SPD habe sich für die Ausweisung neuer Gewerbe- und Wohnbauflächen in einem maßvollen Umfang eingesetzt. Unterstützt habe die SPD die Innenstadtentwicklung, deren Ergebnisse sich sehen lassen könnten: Neubau des Rathauses, Ansiedlung eines großen Einkaufsmarktes im Zentrum, Anlegen eines großflächigen Parkplatzes, Sanierung des historischen Rathauses und Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Stelle des „Kreuzwirts“.

Nicht zufrieden sei er mit der aktuellen Beschlusslage hinsichtlich des ehemaligen Rathauses. Zwischenzeitlich hatte der Stadtrat beschlossen, das Gebäude abzureißen und an seiner Stelle ein Bürgerhaus zu bauen. Neuerdings tendiere eine Mehrheit im Stadtrat dazu, für das Gebäude einen Investor zu suchen. Für ein Gebäude, das nicht saniert werden könne, einen Investor zu suchen, das sei inkonsequent, meinte Olbrich.

Zufrieden zeigte sich Gerd Olbrich damit, dass 17 Jahre nach dem letzten verheerenden Hochwasser endlich die Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Gang kämen.

SPD will Thannhauser Vereine unterstützen

Im zweiten Teil des Referats skizzierte der SPD-Ortsvorsitzende eine Reihe von Zukunftsaufgaben, für welche die SPD sich stark machen wolle.

Dazu gehöre eine bessere Unterstützung der Vereine und der ehrenamtlichen Arbeit. Als ehemaliger 1. Vorsitzender der TSG Thannhausen wisse er, was die Vereine brauchten. Er und sein Fraktionskollege Stefan Herold, der inzwischen der TSG vorstehe, wollten hier noch mehr Überzeugungsarbeit im Rat leisten. Weitere Schwerpunkte seien der Wohnungsbau, der Lückenschluss bei der Umfahrung von Thannhausen und eine entschlossenere Umwelt- und Energiepolitik. Photovoltaikanlagen auf den öffentlichen Gebäuden, das sei leider bislang im Stadtrat nicht durchsetzbar gewesen. In einem Workshop unter Beteiligung aller SPD-Stadtratskandidaten soll Mitte Januar das Wahlprogramm konkret erarbeitet werden. 18 Kandidaten stehen auf der Liste, die meisten waren anwesend und stellten sich kurz vor. Die Liste orientiert sich am Reißverschluss-Grundsatz der Landes-SPD, also an einem regelmäßigen Wechsel zwischen männlichen und weiblichen Kandidaten.

Sie treten für die SPD zur Stadtratswahl in Thannhausen an

1. Stefan Herold, 31 Jahre, Geschäftsführer Kindersportschule; 2. Gerd Olbrich, 68, Verwaltungsjurist i.R.; 3. Margit Däubler, 62, Kaufmännische Angestellte; 4. Andreas Fuhrmann, 45, Personaldisponent; 5. Renate Förner, 62, Rektorin; 6. Markus Edelmann, 56, Lehrer; 7. Sandra Reißnauer, 50, Sekretärin; 8. Fabian Klampfl, 25, Kinderpfleger, Studierender; 9. Tobias Heinzl, 40, Prokurist; 10. Bernd Gerstmann, 40, Dipl.-Betriebswirt (FH); 11. Christina Wassermann, 23, Bildungsreferentin; 12. Anne Blumauer, 77, Rentnerin; 13. Ludwig Förner, 63, Lehrer; 14. Daniela Wassermann, 19, Auszubildende; 15. Kai Zettlitz, 44, techn. Angestellterhli ; 16. Cornelia Herold, 30, Lehrerin; 17. Shefqet Gashi, 19, Auszubildender; 18. Bernhard Herold, 63, Dipl.-Ing. (FH) für Energie- und Gebäudetechnik.


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07.12.2019

Die Kandidaten/innen, welche sich kein Lächeln ins Gesicht "zaubern" können, sind bei mir schon ausgeschieden!!!!

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