Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Die Stadt bereitet sich auf „dicke Brocken“ vor

Krumbach

29.04.2015

Die Stadt bereitet sich auf „dicke Brocken“ vor

Die Kindertagesstätte Maria Hilf in Krumbach wird erweitert. Vorgesehen sind 50 neue Kindergartenplätze.
Bild: Büro Dreier

Der Krumbacher Stadtrat billigt mehrheitlich Haushaltsplan 2015. Mit Schulzentrum, Stadtsaal und Rathaus stehen in den kommenden Jahren große Aufgaben an

Erweiterung der Kindertagesstätte Maria Hilf (rund 1,1 Millionen Euro) oder auch die Erschließung des Baugebietes „Am Blauen Kreuz“ in Niederraunau (1,2 Millionen Euro). Das sind zwei der „dicken Brocken“, die sich die Stadt Krumbach heuer vorgenommen hat. Doch die richtig „dicken Brocken“ kommen bekanntlich erst in den folgenden Jahren: Die Sanierung der verschiedenen Anlagen im Schul- und Sportzentrum, die Stadtsaalsanierung, eventuell ein Neubau des Rathauses. Bürgermeister Hubert Fischer hat aber wiederholt betont, dass er die Stadt finanziell auf einem guten Weg sieht und die Projekte finanziell machbar seien. Für 2015 sind jetzt die Haushalte der Stadt und der Stadtwerke unter Dach und Fach. Das gesamte Zahlenwerk wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtrates mit großer Mehrheit gebilligt. „Der Haushalt kann sich sehen lassen“, erklärte Bürgermeister Hubert Fischer. 2015 weist der Haushalt der Stadt ein Rekordgesamtvolumen von rund 34 Millionen Euro auf.

In der Diskussion im Rat zeichnete sich bereits frühzeitig ab, dass die Räte der vorgelegten Planung mehrheitlich zustimmen werden. Doch über zahlreiche Details wie etwa die Ausstattung von Spielplätzen oder eine neue Toilette im Bereich des Krumbacher Westfriedhofes entwickelte sich eine längere Diskussion.

Gerhard Weiß (Zweiter Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender der CSU) plädierte dafür, die Umgestaltung der Karl-Mantel-Straße „sehr zeitnah“ anzugehen. Zum Thema Toilette Westfriedhof (85000 Euro) brachte Weiß eine andere Variante ins Spiel. Das marode Leichenhaus eventuell abzureißen und neu zu bauen und darin eine Toilette zu integrieren. Mit Blick auf den Denkmalschutz könne die Debatte um das Leichenhaus aber mehrere Jahre in Anspruch nehmen, gab Bürgermeister Fischer zu bedenken.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Christian Plail (UFWG) sprach unter anderem das Thema Stadtsaal an. Dieses solle nicht aus den Augen verloren werde, es gelte, den Kessel unter Druck zu halten. Dies gelte auch für die Umgestaltung der Karl-Mantel-Straße. Der „Leerstand“ in der Krumbacher Innenstadt sei ein zentrales Thema. Für externe Beratung bei dieser Problematik sollten 20000 Euro bereitgestellt werden. Im Haushaltsplan sei dafür 2015 bereits ausreichend Geld vorhanden, erklärte Rathauschef Fischer.

Lothar Birzle (Fraktionsvorsitzender von JW/OL) sprach von einem ausgewogenen Haushalt. Dem könne man insgesamt zustimmen. Bei der Sporthalle im Schulzentrum sei ein Neubau eventuell wirtschaftlicher als eine Sanierung, eventuell sei ein Ausbau zu einer Mehrzweckhalle sinnvoll. Er beantragte, die Umgestaltung der Alten Schule Edenhausen in den Investitionsplan 2016 aufzunehmen. Dies sei nicht notwendig, meinte Bürgermeister Fischer. Er verwies auf ein neues Förderprogramm im Bereich ländliche Entwicklung. Erst wenn die Rahmenbedingungen klar seien, könne man das Projekt „sauber“ in den Haushalt einstellen.

Christoph Helmes (SPD-Fraktionsvorsitzender) wies unter anderem darauf hin, dass in der finanziellen Planung keine Mittel für die Neugestaltung des Kinderhorts bereitgestellt würden. Bei der Sanierung von großen Gebäudekomplexen müssten es nicht unbedingt aufwendige Generalsanierungen sein. Mit Blick auf die vorgelegten Zahlen sehe er noch großen Diskussionsbedarf. Fischer bezeichnete die Ausführungen von Helmes unter anderem als „unseriös“. Die Sanierung des Schulzentrums sei kein Luxus, nach rund 40 Jahren gehe es vor allem um die technische Infrastruktur.

Die Aufnahme der Alten Schule Edenhausen in den Finanzplan 2016 wurde von den Räten mit 20 zu 4 Stimmen mehrheitlich abgelehnt. Eine knappe Mehrheit (13 zu 11 Stimmen) sprach sich gegen den baldigen Bau einer neuen Toilette auf dem Westfriedhof aus. Erst solle, so Gerhard Weiß, geklärt werden, wie es mit dem Leichenhaus weitergeht („das dauert doch nicht sechs bis acht Jahre“). Einstimmig wurde der Wirtschaftsplan der Stadtwerke (zuständig für Wasser, Abwasser und Freibad) verabschiedet. Gegen die Stimmen der vierköpfigen SPD-Fraktion wurde die Haushaltsplanung der Stadt für 2015 abgesegnet.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren