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Rückblick

07.02.2015

Die Volkshochschule hat Geburtstag

Einer der ersten EDV-Kurse der Volkshochschule.
Bild: Keller

Vor 50 Jahren wurde in Krumbach eine „kulturelle Lücke“ geschlossen. Der Schwerpunkt lag bei der Heimatkunde

Die Volkshochschule weiß sich in Feierlaune. Nicht ohne Grund, denn das ganze Jahr über zieht sich das 50-jährige Jubiläum ihres Bestehens wie ein roter Faden durch das 2015er-Arbeitsprogramm der Krumbacher Vhs als „etablierter Institution der Erwachsenenbildung“ vor Ort und in der Region. Gewissermaßen als Ouvertüre steht dabei ein Benefiz-Konzert des Bundespolizeiorchesters München am Sonntag, 1. März (Stadtsaal, Beginn 19 Uhr), im Kalender. Und es widmet sich eine eigene Ausstellung in der Sparkasse (Eröffnungsschau zum Festwochenbeginn des Musikvereins am Freitag, 4. September) dem jubiläumsträchtigen Ereignis in der Kammelstadt.

Fünfzig Jahre Vhs Krumbach – das gestattet einen Blick in den Rückspiegel. Auf Anregung des Schwäbischen Volksbildungsverbandes wurde 1965 im Einvernehmen mit dem damaligen Landrat Karl Graf und auf Initiative von Krumbachs Bürgermeister Karl Kling die Volkshochschule auf Landkreisebene gegründet. Es sollte damit eine „bestehende kulturelle Lücke geschlossen und zudem eine Pflichtaufgabe der Gemeinde erfüllt werden“, wie es im Gründungsprotokoll nachzulesen ist.

Kling machte es den Teilnehmern der Gründungsversammlung im Sitzungssaal des historischen Rathauses leicht, trotz kritischer Stimmen und bisweilen skeptischer Meinungen die Volkshochschule ins Leben zu rufen. Er konnte den Vertretern von Politik, Schule und Gesellschaft zusichern, dass die anfallenden Verwaltungsarbeiten von der Stadt Krumbach als Sachleistung übernommen würden. So konnte der Verein mit zwölf Mitgliedern zielstrebig an die Arbeit gehen: Alfons Schmid wurde Vorsitzender, Rektor Max Vogt stand ihm als Stellvertreter zur Seite, Schriftführer wurde Josef Baur von der Stadtverwaltung. Weitere Mitglieder des Vorstandes waren Dr. Hubert Tränkner, Dr. Robert Blume (Neuburg) Josef Oberwallner (Thannhausen) und Bürgermeister Kling. Zum Vorsitzenden des Beirates wurde Landrat Karl Graf gewählt.

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Mit ihrem Kurs- und Vortragsangebot hatte die neue Volkshochschule von Beginn an einen guten Start: Zwölf zum Teil überbelegte Kurse in Französisch, Italienisch, Buchführung, Technischem Zeichnen und Hauswirtschaft in Krumbach und Thannhausen machten den Anfang. Der Schwerpunkt des Vortragsprogramms lag zunächst bei heimatkundlichen Themen.

Ein paar Zahlen, was seither von der Vhs geleistet wurde: Die Statistik mit Fortschreibung der erfassten Daten (aufgelistet bis zum Jahresende 2014) zeigt auf, dass die bislang 5150 Kurse der verschiedenen Fachrichtungen von 61747 Personen besucht wurden. In Krumbach und den Schwerpunktstellen Thannhausen, Neuburg und Ziemetshausen wurden seither 1566 Vortagsveranstaltungen mit den Themen Politik und Zeitgeschehen, Recht, Literatur, Heimat- und Länderkunde, Geschichte, Erziehung, Gesundheitswesen, Philosophie. Fahrten, Führungen und Exkursionen abgewickelt. Dutzende von Filmvorführungen sind ebenso in dieser Datenmenge enthalten wie Hunderte von Konzerten, Autorenlesungen, Filmvorführungen, Kabarett- und Kleinkunsttermine. Die Besucherzahl rechnet sich bei den eben genannten Aktivitäten laut Statistik auf 111002 hoch. Rechnet man die zuvor erwähnten Kurs-Teilnehmer hinzu, steigert sich die Vhs-Hörerzahl auf insgesamt 171699.

Ein ganz wesentliches Merkmal der Krumbacher Volkshochschule ist der Status der unverändert gebliebenen Leitung auf ehrenamtlicher Basis. Dieses „Krumbacher Modell“ hat sich bislang ohne Einschränkung bewährt. Die im Jubiläumsjahr amtierende Vhs-Vorsitzende Johanna Herold zu diesem Konstrukt: „Solange Kreis und Kommunen ihre Zuschuss-, Personal- und Sachleistungen gewähren und die Sparkasse den kompletten Service der Buchhaltung übernimmt, will die Vhs in Krumbach und um Krumbach herum mit dem bewährten Team ehrenamtlicher Mitarbeiter selbstständig in Sachen Erwachsenenbildung tätig bleiben.“ Und dabei mit dem gebotenen Augenmaß für Gleichgewicht von Qualität und Quantität beständig gute Dienste abliefern.

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