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Krumbach

22.11.2017

Die evangelische Kirchengemeinde hat gleich zwei Baustellen

Pfarrer Eugen Ritter in der Evangeliumskirche in der Krumbacher Jochnerstraße. Hier muss unter anderem die Elektrik erneuert werden.
Bild: Peter Bauer

Warum in Krumbach die Evangeliumskirche und die Apostelkirche renoviert werden müssen.

Pfarrer Eugen Ritter muss bei diesem Gedanken erst einmal durchpusten. Gleich beide evangelischen Kirchen in Krumbach müssen renoviert werden. Und die Finanzierung wird alles andere als einfach. Rund ein Drittel der anfallenden Kosten übernimmt die Landeskirche, doch für einen großen Teil der Kosten muss die evangelische Kirchengemeinde selbst einen Weg finden. „Das wird nicht leicht“, sagt Eugen Ritter.

Die Apostelkirche in der Burgauer Straße gilt als kleines, aber feines Gotteshaus im wahrsten Wortsinn. Von 1863 bis 1871 wurde sie von der katholisch-apostolischen Gemeinde erbaut. Das Kirchengebäude wurde 1966 als Schenkung an die evangelische Gemeinde von Krumbach übergeben. Der Stil der sogenannten viktorianischen Neugotik gilt in der Region als einzigartig. Nach Auskunft von Pfarrer Ritter finden in der Kirche rund 200 Menschen Platz. Sanierungsbedürftig ist vor allem das Fachwerk der Westfassade. Die Arbeiten werden mit Architekt Konrad Kling abgestimmt. Notwendig sei ein neuer Außenanstrich. Ritter rechnet mit Renovierungskosten in einer Größenordnung von rund 250000 bis 280000 Euro. Dringend erneuert werden müsse die alte Elektrik. Hier seien Kosten in einer Höhe von 70000 bis 80000 Euro zu erwarten. Im Bereich der Sakristei sei ebenfalls „einiges zu machen.“

Auch bei der Evangeliumskirche in der Jochnerstraße steht eine Erneuerung an. Hauptproblem ist hier nach Mitteilung von Pfarrer Ritter die Elektrik. Es bestehe dringender Handlungsbedarf. Ritter geht von Kosten in einer Größenordnung von etwa 50000 bis 60000 Euro aus. Erneuert werden müsse die Sakristei, notwendig sei auch ein neuer Innenanstrich. Hier würden wohl Kosten in Höhe von 5000 bis 10000 Euro anfallen. Die Evangeliumskirche wurde in den Jahren 1929/30 erbaut und bietet nach Auskunft von Ritter Platz für rund 120 Menschen.

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Was bedeuten die anstehenden Renovierungsarbeiten für die Gottesdienste? Erwogen werde, die Gottesdienste ins Gemeindehaus zu verlegen. Dies sei ein Vorschlag des Kirchenvorstands. Ziel sei, dass die Renovierung der Evangeliumskirche bis zur Konfirmation im Frühjahr abgeschlossen ist.

Aber wie ist das alles zu finanzieren? Ritter sieht noch einigen Klärungsbedarf. Er hofft auf Spenden wie beispielsweise beim Irish-Folk-Abend, der vor Kurzem stattfand. Hier seien immerhin 900 Euro an Spenden zusammengekommen. Vom Dekanat Memmingen sei mit einer Summe von zehn Prozent zu rechnen. Nicht ausgeschlossen sei, dass es auch eine Finanzierung über einen Kredit geben werde. In Kontakt ist Pfarrer Ritter auch mit der Stadt Krumbach. Ritter freut sich über die jüngste Entwicklung der Kirchengemeinde. Einen klaren Aufwärtstrend gebe es beim Besuch der Gottesdienste. Hier würden regelmäßig 60 bis 70 Menschen kommen. Vor nicht allzu langer Zeit seien es lediglich noch etwa 30 gewesen. Eheberatung, Jugendarbeit und vieles mehr: Die evangelische Kirchengemeinde möchte sich wieder verstärkt der Themen annehmen, die die Menschen in ihrem Lebensalltag bewegen. Die Kirchengemeinde sucht, so Ritter, bewusst den Weg „in die Gesellschaft“.

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