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06.06.2011

Die große Show der kleinen Flieger

Bertram Ostermeier hatte in Breitenbrunn drei Modelle am Start. Unser Bild zeigt den originalgetreuen Nachbau einer „Messerschmitt BF109GF Rote 7“. Sein Flugschüler Luca Baumann bestaunte die seltene Maschine.
Bild: Fotos: Sabine Adelwarth

Modellflugtag in Breitenbrunn mit atemberaubenden Manövern. Luca Baumann aus Bayersried fliegt Drei-Meter-Maschine

Breitenbrunn Und es gibt sie doch: Hexen auf fliegenden Besen. Im Luftraum über Breitenbrunn wurden sie jüngst gesichtet. Außerdem drehten noch ein Schaf und eine Toilettenschüssel ihre Runden am Himmel. Doch die seltsamen Flugobjekte hatten nichts mit Magie zu tun. Auf dem idyllisch gelegenen Flugplatz der Modellflug-Gruppe Breitenbrunn fand wieder mal ein großer Flugtag statt, zu dem Fans aus ganz Bayern kamen, die dort mit spektakulären Flugshows verwöhnt wurden.

Etwa 50 Modellflieger in allen Variationen und die dazugehörigen 30 Piloten kamen, um die eigenen Modelle in die Lüfte steigen zu lassen und ein faszinierendes Programm abliefern zu können. Die Modellflug-Gruppe Breitenbrunn, mit dem ersten Vorsitzenden Edwin Baumgärtner, kann sich wirklich sehen lassen. Etwa 30 Mitglieder zählt der Verein und die Leidenschaft am Modellfliegen ist überall zu spüren. Auch die Jugend wird hier bestens gefördert und so konnten junge Piloten ihr spektakuläres Können unter Beweis stellen. Da sind zum Beispiel Bastian Schäberle und Philipp Dörfler. Die beiden ließen ihre Styroporflieger mit Elektromotor in die Lüfte steigen und zeigten schon in jungen Jahren ihr Talent.

Ein aktiver und bekannter Modellflugpilot ist Bertram Ostermeier aus Haselbach. Er bekam die Leidenschaft vor etwa 25 Jahren von seinem Vater Franz Ostermeier förmlich in die Wiege gelegt. Der begeisterte Modellflieger eroberte mit seiner original nachgebauten „Messerschmitt BF109GF Rote 7“ den Himmel und auch sein Flugschüler aus Bayersried, Luca Baumann, ließ zum ersten Mal eine Drei-Meter-Giles erfolgreich in die Lüfte steigen. Dass in dem jungen Bayersrieder ein geborener Modellflieger steckt, beweist der erst kürzlich erworbene zweite Platz der Juniorenmeisterschaft in der Expertklasse des Deutschen Modellflieger Verbandes in Schwabmünchen.

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Ein Höhepunkt war die „Corsair F4U-4“, die als einziges Sternmotoren-Modell mit 250 Kubikzentimetern in Breitenbrunn vertreten war. Dieser maßstabgetreue Himmelsstürmer hat den Wert eines Kleinwagens. Dass dieses Vergnügen, neben dem großen Spaß, auch ein teures Hobby sein kann, davon konnte man sich bei den einzelnen Flugmodellen überzeugen. „Ein Styropor-Flieger mit Motor kostet etwa 200 Euro“, erklärte Alfons Blachowiak, der Kassierer der Modellflug-Gruppe Breitenbrunn. Die namhaften Flugpiloten gingen allerdings mit Modellen an den Start, die teilweise die 10000-Euro-Marke weit überschritten. Nachbauten von Originalflugzeugen, reine Funktionsmodelle, ein Segelflugzeug mit Düsenjetantrieb sowie Hubschraubermodelle waren zu sehen.

Ein Hingucker war das fliegende Schaf, das passend zur Musik von „Shaun das Schaf“ den Himmel eroberte. Da machte es auch nichts, dass ein Schaf-Modell nach wenigen Sekunden wieder abstürzte und in der Wiese stecken blieb.

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