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Literaturschloss Edelstetten

03.11.2014

Digitaler Atlas und ein Salon

Der teilweise neu gewählte Vorstand des Vereins „Literaturschloss Edelstetten“: (von links) Ursula Fürstin Esterhazy (Beisitzerin), Prof. Dr. Klaus Wolf (1. Vorsitzender), Dr. Heinrich Lindenmayr (2. Vorsitzender), Brigitte Schwarz (Beisitzerin), Johann Deil (Geschäftsführer). Nicht auf dem Bild ist Schatzmeister Rainer Schlögl.
Bild: Literaturschloss Edelstetten

Neue Führung für den Verein zur Förderung schwäbischer Kultur

Zahlreiche literarische Veranstaltungen in der Region, die Publikation „Edelstetten – Vom Damenstift zum Schloss Esterhazy“, der „Sprechende Sprachatlas für Bayerisch-Schwaben“ und der erste „Literarische Salon“ im Jahr 2014, das sind die Früchte der ersten fünf Jahre des Vereins „Literaturschloss Edelstetten“ seit seiner Gründung am 21. März 2009. Initiator und Gründungsvorsitzender des Vereins, der sich die Pflege und Förderung von Dichtung, Sprache und Mundart in Bayerisch-Schwaben zur Aufgabe gesetzt hat, war der im April verstorbene Dr. Georg Simnacher. Die außerordentliche Mitgliederversammlung wählte nun Prof. Dr. Klaus Wolf, Lehrprofessor für Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg, zum Ersten Vorsitzenden.

Sein Stellvertreter wurde Dr. Heinrich Lindenmayr als Nachfolger von Georg Schwarz, neue Beisitzerin für den ausscheidenden Prof. Dr. Werner König ist Brigitte Schwarz.

Unter der Regie des neuen Vorstands solle etwas entstehen, was es seines Wissens bislang noch nicht gebe, erklärte Wolf. Ein digitaler Literaturatlas für Bayerisch-Schwaben soll erarbeitet werden. Nach und nach und unter der Mitwirkung vieler Kundiger vor Ort soll die Literatur und Mundartdichtung Schwabens flächendeckend erfasst werden und für den Nutzer über Karten im Internet zu erschließen sein. Mithilfe spezieller Apps könnten zusätzlich auch literarische Spaziergänge abgerufen werden, was Schwaben touristisch aufwerten dürfte. Die Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit falle dabei in seinen Verantwortungsbereich, um die neuere Literatur im Atlas kümmere sich Lindenmayr, um die Mundartdichtung Brigitte Schwarz.

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Weiterhin gepflegt würden durch den Verein das bislang Bewährte: Vorträge und Lesungen in der Region, der Literarische Salon am Himmelfahrtstag, der „Schwabenspiegel“ als jährlich erscheinendes Publikationsorgan.

Edelstetten solle sich Schritt um Schritt zum Knotenpunkt für die schwäbische Literatur entwickeln, betonte Wolf. Ein spektakuläres und für ein breites Publikum wirksames Vorhaben will der Verein zu diesem Zweck vorantreiben: die Aufführung der schwäbischen Fassung des „Jedermann“ von Hermann Pfeifer auf einer Freilichtbühne vor den Ökonomiegebäuden von Schloss Edelstetten. (eb)

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