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Breitenthal

13.12.2020

Diskussion: Reichen in Breitenthal auch in Zukunft 5,7 Kita-Plätze?

Die Gemeinde Breitenthal überdenkt anhand der neuesten Bevölkerungsentwicklungsprognose den Bedarf an Kita- und Kindergartenplätzen.
Bild: Emil Neuhäusler

Plus Breitenthal beteiligt sich mit 5,7 Kita-Plätzen am Neubau der Kindertagesstätte in Deisenhausen. Nun diskutierte der Gemeinderat, ob das trotz steigendem Bedarf künftig ausreicht.

„Bedarfsplanung Kindergarten“ stand auf der Tagesordnung des Breitenthaler Gemeinderates am Montagabend. Beschlüsse wurden keine gefasst. Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler zeigte den Gemeinderäten anhand der von der Fachstelle für Jugendhilfe- und Bildungsplanung im Landratsamt Günzburg erarbeiteten Prognose auf, wie sich der Einwohnerstand in Breitenthal bis zum Jahr 2040 entwickelt. Im Hintergrund der Überlegungen steht unter anderem die Frage, ob die 5,7 Kitaplätze, mit denen sich Breitenthal am Neubau der Kindertagesstätte in Deisenhausen nach Beschluss des vorhergehenden Gemeinderates beteiligen möchte, so in Ordnung sind.

Breitenthal hat seit 2001 einen eigenen Kindergarten in der ehemaligen Schule. Er bietet verteilt auf zwei Stockwerke Platz für etwa 50 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Diese werden in zwei Gruppen, der Gruppe „Sonnenzauber“ und der Gruppe „Wirbelwind“, betreut. Zurzeit besuchen den Kindergarten 23 Kinder aus Breitenthal, neun aus Krumbach und je zwei aus Ebershausen und Deisenhausen.

Entscheidung über Kita-Bedarf in Breitenthal ist noch nicht gefallen

Zuerst stellte Bürgermeisterin Wohlhöfler die Bevölkerungsentwicklungsprognose bis zum Jahr 2044 über alle Altersgruppen hinweg vor. Es verwunderte, dass keine allzu großen Veränderungen zu erwarten sind. Die Anzahl der Kinder bis zehn Jahre bleibt fast identisch. Die 20- bis 30-Jährigen halbieren sich. Das komme wohl daher, vermutete die Bürgermeisterin, dass in diesem Alter viele zur Ausbildung oder zum Studium weggehen. Die 30- bis 50-Jährigen legen zu, besonders stark wächst die Altersgruppe ab 70 Jahre an. Insgesamt bleibt aber der Bevölkerungsstand stabil. Wie sieht es nun speziell bei den Null- bis Dreijährigen aus? Bis zum Jahr 2040 werden pro Jahrgang sechs bis acht Kinder erwartet. Das bedeutet, dass in Breitenthal immer um die 20 Kita-Kinder ihr Zuhause haben, eine Zahl, die sich bei den Kindergartenkindern von drei bis sechs Jahren fortsetzt. Bei den Hortkindern im Alter von sechs bis zehn Jahren wird die Anzahl der Kinder von heute 49 auf rund 30 im Jahre 2044 fallen. Bürgermeisterin Wohlhöfler empfahl im Gemeindegremium, diese Zahlen zuerst einmal auf sich wirken zu lassen. Eine Entscheidung über eine Änderung oder Beibehaltung der bisherigen Kita- und Kindergartenplanung soll in einer weiteren Sitzung fallen.

In der Gemeinderatssitzung gab es weiterhin einstimmig grünes Licht für den Neubau eines Milchviehstalles, eines Kälberstalles und eines Güllebehälters auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Oberried. Da das Bauvorhaben im Außenbereich liegt, geht der Antrag zur Genehmigung ans Landratsamt. Es wird vonseiten des Gemeinderates darauf hingewiesen, dass bezüglich der Zufahrt Klärungsbedarf besteht, da diese aus dem Plan nicht ersichtlich ist. Mindestens fünf Ausnahmegenehmigungen vom bestehenden Bebauungsplan erteilte der Gemeinderat für den Bau zweier Doppelhaushälften in Breitenthal. So dürfen zwei Vollgeschosse gebaut, Dachneigung und Dachplattenfarbe geändert und die Garage außerhalb der Bebauungsgrenze angesiedelt werden. Der Gemeinderat war einhellig der Meinung, dass der Bebauungsplan aus dem Jahre 1972 vor allem mit Blick auf die Solar- und Fotovoltaikanlagen nicht mehr den heutigen Anforderungen genügt.

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