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Förderung

25.01.2021

Diskussion um Zuschuss für den Neuburger Pfarrhof

Neuburgs Markträte rangen um einen Zuschuss für den Neuburger Pfarrhof. Am Ende hatte Bürgermeister Markus Dopfer die Mehrheit für einen Zuschuss von 500 Euro hinter sich.
Bild: Dieter Jehle

Was der Marktrat entschied und welche Summe jetzt zur Verfügung gestellt wird

Dominant erhebt sich der denkmalgeschützte Neuburger Pfarrhof am Fuße des Treppenaufgangs zur Pfarrkirche. Nach erfolgter umfassender Sanierung zeigt er sich als Schmuckstück und begehrtes Fotoobjekt im Ortskern des Kammelmarktes. Doch ist die Renovierung einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro seitens der Marktgemeinde wert?

Pfarrer Michael Kinzl stellte einen Antrag, da ohne Förderung der Marktgemeinde keine Zuschüsse vom Landkreis Günzburg und Bezirk Schwaben fließen würden. Bürgermeister Markus Dopfer bat dem Ansinnen des Neuburger Pfarrers zuzustimmen. Doch nicht alle Markträte waren seiner Meinung. „Unsere Richtlinien sehen keine Förderung von Pfarrhöfen vor, nur von Kirchen und Kapellen“, lehnte Marktrat Max Hildebrand den Wunsch des Geistlichen ab. Es handle sich um eine Privatwohnung des Pfarrers und schon deshalb könne kein Zuschuss gewährt werden, meinte der Marktrat. Und zudem werde der Pfarrhof nicht von der Pfarrei genutzt.

Hildebrand beklagte außerdem, dass die örtlichen Musikvereine bei Trachtenbeschaffungen nicht bezuschusst wurden, weil dies nicht explizit in den Förderrichtlinien stehe. Auch Zweiter Bürgermeister Otto Bader hatte Bedenken. „Wir schaffen da einen Präzedenzfall“, so Bader. Auch Johannes Huber und Peter Dopfer lehnten eine Bezuschus-sung ab. Die Lanze brach Hubert Gaa. „Es ist ein Pfarrhof mit besonderer Bedeutung“, mahnte er. Es sei halt schlichtweg vergessen worden, die örtlichen Pfarrhöfe in die Richtlinien aufzunehmen. Für Bernhard Sonner war der Denkmalschutz am Gebäude zudem ein wichtiges Kriterium.

Bürgermeister Dopfer riet, Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen. Der Pfarrhof sei ein außergewöhnliches und zudem eines der ältesten Gebäude in Neuburg. Die Förderrichtlinien wolle der Rathauschef zu gegebener Zeit anpassen. Am Ende hatte er eine Mehrheit hinter sich. Jetzt kann er seinen Kämmerer anweisen, 500 Euro zu überweisen.

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